Die aktuelle Preisentwicklung von Solaranlagen
Die Kosten für PV-Anlagen sinken kontinuierlich. Aufgrund neuer Technologien und der Massenproduktion für PV-Module und Batteriespeicher sind nicht nur die Kosten für Solaranlagen in den letzten 10 Jahren gesunken, sondern auch die Leistung hat sich stark verbessert. Parallel dazu steigen die Energiekosten jährlich, wodurch die Investition in eine eigene PV-Anlage für Private weiterhin äußerst attraktiv bleibt.
Die reinen Anlagen- und Materialkosten (Netto) sind Anfang 2026 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Da jedoch der Nullsteuersatz (0 Prozent Mehrwertsteuer) für PV-Anlagen im März 2025 ausgelaufen ist, müssen aktuell wieder 20 Prozent Umsatzsteuer hinzugerechnet werden.
Mit Beginn Jänner 2026 sind die Nettopreise für komplette PV-Anlagen in Österreich gegenüber 2025 leicht gesunken und liegen aktuell netto bei durchschnittlich 1.200 bis 1.400 Euro pro kWp (ohne Batteriespeicher, schlüsselfertig). Dazu kommen noch 20 Prozent Umsatzsteuer.
Förderungen reduzieren den Preis: Durch die Rückkehr der EAG-Investitionszuschüsse (Fördercalls) können sich Anlagenbesitzende 2026 wieder einen erheblichen Teil der Investitionskosten zurückholen.
Die Preise für PV-Module sind Anfang 2026 gefallen. Bei Komplettanlagen im Großhandel liegen sie bei etwa 0,14 bis 0,20 Euro pro Wp. Endkunden zahlen je nach Modulqualität 0,20 bis 0,25 Euro pro Wp für Standardmodule.
Batteriespeicher kosten Anfang 2026 spürbar weniger als im Vorjahr. Für einen kompletten Speicher inkl. Installation rechnen Sie mit etwa 700 bis 1.000 Euro pro kWh Speicherkapazität (reine Hardware: ca. 440 bis 600 Euro pro kWh).
Wechselrichter-Preise (Inverter) liegen Anfang 2026 in Österreich bei rund 150 bis 180 Euro pro kWp für Standard-String-Wechselrichter.
Aktuelle Preisentwicklung von Photovoltaik-Anlagen bis 2025
Seit der Markteinführung von Sonnenstromanlagen sind die Preise für Solaranlagen kontinuierlich gesunken. So lag der Preis pro kWp im Jahr 2016 in Österreich noch bei rund 2.000 Euro. Anfang 2026 liegt der durchschnittliche Preis bei etwa 1.200 bis 1.400 Euro pro kWp netto (ohne Batteriespeicher, schlüsselfertig). Somit sind die Kosten innerhalb von nur 10 Jahren um über 30 Prozent gesunken. Eine Investition in Sonnenstrom lohnt sich also weiterhin.
Die Gründe für den starken Preisverfall in den Jahren 2024/2025:
Rekordhafte Modulimporte führten auch in Österreich zu Lagerüberhängen und Abverkaufspreisen.
Gleichzeitig sanken die Produktionskosten für Polysilizium, während sich die Lieferketten nach Europa normalisierten.
Preisentwicklung von PV-Anlagen
Für eine typische 10-kWp-Anlage zeigen die folgenden österreichischen Richtwerte, wie stark die Investitionskosten in den letzten Jahren gesunken sind. Anfang 2026 liegen die durchschnittlichen Anlagenkosten bei etwa 13.000 Euro netto für eine 10-kWp-Anlage (ohne Batteriespeicher, schlüsselfertig installiert).
* Angaben sind Durchschnittspreise (Netto) für den österreichischen Markt (ohne Batteriespeicher, schlüsselfertig installiert beim Professionisten).
