Den Hublift für den Transport mit Rollstuhl und Rollator nutzen
Der Hublift transportiert Personen im Rollstuhl oder mit Gehhilfe über geringe Höhen von bis zu drei Metern. Er fährt senkrecht wie ein kleiner Aufzug und kann unabhängig vom Stiegenverlauf installiert werden. Einfache Modelle sind ab 8.000 Euro erhältlich. Erfahren Sie, wie ein Hublift funktioniert, welche Varianten es gibt und was sie kosten.
Was ist ein Hublift?
Ein Hublift, auch Hebelift oder Hebebühne genannt, ist ein kleiner Aufzug ohne Schacht, der Sie samt Rollstuhl oder Gehhilfe befördert. Es handelt sich um einen vertikalen Rollstuhllift für geringe Höhenunterschiede bis zu 3 m. Hublifte fahren maximal 0,15 m/s und können je nach Modell bis zu 360 kg tragen.
Wie funktioniert ein Hublift?
Ein Hublift besteht aus einem elektrischen Antrieb, der eine Plattform senkrecht hoch und runter fährt.
Sie können mitsamt Rollstuhl oder Rollator auf die Plattform fahren und diese selbstständig per Knopfdruck bedienen.
Während der kurzen Fahrt sorgen Sicherheitsbügel, Seitenwände oder Rampen für einen sicheren Stand.
Oben angekommen, können Sie die Plattform sicher über den Ausstieg verlassen.
Für den Betrieb ist ein 230-Volt-Anschluss erforderlich.
Meist wird ein Hublift für einen Rollstuhl als platzsparende Alternative zum Treppenlift im Eingangsbereich oder zur Überwindung niedriger Absätze bis zu einer Etage genutzt. Er eignet sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich.
Was ist der Unterschied zwischen Hublift, Plattformlift und Treppenlift?
Ein Hublift bewegt eine Plattform mitsamt dem Rollstuhl oder Rollator senkrecht nach oben und überwindet geringe Höhenunterschiede ohne Stiege. Ein Plattformlift fährt die Plattform dagegen entlang der Stiege auf einer Schiene. Er kann mehrere Stockwerke entlanggehen. Dagegen besteht ein klassischer Treppenlift meist aus einem Sitz, der die Treppe hinauf- oder hinabfährt. Einen Rollstuhl oder Rollator können Sie dabei nicht mitnehmen.
Treppenlift wird aber auch als Oberbegriff für viele Arten von Liftsystemen verwendet – egal ob Sie einen Sitzlift, Stehlift oder Rollstuhllift meinen.
Was kostet ein Hublift?
Die Hublift-Kosten beginnen bei 8.000 Euro für einfache Modelle bis 1 Meter Förderhöhe. Ein Hublift mit Seitenwänden und einer Förderhöhe bis 1,80 m ist ab ca. 14.000 Euro erhältlich. Die Preise für einen Hublift mit Sonderausstattung, der eine Etage in einem Einfamilienhaus überwindet, liegen bei ca. 20.000 Euro.
Zu den Kosten für den Treppenlift kommen noch ca. 300 Euro für die jährliche Wartung hinzu. Die Treppenlift-Montage ist dagegen bei vielen Anbietern inklusive.
Preisfaktoren für Hublift-Kosten
Förderhöhe: Je größer die zu überwindende Förderhöhe ist, desto mehr kostet die Konstruktion des Hublifts. Es gibt Modelle mit Förderhöhen zwischen 80 und 300 cm.
Plattformgröße: Größere Plattformen erhöhen die Hublift-Kosten. Die Maße für Hublifte liegen häufig zwischen 900×1400 und 1100×1600 mm, je nach Anbieter kann es aber Abweichungen geben.
Einsatzort: Hublifte für außen kosten oft etwas mehr, da sie witterungsbeständig sein müssen und spezielle Beschichtungen sowie Materialien erfordern.
Tragfähigkeit: Höhere Traglasten erfordern verstärkte Bauteile und Antriebe, was den Preis erhöht. Standardmodelle tragen ca. 200 bis 360 kg, während Sonderausführungen auch schwere Elektrorollstühle mit bis zu 500 kg tragen können.
