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Batteriespeicher für PV-Anlagen - Funktion, Vorteile und Kosten

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Mit einem Batteriespeicher können Sie den Strom aus Ihrer PV-Anlage auch zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. So mache Sie sich unabhängiger von steigenden Strompreisen. Zudem erhöht ein Batteriespeicher die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage. Informieren Sie sich über die Funktionsweise und die verschiedenen Arten von Solarspeichern und Akkus.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Sonnenbeschienenes Hausdach mit moderner Photovoltaikanlage in einer idyllischen Wohngegend. Nachhaltige Energiegewinnung inmitten von grüner Natur.
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Wo soll der Solarspeicher installiert werden?

Was ist ein Batteriespeicher?

Ein Batteriespeicher dient zur Speicherung von überschüssiger Energie, die von PV-Modulen einer PV-Anlage erzeugt wird. So können Sie Ihren selbst erzeugten Sonnenstrom auch dann nutzen, wenn die Sonne nicht scheint.

Das bedeutet:

  • Wenn die Sonne scheint und die PV-Module mehr Energie produzieren, als gerade verbraucht wird, nimmt der Batteriespeicher diesen überschüssigen Strom auf.

  • Diese gespeicherte Energie steht dann zur Verfügung, wenn sie benötigt wird, wie beispielsweise nachts oder an bewölkten Tagen, wenn die PV-Module keinen oder nur wenig Strom erzeugen können.

  • Der Einsatz eines Batteriespeichers erhöht demnach den Eigenverbrauch an Solarstrom.

Wie funktioniert ein Batteriespeicher für PV-Anlagen?

Ein Batteriespeicher besteht aus einem Akku zur Energiespeicherung, einem Batteriemanagementsystem (BMS) zur Steuerung der Stromverbraucher im Haushalt und einer Ladereglung zur Überwachung des Ladevorgangs.

In Kombination mit der PV-Anlage arbeitet der Speicher mit einem Einspeise- und Bezugszähler sowie einem Umschalter und einem Laderegler zusammen. Ein intelligentes Energiemanagementsystem (EMS) regelt dabei den Stromfluss zwischen den PV-Modulen, der Batterie und dem Stromnetz.

Vereinfacht dargestellt, durchläuft der Solarstrom drei unterschiedliche Stufen:

  1. Der erzeugte Strom wird direkt genutzt: Scheint die Sonne, wird der Strom bei Bedarf direkt in die Hausleitungen überführt. Die Menge ist genau auf den Verbrauch der im Haus betriebenen Geräte abgestimmt.

  2. Der Strom fließt in die Batterie: Ist der Haushaltsbedarf abgedeckt und die Zellen produzieren weiterhin Strom, fließt die überschüssige Menge in den Batteriespeicher der PV-Anlage.

  3. Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist: Sobald die Maximalkapazität des Batteriespeichers erreicht ist, schaltet das System automatisch um und der übrige Strom wird ins Netz eingespeist.

Aufbau einer Solaranlage mit Stromspeicher
Funktionsweise eines Solarspeichers

Auf welche Technik setzen moderne Batteriespeicher?

Seit einigen Jahren haben Lithium-Ionen-Batterien die traditionellen Blei-Säure-Batterien als bevorzugte Technologie abgelöst. Besonders Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) haben sich durchgesetzt. Laut dem Forschungs- und Analysedienstleister Bloomberg NEF machten diese Batterien 2025 über 90 Prozent aller neu installierten Heimspeicher aus.

Lithium-Ionen-Akkus

Blei-Säure-Akkus

70 – 100 % nutzbare Kapazität

6.000 bis 10.000 volle Ladezyklen

Entladetiefe bis zu 98 %

bis zu über 20 Jahre Lebensdauer

50 – 60 % nutzbare Kapazität

1.500 bis 2.000 volle Ladezyklen

Entladetiefe bis zu 20 %

bis zu 10 Jahre Lebensdauer

Moderne Lithium-Ionen-Speicher (LFP-Speicher) übertreffen Blei-Säure-Batterien in allen relevanten Kennwerten deutlich.

  • Hohe Zyklenfestigkeit: Sie können 6.000 bis 10.000 Ladezyklen durchlaufen, bevor ihre Kapazität auf rund 80 Prozent abfällt.

  • Lange Lebensdauer: Sie halten im Schnitt 15 bis 25 Jahre.

  • Gute Effizienz: Sie haben eine Entladetiefe von bis zu 98 Prozent, was deutlich höher ist als bei Blei-Akkus.