In den Jahren 2024 und bis März 2025 galt in Österreich der sogenannte Nullsteuersatz (0 Prozent USt.) auf die Lieferung und Installation von PV-Anlagen bis 35 kWp. Die in der Tabelle genannten Preise entsprachen in diesem Zeitraum also den Bruttopreisen für Endkunden. Seit April 2025 fällt regulär wieder die 20-prozentige Umsatzsteuer an. Daher müssen Sie für 2026 auf die reinen Nettopreise noch 20 Prozent MwSt. aufschlagen (Bruttopreis für 10 kWp: ca. 15.600 Euro). Derzeit gibt es jedoch wieder starke politische Bestrebungen und Branchenforderungen, den Nullsteuersatz in Österreich erneut einzuführen. Achten Sie bei Offerten von Professionisten daher genau darauf, ob Preise netto oder brutto ausgewiesen sind.
Preisentwicklung von PV-Modulen bis 2026
Der Preis von Solarmodulen wird pro Watt Peak (Wp) angegeben. Seit der Markteinführung der ersten Photovoltaik-Module sind die Kosten pro Wp um über 90 Prozent gesunken. In den letzten 10 Jahren ging der Preis von etwa 0,60 Euro pro Wp auf zuletzt rund 0,14 bis 0,25 Euro pro Wp zurück, je nachdem, ob Sie Großhandelspreise oder Endkundenpreise betrachten.
Wichtig: Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen:
Großhandelspreisen (Palettenware, größere Abnahmemengen): ca. 0,14 bis 0,20 Euro pro Wp
Endkundenpreisen (einzelne Module oder bei Komplettanlagen): ca. 0,20 bis 0,25 Euro pro Wp für Standardmodule, Premiummodule können bei 0,30 bis 0,35 Euro pro Wp liegen
Die Gründe:
Massenproduktion & Skaleneffekte (insbesondere in China)
Technologische Fortschritte (höhere Wirkungsgrade, dünnere Wafer)
Starker Wettbewerb auf dem Weltmarkt
Preisentwicklung von PV-Modulen
Die folgende Tabelle zeigt die Preisentwicklung für die reinen PV-Module einer typischen 10-kWp-Anlage in Österreich (Endkundenpreise beim Installateur):
* Angaben sind Richtwerte für den österreichischen Markt. Die Werte für 2026 zeigen Palettenpreise/Großhandel (0,14–0,20 €/Wp für Standard-Glas-Folie-Module). Premiummodule (höherer Wirkungsgrad, längere Garantie) kosten 0,20–0,27 €/Wp. Quelle: Solavia Procure – EU-Handelsströme-Analyse (November 2025), Solaranlagen-Portal.com, Infina.at
Preisentwicklung von Batteriespeichern bis 2026
Batteriespeicher für PV-Anlagen werden in der Regel nach ihrer nutzbaren Kapazität (kWh) berechnet. Die Preise sind in den letzten Jahren stark gesunken, vor allem durch technologische Fortschritte bei Lithium-Ionen-Akkus und durch Skaleneffekte in der Produktion.
Wichtig: Bei Batteriespeichern muss zwischen reinen Hardware-Kosten und Komplett-Systempreisen unterschieden werden:
Reine Hardware (nur das Speichergerät): ca. 440 bis 600 Euro pro kWh
Komplettpreis (inkl. Installation, Elektrik, Konfiguration): ca. 700 bis 1.000 Euro pro kWh
Preisentwicklung von Batteriespeichern bis 2026
Für einen 10-kWh-Speicher inkl. Installation zahlen Sie in Österreich aktuell etwa 7.000 bis 9.000 Euro, wobei die Preise stark vom gewünschten Funktionsumfang (z. B. Notstromfunktion) und dem Installationsaufwand durch den Professionisten abhängen. Die folgende Tabelle zeigt die offizielle Preisentwicklung für schlüsselfertige PV-Speichersysteme in Österreich:
* Angaben sind Richtwerte zur Orientierung für den österreichischen Markt. Die Werte von 2021 bis 2024 sind offiziell erhobene Endkunden-Systempreise (schlüsselfertig) laut FH Technikum Wien. Die Werte für 2025 und 2026 sind aktuelle Marktrichtwerte für komplette Speichersysteme inkl. Installation. Reine Hardware-Kosten (ohne Installation) liegen 2026 bei ca. 440 - 600 €/kWh. Quellen: FH Technikum Wien (nachhaltigwirtschaften.at), Energie-Experten.org, Solaranlagen-Portal.com
Preisentwicklung von Invertern und weiteren Komponenten in Österreich
Die Kosten für einen Inverter (Wechselrichter) machen durchschnittlich 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises einer PV-Anlage aus. Auch bei dieser Schlüsselkomponente sind die Preise in den letzten Jahren – mit Ausnahme einer kurzen Spitze während der Lieferkettenkrise 2021/2022 – stark gesunken. Einen vorläufigen Tiefstwert gab es 2020, bevor die Pandemie und Inflation zu Verteuerungen führten.