Ausstattung und Design: Mit einer Sonderausstattung wie beispielsweise einer besonderen Optik, Verglasung, einem Notrufmodul oder einem Notstromakku steigen die Hublift-Preise.
Fundament: Wenn eine Grube für einen ebenerdigen Zugang zum Hublift erforderlich ist, entstehen zusätzliche Baukosten. Eine ausklappbare Rampe ist eine günstigere Alternative.
Kostenbeispiele für verschiedene Hublifte
* Hublift-Preise sind Durchschnittswerte und dienen der Orientierung.
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Mit gebrauchtem Hublift Kosten sparen
Sie können mit einem gebrauchten Hublift 10 bis 50 Prozent der Kosten sparen. Viele Treppenlift-Anbieter verkaufen geprüfte und gewartete Gebrauchtgeräte. Meist sind der Einbau des Treppenlifts sowie eine Vorab-Beratung inklusive. Wenn Sie einen gebrauchten Treppenlift privat kaufen, tragen Sie dagegen das Risiko, da Wartung und Montage nicht übernommen werden.
Benötigen Sie nur vorübergehend Hilfe bei der Überwindung von Treppen, kann sich eine Treppenlift-Miete lohnen. In der Regel zahlen Sie einmalig etwa die Hälfte des Kaufpreises sowie eine monatliche Miete zwischen 100 und 300 Euro, je nach Laufzeit, Modell und Anbieter.
Welche Förderungen gibt es für Hublifte?
Der Einbau eines Hublifts wird in Österreich von mehreren Stellen bezuschusst, um Ihnen einen barrierefreien Alltag zu erleichtern. Je nach Wohnort und individueller Situation können Sie verschiedene Treppenlift-Förderungen erhalten:
Wohnbauförderung der Bundesländer: Jedes Bundesland hat eigene Fördertöpfe für barrierefreies Umbauen.
Sozialministeriumservice (SMS): Unterstützt gezielt Menschen mit Behinderung.
Sozialversicherungen: Die Pensionsversicherung (PV) oder Unfallversicherung (AUVA) greifen nach Arbeitsunfällen ein, oder um Pflegeheimaufenthalte zu verhindern.
Gemeinden & Stiftungen: Bieten oft ergänzende Zuschüsse (z. B. in Notlagen).
Als außergewöhnliche Belastung lassen sich Ihre selbst gezahlten Kosten für den Treppenlift auch steuerlich absetzen.
Eigenschaften und Vorteile eines Hebelifts
Für jeden Rollstuhl geeignet: Auch schwere Elektrorollstühle und andere schwere Lasten können problemlos befördert werden.
Einfacher Einstieg: Hublifte gibt es mit ebenerdiger Zufahrt oder mit einer flachen Auffahrrampe und je nach Modell können sie von mehreren Seiten befahrbar sein.
Sichere Fahrt: Zur Ausstattung gehören ein stabiles Haltegeländer, ausklappbare Sicherheitsbügel und ein Antirutschbelag.
Leichte Bedienung: Hebelifte für behinderte Menschen können über eine Totmannsteuerung, eine Fernbedienung oder ein Bedienpult am Geländer selbstständig bedient werden.
Platzsparend: Im Vergleich zu einer Rampe benötigt ein Hublift weniger Platz und ist auch als Treppenlift im Mietshaus geeignet, da er die Stiege frei lässt.
Nachträglicher Einbau: Die Montage ist unabhängig von der Stiege und auch nachträglich möglich.
Wie wird ein Hublift montiert?
Für die Montage eines Hub- oder Hebelifts benötigen Sie einen ebenen, stabilen Untergrund – idealerweise aus Beton. Um die Hebebühne ebenerdig befahrbar zu machen, ist eine Fundamentaussparung von einigen Zentimetern nötig. Außerdem benötigen Sie eine 230-Volt-Steckdose für die Stromversorgung.
Größere Modelle werden zum Teil von einem Drehstrommotor angetrieben. Hebelifte und Hebebühnen können im Innen- und Außenbereich installiert werden. Der Einbau eines Hublifts ist in der Regel in wenigen Stunden erledigt.