Obwohl Blei-Säure-Batterien nach wie vor erhältlich sind, werden sie kaum noch verbaut.

Zwei große moderne Lithium-Ionen-Batterie Solarspeicher im Keller
Moderne Solarspeicher setzen auf Lithium-Ionen-Batterien.

Solaranlage auf Hausdach eines Einfamilienhauses.
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Welche Batteriespeicher-Typen gibt es?

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Speichersystemen für PV-Anlagen. Die einen werden auf der Wechselstromseite (AC) der Anlage angeschlossen. Die anderen auf der Gleichstromseite (DC).

AC-gekoppelte Batteriespeicher

Bei AC-gekoppelten Solarspeichersystemen wird der von den Solarpanelen produzierte Strom über den Inverter ins heimische Stromnetz eingespeist. Anschließend wird der zur Speicherung bestimmte Strom mittels eines Batteriewechselrichters wieder in Gleichstrom umgewandelt und in die Batterie eingespeist.

  • Sie sind besonders geeignet für die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen.

  • Sie sind flexibel und weit verbreitet.

DC-gekoppeltes Speichersystem

Bei einem DC-gekoppelten Speichersystem werden die PV-Module direkt mit der Batterie verbunden, sodass der Strom ohne Umweg über das Hausnetz gespeichert wird. Ein separater Batterie-Inverter ist nicht nötig, da der Hybrid-Inverter genutzt wird.

  • Sie haben eine höhere Effizienz und sind in häufig günstiger als AC-Systeme.

  • Sie sind besonders attraktiv für Neubauten.

Batteriespeicher mit Hybrid-Inverter

PV-Stromspeicher mit Hybrid-Invertern werden direkt an die PV-Anlage angeschlossen und leiten den erzeugten Strom unmittelbar an die Verbrauchenden im Haus weiter.

Der integrierte Inverter steuert dabei die Stromzufuhr von der PV-Anlage und die Entnahme aus dem Speicher, wodurch der Solarstrom effizient genutzt werden kann.

Was ist ein Hochvolt-Batteriespeicher?

Ein Hochvolt-Batteriespeicher, der mit mehr als 48 Volt arbeitet, ist für die nahtlose Integration in PV-Anlagen konzipiert. Er nutzt vorrangig Lithium-Ionen-Technologie, um Energie effizient zu speichern und abzugeben.

Vorteile:

  • verbesserte Energieübertragung durch hohe Spannung

  • minimierte Umwandlungsverluste und höhere Systemeffizienz

  • ausgestattet BMS zur Leistungsüberwachung

  • kompatibel mit Invertern, die DC-AC-Umwandlung unterstützen

Was ist ein Niedervolt-Batteriespeicher?

Ein Niedervolt-Batteriespeicher arbeitet mit bis zu 48 Volt und nutzt überwiegend die Lithium-Ionen-Technologie, um Solarstrom effizient zu speichern. Aufgrund der niedrigeren Spannung sind diese Batteriespeicher einfacher zu handhaben und zu installieren. Sie eignen sich ideal für kleinere PV-Projekte.

Vorteile:

  • einfachere Handhabung und Installation; oft DIY-freundlich

  • aufgrund geringerer Spannung sind höhere Ströme nötig; mehr Leitungsverluste

  • integriertes BMS regelt Ladung und Entladung zur Verlängerung der Lebensdauer

Merkmale

Hochvolt PV-Speicher

Niedervolt PV-Speicher

Betriebsspannung

höher (> 48V)

- niedriger (≤ 48V)

Effizienz

- höhere Effizienz, geringere Energieverluste

- geringere Effizienz, höhere Energieverluste

Installation

- oft komplexer, Fachkenntnisse nötig

- einfacher, oft DIY-freundlich

Kosten

ca. 600 – 900 €/kWh

ca. 400 – 650 €/kWh

Geeignet für

- größere Photovoltaikanlagen, Haushalte mit hohem Energiebedarf oder ausreichend Dachfläche, Neuinstallationen mit moderner Technologie, Haushalte mit Elektrofahrzeugen, Smart-Home- und Energiemanagementsysteme

- kleinere bis mittelgroße Photovoltaikanlagen, Haushalte mit kleiner Dachfläche oder moderatem Energiebedarf, Gartenhäuser, Werkstätten, mobile Anwendungen z. B. Wohnmobile

1-phasig oder 3-phasig, was gibt es zu beachten?

Einphasige und dreiphasige Batteriespeicher unterscheiden sich hauptsächlich darin, wie sie mit dem Stromnetz und den angeschlossenen Verbrauchern interagieren. Die richtige Wahl hängt von der Netzanschlussart, dem Energiebedarf und den Anforderungen des Haushalts ab.