Aktuell hat sich der Markt massiv entspannt: Anfang 2026 zahlen Sie für einen gängigen String-Inverter in Österreich im Durchschnitt etwa 150 bis 180 Euro pro kWp (bei einer 10-kWp-Anlage). Vor zehn Jahren lagen die Kosten noch bei rund 250 Euro pro kWp.
Preisentwicklung von Invertern bis 2026
Die folgende Tabelle zeigt die Preisentwicklung für den Inverter einer typischen 10-kWp-Anlage basierend auf realen österreichischen Endkunden-Offerten (inkl. Marge des Professionisten, exkl. Installation):
* Angaben sind Richtwerte zur Orientierung für den österreichischen Markt. Es handelt sich um durchschnittliche Endkundenpreise für Standard-String-Inverter über den heimischen Fachhandel (exkl. Installation). Hybrid-Wechselrichter (mit Batterieanbindung) kosten ca. 20–30 % mehr. Quellen: Energie-Experten.org, Verhandelt.at, Solarenergie.at (Stand: Februar 2026).
Für einen Wechselrichtertausch nach 12 bis 15 Jahren sollten Sie in Österreich mit Kosten von ca. 1.500 bis 2.500 Euro für Standard-Wechselrichter rechnen, bei Hybrid-Wechselrichtern mit Batterieanbindung entsprechend höher.
Prognose für 2026: Wie werden sich die Preise für Sonnenstrom entwickeln?
2026 ist in Österreich mit moderat sinkenden bis stagnierenden Anlagenpreisen zu rechnen. Während PV-Module auf Großhandelsebene noch leicht günstiger werden könnten (Tiefstpreise bei 0,14 Euro pro Wp), liegt der zentrale Kostenschlüssel zunehmend bei Montage, Dachtragwerk-Unterkonstruktion und Elektrik. Diese Positionen machen mittlerweile 40 bis 50 Prozent der Gesamtkosten aus (vor 10 Jahren waren es noch 25 bis 30 Prozent).
Solaranlagen-Trends für Österreich 2026:
Größere Hebel bei Installation: Das Einsparpotenzial verlagert sich von den PV-Modulen zur Installation. Optimierte Montagesysteme, z. B. leichtere Unterkonstruktionen für heimische Schneelasten oder schnellere Verlegesysteme können 5 bis 10 Prozent der Gesamtkosten einsparen. Professionisten mit effizienten Prozessen sind deutlich günstiger.
Techniktrend N-Typ-Module: N-Typ-Zellen (z. B. TOPCon, HJT) erreichen Wirkungsgrade von 21 bis 23 Prozent (vs. 19 bis 20 Prozent bei klassischen PERC-Modulen). Das bedeutet: Bei gleicher Dachfläche mehr Leistung, dadurch sinken die relativen Kosten pro kWp um 10 bis 15 Prozent. Diese Module werden 2026 zunehmend Standard.
Batteriespeicher-Sättigung: Die Hardware-Preise für Speicher sind 2025/2026 auf einem historischen Tief (440 bis 600 Euro pro kWh und werden kaum weiter sinken. Der Fokus liegt nun auf smarter Integration wie dynamische Tarife und Eigenverbrauchsoptimierung.
