Küche planen und einrichten leicht gemacht
Sie sind auf der Suche nach Ihrer neuen Traumküche? Bei der Anschaffung gilt es einiges zu beachten: von der Größe des Raums über die Ausstattung bis hin zu Ihrem gewünschten Design. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Küche individuell planen können.
Küchenplanung: Welche Grundform passt zu mir?
An erster Stelle bei der Planung einer neuen Küche steht die Entscheidung für eine Küchenform. Folgende Varianten stehen Ihnen zur Auswahl:
Küchenzeile als Einzeiler, alternativ als Zweizeiler mit zwei gegenüberliegenden Küchenblöcken,
Küche in L-Form,
Küche in U-Form,
Küche in G-Form oder
Inselküche.
Welche Form die richtige ist, hängt von der Größe und dem Geschoßgrundriss Ihrer Küche sowie von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Einzeiler sind perfekt für kleine Küchen geeignet, während sich mit einer U-Form oder einer Kochinsel komfortable Wohnküchen gestalten lassen. Mittlerweile gibt es auch viele moderne Ideen für barrierefreie Küchen. Damit denken Sie heute schon an morgen und können unter Umständen sogar von Förderungen für barrierefreies Wohnen profitieren.
Starten Sie Ihre Küchenplanung mit der Entscheidung für die Art des Kochfelds und des Kühlschranks. Vergleichen Sie mehrere Küchen von verschiedenen Professionisten, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.
Küchenmodelle und Küchenstile
Die Küche ist neben dem Badezimmer der Bereich, der bei der Inneneinrichtung eines Hauses oder einer Wohnung am meisten Planung benötigt. Nehmen Sie sich also Zeit, analysieren Sie mithilfe eines Küchenexperten Ihre persönlichen Bedürfnisse und informieren Sie sich über verschiedene Küchentypen und Einrichtungsstile. Einen kurzen Überblick über die beliebtesten Küchen finden Sie hier:
Landhausküche
Die Landhausküche ist nicht nur ein Einrichtungsstil, sondern ein Stück gelebte Gemütlichkeit. Heute gibt es nicht nur den einen Landhausküchenstil, sondern viele verschiedene:
Alpenländische Landhausküche: Diese Variante zeichnet sich durch dunkles Massivholz mit auffälliger Maserung, liebevoll gearbeitete Kassettenfronten und traditionelle Details aus, die Wärme und Beständigkeit ausstrahlen. Eine gemütliche Sitzbank und ein gefliester Kachelofen dürfen außerdem nicht fehlen, denn sie machen die Küche zum behaglichen Mittelpunkt des Hauses.
Skandinavische Landhausküche: Buche und Kiefernmöbel, helle Farbtöne und eine klare Linienführung kennzeichnen den skandinavischen Einrichtungsstil.
Mediterrane Landhausküche: Holz und Fliesen stehen bei der Gestaltung im französischen oder italienischen Landhausstil im Vordergrund. Während die Einrichtung überwiegend aus Holz besteht, sorgen Wände und Böden aus Stein oder Fliesen für ein mediterranes Flair.
Englische Landhausküche: Für eine Cottage-Küche sind matte Fronten sowie pastell- und cremefarbene Töne typisch.
Amerikanische Landhausküche: Viele Farben, ein großer Keramik-Abwasch mit nostalgischer Mischbatterie, eine große Kochinsel und verschiedene Küchenblöcke kennzeichnen eine amerikanische Landhausküche.
Moderne Küche
Die moderne Küche gehört zu den vier beliebten Küchen-Systemen und zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
modernes bis minimalistisches Design mit schnörkellosen Formen,
edle Materialien wie Edelstahl, Keramik, Glas,
matte Lackfronten,
raffinierte innovative Beleuchtung und
grifflose Optik.
Essplätze sind in modernen Küchen oft mit hohen Bartischen und dazu passenden Hockern gestaltet. Für Familien mit Kindern bieten sich schlichte Esstische in eckigen Formen an. Viele moderne Küchen sind als Modulküchen oder Inselküchen erhältlich.