1-phasig

3-phasig

Funktion

Versorgung über eine Phase

einfacher Aufbau

Versorgung über drei Phasen

effiziente Lastverteilung

Vorteile

geringere Anschaffungs-/Installationskosten

ideal für geringen bis mittleren Energiebedarf

höhere Kapazität/Leistung

besser für hohe Energiebedarfe

Nachteile

begrenzte Kapazität/Leistung

weniger effiziente Lastverteilung

höhere Anschaffungs-/Installationskosten

komplexere Installation

Häufige Einsatzgebiete

kleinere Wohngebäude, Haushalte mit einphasigem Anschluss

größere Wohngebäude, Haushalte mit hohem Energiebedarf und dreiphasigem Anschluss

Wie wählen Sie die richtige Anschlussart aus?

Um die passende Anschlussart auszuwählen, sollten Sie folgende Dinge beachten:

Die Anschlussart Ihres Hauses

  • Bei einem einphasigen Anschluss ist ein einphasiger Speicher die logische Wahl. Eine Umrüstung wäre aufwendig und teuer.

  • Bei einem dreiphasigen Anschluss ermöglicht ein dreiphasiger Speicher hingegen eine effizientere Lastverteilung, insbesondere bei hohem Verbrauch.

Ihren Energiebedarf und -verbrauch

  • Für Haushalte mit einem geringem bis mittlerem Energiebedarf kann ein einphasiger Batteriespeicher ausreichen.

  • Haushalte mit einem hohen Energiebedarf, beispielsweise durch Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen oder andere energieintensive Geräte, profitieren dagegen möglicherweise mehr von einem dreiphasigen System.

Die technischen Vorschriften

  • Der gewählte Speichertyp muss technisch mit Ihrer bestehenden oder geplanten PV-Anlage und den Hausinstallationen kompatibel sein. Dafür gilt die ÖVE/ÖNORM EN 62446.

  • Bei der Planung sollten zukünftige Erweiterungen der PV-Anlage oder des Speichersystems berücksichtigt werden. Ein dreiphasiges System bietet mehr Flexibilität für Upgrades.

Warum Sie über den Kauf eines Batteriespeichers nachdenken sollten

Ohne einen Batteriespeicher müsste der überschüssige Sonnenstrom direkt ins Netz eingespeist werden. Über die OeMAG erhalten PV-Anlagen-Betreiber:innen zwar eine garantierte Vergütung für eingespeisten Strom. Der OeMAG-Einspeisetarif lag im Juli 2026 bei 6,15 ct/kWh und damit weit unter dem österreichischen Netzstrompreis von rund 30 ct/kWh. Ein Batteriespeicher macht den Direktverbrauch daher wesentlich rentabler.

Mit einem Batteriespeicher können Sie den Direktverbrauchsanteil von etwa 30 auf 60 bis 80 Prozent steigern. Zudem sind die Preise für Batteriespeicher, insbesondere für Lithium-Ionen-Batterien, in den letzten Jahren stetig gefallen und so erschwinglicher für PV-Anlagen-Besitzende geworden. Dadurch verbessern sich die Amortisationszeiten von PV-Anlagen, was die Investition wirtschaftlich noch attraktiver macht.

Die Vorteile eines Batteriespeichers auf einen Blick:

  • Ein erhöhter Direktverbrauch selbst erzeugten Sonnenstroms und damit höhere Kosteneinsparungen.

  • Eine größere Unabhängigkeit von externen Energieversorgern und Preisschwankungen.

  • Eine optimierte Nutzung von Sonnenstrom, da der gespeicherte Strom auch abends oder nachts genutzt werden kann, wenn die PV-Anlage keinen Strom erzeugt.

  • Eine verbesserte Amortisation durch eine insgesamt bessere Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage.

  • Die EAG-Förderung von 150 Euro/kWh Speicherkapazität senkt die Anschaffungskosten direkt. Diese ist allerdings nur in Kombination mit einem PV-Förderantrag erhältlich.

  • Die Möglichkeit einer Notstromversorgung, da viele moderne Batteriespeicher eine Notstrom- oder Ersatzstromfunktion haben. Bei einem Stromausfall versorgt der Speicher dann ausgewählte Stromkreise im Haus automatisch weiter.

  • Die Teilnahme an Energiegemeinschaften (EEG). In Österreich können PV-Anlagen-Betreibende überschüssigen Sonnenstrom über eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft mit Nachbarn oder anderen Teilnehmenden teilen. Mit dem neuen ElWG (ab Oktober 2026) werden diese Möglichkeiten weiter ausgebaut.