Modulpreise am Tiefpunkt: Großhandelspreise für Standard-Module liegen bei 0,14 bis 0,20 Euro pro Wp und dürften 2026/2027 nicht weiter sinken, teilweise wird sogar mit leichten Anstiegen gerechnet, wenn europäische Hersteller wieder wettbewerbsfähiger werden.
Welche Faktoren beeinflussen die Preisentwicklung für PV-Anlagen?
Steuern und politische Rahmenbedingungen: Die Umsatzsteuerbefreiung (0 Prozent MwSt.) für PV-Anlagen ist Ende März 2025 ausgelaufen. Aktuell (2026) fällt daher wieder die reguläre Umsatzsteuer von 20 Prozent an, was den finalen Rechnungsbetrag erhöht. Es gibt jedoch laufende Diskussionen über eine mögliche Verlängerung oder Wiedereinführung des Nullsteuersatzes.
EAG-Förderungen: Als Ausgleich für die zurückgekehrte Umsatzsteuer sind 2026 die Investitionszuschüsse über die EAG-Abwicklungsstelle wieder das primäre Förderinstrument. Wer 2026 baut, bezahlt zunächst den Bruttopreis, holt sich aber über die Fördercalls einen fixen Betrag pro kWp zurück.
Gesetzliche Rahmenbedingungen: Vorgaben aus dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) stärken den Markt für erneuerbare Energien und treiben den PV-Ausbau österreichweit voran.
Technologische Fortschritte: Verbesserte Fertigung und Skaleneffekte (v. a. in China) drücken weltweit die Produktionskosten. N-Typ-Module (höhere Wirkungsgrade) werden zunehmend Standard.
Rohstoffpreise: Gesunkene Preise für Polysilizium (Modul-Rohstoff) und Lithium (Batterien) haben 2024/2025 die Komponentenpreise stark gesenkt.
Marktdynamik: Rekordimporte aus China führten 2024/2025 zu Lagerüberhängen und Preisdruck. 2026 stabilisieren sich die Preise.
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Häufig gestellte Fragen
Werden PV-Anlagen 2026 günstiger?
Betrachten Sie die reinen Material- und Installationskosten (Netto), sind die Preise 2026 leicht gesunken oder stagnieren auf einem niedrigen Niveau (ca. 1.200 bis 1.400 Euro netto pro kWp). Da jedoch seit April 2025 wieder 20 Prozent Umsatzsteuer auf PV-Anlagen erhoben werden, fällt der finale Rechnungsbetrag (Brutto) für Endkund:innen aktuell höher aus als noch Anfang 2025. Durch die EAG-Investitionsförderung wird dieser steuerliche Aufschlag jedoch teilweise wieder kompensiert.
Werden PV-Module im Jahr 2026 günstiger?
Großhandelspreise sinken weiter (aktuell 0,14 bis 0,20 Euro pro Wp. Endkundenpreise beim Installateur stagnieren bei 0,20 bis 0,25 Euro pro Wp, da Logistik, Marge und Kleinmengen-Aufschläge eine Untergrenze setzen. Der Preisrückgang fällt deutlich geringer aus als 2024/2025.
Werden Batteriespeicher 2026 günstiger?
Hardware-Preise (nur das Speichergerät) sind auf einem historischen Tief (440 bis 600 Euro pro kWh) und sinken kaum weiter. Komplettpreise inklusive Installation stagnieren bei 700 bis 1.000 Euro pro kWh, da Installations- und Personalkosten konstant bleiben. Der starke Preisrückgang von 2024/2025 ist weitgehend abgeschlossen.
Gilt der Nullsteuersatz für PV-Anlagen noch in Österreich?
Nein, die Umsatzsteuerbefreiung (0 Prozent MwSt.) für die Lieferung und Installation von PV-Anlagen bis 35 kWp ist mit 31. März 2025 ausgelaufen. Aktuell (2026) fällt daher wieder die reguläre Umsatzsteuer von 20 Prozent an.