Wohnküche
Das Herz der Wohnküche ist ein großer Esstisch oder eine Arbeitsinsel, um die sich alle gerne versammeln. Mit dem einsamen Kochen ist es in der Wohnküche definitiv vorbei, denn zwischen Backrohr und Abwasch wird nicht nur zubereitet, sondern auch gearbeitet und relaxt – ein richtiger Wohlfühlort.
Deswegen stehen in den großen Küchen häufig einladend bequeme Sitzmöbel: Neben komfortablen Essstühlen passen Sofas oder Sessel in die Wohnküche. Hier steht nicht mehr der Fernseher aus dem Wohnzimmer im Mittelpunkt, sondern der Spaß am gemeinsamen Kochen und der Austausch mit allen Bewohner:innen. Als Küchenform kommt die U-, L- oder G-Form infrage. Sehr beliebt für Wohnküchen sind Modul- und Inselküchen.
Blockküche vs. Modulküche
Blockküchen sind klein und kompakt. Sie bestehen aus einem zusammenhängenden Block mit Unter- und Oberschränken, elektronischen Einbaugeräten, Abwasch und Arbeitsfläche. So sind beispielsweise Single-Küchen und Küchenzeilen klassische Blockküchen. Ihr Vorteil ist, dass alle Elemente der Kücheneinrichtung platzsparend und funktional angeordnet sind.
Modulküchen hingegen bestehen aus einzelnen Modulen, die Sie flexibel aufstellen und anbringen können. Die Küchenhersteller bieten Ober- und Unterschränke, Arbeitsflächen, Schubladenelemente und Kochinseln separat an. Nach dem Baukastenprinzip können Sie sich Ihre Küche dann individuell zusammenstellen.
Sie ziehen häufiger um? Dann eignet sich eine Modulküche besonders gut: Sie lassen sich den räumlichen Gegebenheiten optimal anpassen und jederzeit erweitern. Zudem können Sie kleine Küchen ganz einfach durch wenige Handgriffe optisch vergrößern.
Küchengeräte, Arbeitsflächen und Stauraum
Moderne Geräte, clevere Ablagen und gut geplante Schubladen erleichtern das Kochen, die Vorbereitung und das Aufräumen. Wer diese Elemente geschickt kombiniert, schafft eine ergonomische und ästhetisch ansprechende Küchenlandschaft und zugleich Ordnung.
Welche Küchengeräte braucht man wirklich?
Erst Geräte wie Backrohr, Geschirrspüler und Boiler (für die Warmwasseraufbereitung) erwecken die Küche zum Leben. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf die Energieeffizienz, um langfristig Stromkosten zu sparen.
Backrohr: Moderne Geräte lassen sich ergonomisch auf Augenhöhe in den Hochschrank einbauen.
Geschirrspüler: Diese verschwindet meist voll integriert hinter der Küchenfront.
Kühlgeräte: Wählen Sie zwischen freistehenden Geräten oder Einbau-Varianten.
Welches Kochfeld passt zu Ihnen?
Das Kochfeld ist das Zentrum. Zur Auswahl stehen:
Induktions-Kochfelder: Sicher, schnell und präzise regulierbar.
Glaskeramik-Kochfelder: Günstiger in der Anschaffung, aber höherer Energieverbrauch.
Gaskochfelder: Beliebt bei Profis, jedoch aufwendiger in der Reinigung.
Plattenherde: Die klassische, einfache Variante.
Welche Arbeitsflächen eignen sich am besten?
Sie gehört zum ersten Schritt im Kochprozess: die Arbeitsfläche. Auf ihr werden alle nötigen Zutaten vorbereitet – sie muss also einiges aushalten. Alle Küchenhersteller haben Arbeitsflächen aus unterschiedlichen Materialien in ihrem Programm – so können Sie wählen zwischen
Naturstein wie Granit oder Marmor,
Holz, beispielsweise Eiche oder Nussbaum,
Kunststoff oder Kunststein.