Hublift außen montieren – Schutz vor Vandalismus und Witterung
Wenn Sie einen Treppenlift außen montieren, sollten Sie ihn vor Vandalismus und Witterungseinflüssen schützen. Beim Hublift eignet sich dafür eine feste Ummantelung oder ein geschlossener Fahrkorb.
Darüber hinaus muss der Hublift wetterfest sein. Am besten eignen sich hierfür feuerverzinkter Stahl oder elektropolierter Edelstahl, da diese Materialien nicht rosten.
Wartung von Hebeliften und Hebebühnen
Um die Sicherheit und Fahrtüchtigkeit eines Hublifts zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Wartung erforderlich. Viele Anbieter empfehlen eine jährliche Wartung. Je nach Bauart und Nutzungsintensität können jedoch auch Intervalle von 6 bis 36 Monaten angemessen sein. Die genauen Vorgaben sind im Betriebsblatt des Herstellers sowie in den jeweiligen Bau- und Aufzugsordnungen der Bundesländer zu finden.
Da die Wartung nur durch befugte Fachbetriebe erfolgen darf, ist der Abschluss eines Wartungsvertrags mit Ihrer Fachfirma eine kluge Investition. Im Rahmen einer typischen Wartung werden die mechanischen Komponenten geschmiert, die elektrische Steuerung geprüft und eventuelle Betriebsstörungen behoben. Auf diese Weise können Sie die Lebensdauer Ihres Hublifts verlängern und teure Reparaturen vermeiden. Dokumentieren Sie jede Wartung, um einen lückenlosen Versicherungsschutz zu gewährleisten.
Varianten und Alternativen für Hublifte
Mobile Hublifte für Behinderte
Hebelifte und Hebebühnen sind ebenfalls als mobile Modelle erhältlich. Sie lassen sich mithilfe von Rollen und Griffen flexibel transportieren.
Lifttreppen
Lifttreppen sind Hublifte, die sich auf Knopfdruck von einer herkömmlichen Stiege in eine Hubbühne verwandeln. Nach der Nutzung als Lift nehmen sie wieder ihre ursprüngliche Stiegenform ein. Sie sind platzsparend und können Höhenunterschiede von bis zu 1,25 Metern überwinden.
Die Stufen der Lifttreppe können aus verschiedenen Holzarten, Metall oder Glas gefertigt werden.
Der Handlauf lässt sich an individuelle Wünsche anpassen.
Die Bedienung ist durch eine Fernsteuerung möglich.
Eine Sperreinrichtung an der oberen Zugangsebene schließt automatisch, wenn die Stiege nach unten fährt.
Für den Betrieb ist ein normaler Stromanschluss mit 230 Volt nötig.
Die Tragkraft liegt bei maximal 175 kg.
Mögliche Alternativen für Rollstuhlfahrer:innen
Eine Treppenraupe als mobile Alternative zum Treppenlift nutzen
Senkrechtlifte in Leichtbauweise für mehr Mobilität zu Hause
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Häufig gestellte Fragen
Für wen ist ein Hublift geeignet?
Ein Hublift ist für Personen geeignet, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind und geringe Höhenunterschiede bis zu einem Stockwerk überwinden möchten. Ein Hublift kann sowohl im Einfamilienhaus als auch in öffentlichen Gebäuden eingebaut werden.
Welche Kosten sind bei einem Hublift zu erwarten?
Hublifte mit einer Förderhöhe bis 180 cm kosten zwischen 8.000 und 15.000 Euro, ab einer Förderhöhe von 180 cm sollten Sie mit Kosten zwischen 15.000 und 20.000 Euro rechnen. Hinzu kommen laufende Kosten von ca. 200 bis 300 Euro pro Jahr für die Wartung.
Kann ein Hublift auch im Außenbereich installiert werden?
Ja, Hublifte können auch im Außenbereich installiert werden, wenn es sich um spezielle Modelle aus wetterfesten Materialien handelt, die für die Nutzung im Freien konzipiert sind.