Badewanne einbauen lassen: Kosten, Ablauf & Nachrüstung
Nur die wenigsten Menschen, die genügend Platz haben, wollen auf den Luxus einer Badewanne verzichten. Für den Einbau einer Badewanne kann entweder ein Badewannenträger oder ein Fußgestell verwendet werden. Wir sagen Ihnen, was Sie bei einer Einbau einer Badewanne beachten müssen, und beschreiben Ihnen den jeweiligen Einbau.
Wann sich das Einbauen oder Nachrüsten einer Badewanne lohnt
Der Einbau oder die Nachrüstung einer Badewanne lohnt sich, wenn genügend Platz vorhanden ist und die Wanne regelmäßig genutzt wird. Sie kann insbesondere für Familien mit kleinen Kindern oder für alle, die gerne ein entspannendes Vollbad nehmen, einen Mehrwert bieten. In kleinen Badezimmern kann eine Dusche die praktischere Lösung sein, wenn eine Badewanne zu viel Platz einnimmt. Entscheidend sind die Raumgröße, die baulichen Gegebenheiten, die gewünschte Nutzung und das verfügbare Budget.
Die baulichen Voraussetzungen für die Nachrüstung einer Badewanne sind:
Platzangebot: Die Wanne sollte ausreichend Bewegungsfläche im Bad lassen.
Wasser- und Abwasseranschlüsse: Die vorhandenen Leitungen können den Einbau beeinflussen.
Untergrund: Bei bestimmten Wannen und Einbausituationen muss die Tragfähigkeit geprüft werden.
Umbauaufwand: Je nach Ausgangssituation können zusätzliche Arbeiten an Leitungen, Boden oder Fliesen notwendig sein.
Was kostet der Einbau einer Badewanne?
Für eine einfache Badewanne beginnen die Preise bei etwa 200 Euro. Dazu kommen je nach Ausführung beispielsweise Armatur, Siphon, Wannenträger oder Wannenfüße sowie weiteres Montagematerial.
Für den Einbau können Sie grob mit 250 bis 500 Euro Handwerkerkosten rechnen. Voraussetzung ist, dass die vorhandenen Anschlüsse bereits passend liegen. Müssen Leitungen verlegt, Fliesen angepasst oder die Wanne verkleidet werden, steigen die Kosten entsprechend.
Preisbeispiele für verschiedene Wannentypen
Wie teuer eine Badewanne ist, hängt in erster Linie von ihrer Form und ihrem Material ab. Klassischerweise ist eine Badewanne rechteckig. Das bedeutet jedoch nicht, dass keine anderen Ausführungen möglich sind. Diese schlagen sich allerdings auch im Preis nieder: Wollen Sie beispielsweise eine Eckbadewanne einbauen, müssen Sie mit Kosten ab etwa 200 Euro für die Anschaffung rechnen. Eine ovale Wanne ist ab 300 Euro erhältlich, bei einer Rundwanne sollten Sie mit mindestens 700 Euro rechnen.
Abhängig vom Material können Sie bei einer Badewanne etwa folgende Kosten erwarten:
* Preise sind Durchschnittswerte zur Orientierung. Stand: 18.09.2026
Welche Zusatzkosten können entstehen?
Neben Wanne und Montage können weitere Kosten anfallen, insbesondere wenn das Bad an die neue Wanne angepasst werden muss. Dazu gehören:
Verlegen oder Anpassen von Wasser- und Abwasserleitungen
Fliesenarbeiten und Anpassungen am Boden
Verkleidung der Badewanne
Demontage und Entsorgung einer vorhandenen Wanne
zusätzlich benötigte Armaturen und Einbauteile
Je nach Umfang der Arbeiten kann eine Nachrüstung oder ein Austausch deutlich teurer werden als ein einfacher Neueinbau mit bereits passenden Anschlüssen.
Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie für einen barrierefreien oder altersgerechten Badumbau Förderungen erhalten. Finanzielle Unterstützung gibt es beispielsweise über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder je nach Region über weitere Förderprogramme. Ob eine Förderung infrage kommt, hängt unter anderem von der geplanten Maßnahme und den aktuellen Förderbedingungen ab. Informieren Sie sich deshalb vor Beginn der Arbeiten über die geltenden Voraussetzungen.
So läuft der professionelle Wanneneinbau ab
Ein professioneller Wanneneinbau umfasst mehrere Schritte: von der Planung über den Ausbau der alten Wanne bis hin zur Abdichtung und den abschließenden Feinarbeiten.