Als besonders hochwertig und beständig gelten Arbeitsflächen aus hitzebeständigem Naturstein. Allerdings sind sie kostspielig in der Anschaffung und ebenso schwer, was Sie im Falle eines Umzuges bedenken sollten. Holzplatten hingegen sind empfindlich, sorgen aber für ein natürliches und nachhaltiges Ambiente. Pflegeleicht und günstig sind Arbeitsflächen aus Schicht- und Laminatstoffen. In modernen Küchen finden Sie auch Arbeitsflächen aus Glas oder Edelstahl. Während Glas äußerst beständig ist, sieht man auf Arbeitsflächen aus Edelstahl nach einiger Zeit häufig Schnittspuren und Kratzer.
Fliesen oder Blenden: Welche Küchenrückwand ist empfehlenswert?
Die Verkleidung der Küchenrückwand hat erheblichen Einfluss auf die Wirkung einer Küche. Ob Fliesen, Glas, Spiegel, Edelstahl oder Holz – entscheiden Sie sich für ein Material und ein Design, das zum Einrichtungsstil Ihrer Küche passt. In jedem Fall muss es leicht abzuwischen sein, denn beim Kochen und Spülen bleibt die Küchenrückwand nicht immer sauber.
Fliesen eignen sich im Prinzip für jede Küche und haben den großen Vorteil, robust und pflegeleicht zu sein. Ebenso beständig ist Edelstahl. Glas und Spiegel passen hervorragend in moderne und minimalistische Küchen, sie sind allerdings empfindlicher: Auf diesen Materialien sehen Sie jeden Spritzer.
Blenden werden in der Küche verwendet, um Löcher und/oder weniger ansprechende Stellen zu verdecken. Sie sollten zum Stil und Material Ihrer Küche passen und fallen im Idealfall möglichst wenig auf.
Wie können Sie Stauraum schaffen?
Regale, Schubladen, Schränke – von diesen Küchenmöbeln kann es eigentlich nicht genug geben. Überlegen Sie vor dem Kauf Ihrer Küche genau, wie viel Platz Sie für Lebensmittel, Geschirr, Küchenkleingeräte und Putzutensilien benötigen. Nutzen Sie jede Ecke und jeden Winkel aus: Besonders gut gelingt Ihnen das mit einer speziell auf Sie zugeschnittenen Einbauküche mit passenden Küchenmöbeln. Unterbringungsmöglichkeiten schaffen Sie zum Beispiel mit
Sockelschubladen unter den Unterschränken,
Wandschienen zum Aufhängen von Kochutensilien,
Regalfächern in den Innenseiten der Schranktüren,
Taschentüren,
Küchenkarussells oder
Eckschubladen.
Wer kann, der plant eine Speis ein: Dieser kleine, etwas nostalgisch anmutende Raum ist ein echter Luxus, denn er bietet mehr Verstauraum als ein einzelner Vorratsschrank.
Welche smarten Küchengeräte gibt es?
Vernetzung und künstliche Intelligenz machen auch vor Haushalts- und Küchengeräten nicht Halt und Smart Home ist auf dem Vormarsch. Smart- & Eco-Küchen gehören zu den ganz großen Trends: Geschirrspülmaschine berechnen den Verschmutzungsgrad und die Lademenge mithilfe von Sensoren und setzen dann die entsprechende Menge an Spülmittel ein. Sie lassen sich selbstverständlich per App steuern, genauso wie das Backrohr und das Kochfeld. So erstellt der Kühlschrank Ihre Einkaufsliste, das Backrohr heizt sich selbst vor und Ihr Lieblingskaffee wartet am Morgen bereits fertig gebrüht auf Sie.
Was kostet eine Küche?
Eine neue Küche in Österreich kostet im Durchschnitt zwischen 2.000 und 30.000 Euro. Hochwertige Materialien und Marken-Einbaugeräte treiben den Preis von Küchen nach oben.
* Preise sind Richtwerte zur Orientierung.
Achten Sie beim Vergleich von Offerten darauf, ob die Lieferung und Montage bereits inkludiert ist.
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