  • Der ElWG und Flexibilitätsmarkt: Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz stärkt den Direktverbrauch und ermöglicht künftig die Vermarktung von Speicherflexibilität. Batteriespeicher werden dadurch wirtschaftlich noch attraktiver.

Wie wählen Sie die richtige Speichergröße?

Die richtige Speichergröße für einen Batteriespeicher ist entscheidend für die Effizienz und Wirtschaftlichkeit Ihrer PV-Anlage. Bei der Dimensionierung sollten Sie folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Ihren Stromverbrauch: Berechnen Sie Ihren täglichen und saisonalen Stromverbrauch. Beachten Sie, zu welchen Tageszeiten der meiste Strom verbraucht wird wie z. B. morgens und abends, wenn wenig Sonnenstrom produziert wird.

  • Ihre Verbrauchsspitzen: Ermitteln Sie, zu welchen Zeiten besonders viel Strom gleichzeitig verbraucht wird, beispielsweise wenn Waschmaschine und Geschirrspüler in Betrieb sind. Ein größerer Speicher kann diese Spitzen abdecken.

  • Zukünftige Anschaffungen und zusätzliche Stromverbraucher: Ein E-Auto oder eine Wärmepumpe erhöhen den Energiebedarf erheblich. Planen Sie deshalb solche Geräte frühzeitig ein und dimensionieren Sie den Speicher entsprechend größer.

  • Personenzahl im Haushalt: Berücksichtigen Sie auch mögliche Veränderungen wie z. B. Familienzuwachs oder den Einzug von Angehörigen.

Zur Orientierung finden Sie in der folgenden Tabelle Richtwerte für die empfohlene Größe von Batteriespeichern. Je nach tatsächlichem Verbrauch, geografischer Lage und Dachausrichtung können die Empfehlungen variieren.

Haushalt

Durchschnittlicher Energieverbrauch

Empfohlene Solaranlagen-Leistung

Empfohlene Solarspeichergröße

2 Personen Haushalt

ca. 2.500 – 3.000 kWh/Jahr

4–5 kWp

5 kWh

4 Personen Haushalt

ca. 3.500 – 4.500 kWh/Jahr

7–8 kWp

7–8 kWh

6 Personen Haushalt

ca. 5.000 – 6.000 kWh/Jahr

10 kWp

10 kWh

Was muss bei der Wahl des Aufstellorts für den Batteriespeicher beachtet werden?

Der richtige Standort hat direkten Einfluss auf die Sicherheit, die Leistung und die Lebensdauer des Speichers. Eine Fachfirma unterstützt Sie bei der Auswahl des passenden Aufstellortes.

Die wichtigsten Merkmale für einen geeigneten Aufstellort des Batteriespeichers sind:

  • Eine Umgebungstemperatur von 5 °C bis 25 °C. Zu hohe Temperaturen können zu einer Überhitzung führen, während zu niedrige die Effizienz der Batterie verringern. Der Standort sollte gut belüftet sein und vor direkter Sonneneinstrahlung sowie Frost geschützt werden.

  • Der Standort und die Installationsfläche sind für das Gewicht des Speichers geeignet. PV-Batteriespeicher können ein erhebliches Gewicht haben. Prüfen Sie deshalb vor der Installation die Statik und Tragfähigkeit der Befestigungsfläche, besonders bei einer Wandmontage oder höheren Stockwerken.

  • Der Ort ist leicht zugänglich für die Installation und Wartung des Speichers. Der Speicher sollte für die Installation und Wartung gut erreichbar sein, für Kinder und Unbefugte jedoch nicht leicht zugänglich.

  • Der Batteriespeicher sollte an einem trockenen Ort aufgestellt werden, an dem er keinen Regen, Schnee oder hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist. Nur so können Sie Schäden durch Feuchtigkeit vermeiden.

  • Eine Position in der Nähe des Inverters und anderer Systemkomponenten. Berücksichtigen Sie bei der Wahl des Aufstellorts auch den Installationsort der gesamten PV-Anlage sowie der Kabelführungen. Eine Position in der Nähe des Inverters und anderer Systemkomponenten kann die Installation vereinfachen und den Kabelaufwand reduzieren.

Lebenserwartung – Wie lange hält ein Batteriespeicher?