Besichtigung und Planung: Der Fachbetrieb prüft den Grundriss, die Wasser- und Abwasseranschlüsse sowie den Untergrund. Dabei wird auch entschieden, ob sich Wannenträger oder Wannenfüße besser eignen. Ein Wannenträger sorgt für eine stabile Konstruktion und lässt sich schnell montieren, benötigt aber einen ebenen Untergrund. Wannenfüße können dagegen ausgerichtet werden und eignen sich auch bei leichten Unebenheiten, sofern der Boden ausreichend tragfähig ist.
Ausbau und Vorbereitung: Wenn eine Badewanne vorhanden ist, muss diese ausgebaut werden. Anschließend werden der Untergrund und die Anschlüsse für die neue Wanne vorbereitet und angepasst.
Montage der Wanne: Je nach gewählter Unterkonstruktion wird der Wannenträger aufgestellt oder das Fußgestell an der Wanne befestigt. Anschließend wird die Wanne eingesetzt, ausgerichtet und fixiert.
Anschlüsse und Armaturen: Nun werden Abfluss, Überlauf und Armaturen montiert und an die vorhandenen Wasser- und Abwasserleitungen angeschlossen.
Abdichtung und Feinarbeiten: Zum Abschluss werden die Anschlüsse auf Dichtigkeit geprüft und die Wanne fachgerecht abgedichtet. Je nach Konstruktion folgen die Verkleidung und das Verlegen der Fliesen.
Da eine Badewanne beim Einbau mehrfach bewegt und ausgerichtet werden muss, sollte die Montage von zwei Personen durchgeführt werden.
Wie lange dauert der Einbau einer Badewanne?
Für den reinen Austausch einer vorhandenen Badewanne sollten Sie circa 3 bis 5 Stunden einplanen. Müssen Wasser- oder Abwasseranschlüsse angepasst, Fliesen erneuert oder weitere Arbeiten durchgeführt werden, kann sich der Einbau auf einen bis zwei Arbeitstage verlängern.
Alternative Möglichkeiten zur klassischen Badewanne
Neben der klassischen Einbauwanne gibt es verschiedene Alternativen – je nachdem, ob Sie Platz sparen, komfortabler duschen oder mehr Wellness wünschen.
Freistehende oder halb freistehende Wannen setzen besondere gestalterische Akzente. Für kleinere Bäder eignen sich Raumspar- oder Sitzbadewannen. Eine Dusch-Badewannen-Kombination verbindet Baden und Duschen, während eine Whirlpoolwanne zusätzlichen Wellnesskomfort bietet, aber mehr Platz und Pflege erfordert.
Wird die Badewanne nur selten genutzt, ist eine bodengleiche Walk-in-Dusche häufig die praktischere Lösung. Mit Sitzbank, Handbrause und Kopfbrause lässt sie sich komfortabel und altersgerecht gestalten. Eine Dampfdusche oder großzügige Regendusche kann zusätzlich für ein Wellnessgefühl sorgen.
Für gelegentliches Baden kommen auch mobile Falt- oder Sitzbadewannen infrage. Sie lassen sich bei Bedarf aufstellen und anschließend verstauen, sind aber weniger komfortabel als eine fest installierte Wanne.
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Häufig gestellte Fragen
Kann man eine Badewanne selbst einbauen?
Grundsätzlich können Sie eine Badewanne selbst einbauen, sofern Sie über das nötige handwerkliche Geschick verfügen und die Anschlüsse sowie der Untergrund passen. Wenn jedoch neue Leitungen verlegt werden müssen, eine neue Abdichtung erforderlich ist oder die Wanne besonders schwer ist, sollten Sie zwingend einen Fachbetrieb beauftragen. Denn Undichtigkeiten können teure Schäden verursachen.
Kann man nachträglich eine Badewanne einbauen?
Ja, eine Badewanne lässt sich meist nachträglich einbauen, wenn ausreichend Platz vorhanden ist und Wasser- sowie Abwasseranschlüsse angepasst werden können.
Wie teuer ist es, eine neue Badewanne einbauen zu lassen?
Eine neue Badewanne kostet ab etwa 200 Euro, dazu kommen meist 250 bis 500 Euro für den Einbau, sofern die Anschlüsse bereits passen. Müssen Leitungen, Fliesen oder die Verkleidung angepasst werden, können die Gesamtkosten entsprechend deutlich höher ausfallen.
Was kostet der nachträgliche Einbau einer Badewanne?
Der nachträgliche Einbau oder Austausch einer Badewanne kostet insgesamt zwischen 600 und 4.500 Euro. Der endgültige Preis hängt davon ab, wie aufwendig die Arbeiten sind. Bei einem Austausch müssen häufig zusätzliche Bodenverlegearbeiten einkalkuliert werden.