Moderne Lithium-Ionen-Speicher erreichen heute eine Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren. Die Lebensdauer wird oft in Ladezyklen angegeben, wobei viele moderne PV-Speicher für 6.000 bis 10.000 vollständige Lade-Entlade-Zyklen ausgelegt sind, bevor ihre Kapazität auf etwa 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität nachlässt.

Die Lebensdauer eines Batteriespeichers kann verkürzt werden durch

  • zu niedrige oder zu hohe Umgebungs- und Betriebstemperaturen.

  • ein häufiges Entladen des Speichers bis auf einen sehr niedrigen Ladestand.

  • die Missachtung der vom Hersteller empfohlenen Betriebsbedingungen.

  • fehlende Wartungen.

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Was kostet ein Batteriespeicher in Österreich?

Für eine durchschnittliche PV-Anlage eines Einfamilienhauses wird ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von ca. 5 bis 15 kWh empfohlen. Die Kosten hierfür liegen bei ca. 4.000 bis 12.000 Euro. Beachten Sie, dass in Österreich seit April 2025 wieder die reguläre Umsatzsteuer von 20 Prozent auf PV-Komponenten und Speicher gilt. Zudem variieren die Kosten je nach Hersteller, Modell, Kapazität und Zusatzfunktionen.

Was kostet ein 10 kWh Batteriespeicher?

Ein 10-kWh-Speicher für ein Einfamilienhaus kostet inklusive Installation ca. 4.000 bis 8.000 Euro. Die Kosten pro kWh betragen somit etwa 400 bis 700 Euro.

Größere Speicher mit einer Kapazität von ca. 15 kWh liegen installiert bei rund 6.000 bis 10.000 Euro.

Was kostet ein 5 kWh Batteriespeicher?

Kleine Speicher mit einer Kapazität von etwa 5 kWh kosten inklusive Installation etwa 2.800 bis 5.000 Euro. Das entspricht Kosten von etwa 500 bis 800 Euro pro kWh.

Im Verhältnis zur Kapazität sind kleinere Speicher etwas teurer als größere Systeme.

Fördermöglichkeiten für Batteriespeicher in Österreich

In Österreich gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher. Eine Speicherförderung kann jedoch nicht unabhängig, sondern nur gemeinsam mit einem Förderantrag für eine PV-Anlage beantragt werden.

Informationen zu Förderungen erhalten Sie bei den zuständigen Förderstellen der Bundesländer und Gemeinden sowie bei der EAG-Abwicklungsstelle im Rahmen von Fördercalls.

Im Jahr 2026 gelten folgende maximale Fördersätze:

  • Photovoltaikanlage bis 10 kWp: 150 Euro pro kWp

  • Stromspeicher: bis zu 150 Euro pro kWh nutzbarer Speicherkapazität

Die tatsächliche Förderhöhe hängt unter anderem von der Anlagengröße, den jeweiligen Förderbedingungen und den förderfähigen Investitionskosten ab.

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Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Entladetiefe?

Die Entladetiefe (Depth of Discharge, DoD) eines Batteriespeichers gibt an, welcher Anteil seiner gesamten Speicherkapazität maximal entnommen werden kann, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Sie wird in Prozent ausgedrückt.

Je höher die Entladetiefe, desto größer ist der nutzbare Anteil der gespeicherten Energie. Ein DoD von 80 Prozent bedeutet beispielsweise, dass 80 Prozent der gesamten Kapazität der Batterie genutzt werden können, während 20 Prozent als Reserve verbleiben. So wird die Lebensdauer der Batterie geschont.

Was versteht man unter dem Wirkungsgrad eines Batteriespeichers?

Der Wirkungsgrad beschreibt, wie effizient eine Batterie elektrische Energie speichert und wieder abgibt. Ein Wirkungsgrad von 90 Prozent bedeutet, dass von 100 eingespeisten kWh später effektiv 90 kWh zur Verfügung stehen. 10 kWh gehen durch Umwandlungsverluste verloren.

Wie wird ein Batteriespeicher entsorgt?

Da Batterien umweltschädliche Materialien enthalten können, dürfen sie nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

  • Altstoffsammelzentren der Gemeinde (oft kostenlos).

  • Rücknahme- und Recyclingprogramme der Hersteller.

  • Rückgabe in großen Elektronikmärkten oder Baumärkten.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Undine Tackmann hat sich bei Aroundhome auf den Energiebereich spezialisiert. Mit ihrer Expertise verfasst sie Artikel, die komplexe Energiethemen verständlich aufbereiten. Sie konzentriert sich auf nachhaltige Energielösungen und innovative Trends, um Leser:innen bei der Entscheidungsfindung für eine grünere Zukunft zu unterstützen.

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