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Solarmodule im Vergleich – welche Solarmodule sind die besten?

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Eins der wichtigsten Bauteile einer PV-Anlage sind die PV-Module. In den letzten Jahren hat sich die Technologie von Dünnschichtmodulen, polykristallinen Modulen und monokristallinen Module stetig weiterentwickelt. Welche Unterschiede es gibt und wie Sie das passende Modul auswählen, erfahren Sie in unserem Solarmodul-Vergleich.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Aktualisiert am
Mehrere Solarmodule nebeneinander, auf denen sich der Himmel spiegelt.
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PV-Modultypen im Vergleich – Vorteile und Nachteile

Nicht jedes Modul passt zu jedem Dach. Die gängigsten Typen sind

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

Modulart

Vorteile

Nachteile

Monokristalline Module

+ sehr hoher Wirkungsgrad

+ qualitativ sehr hochwertig und stabil

+ auf kleiner Fläche sehr ertragreich

+ hohe Lebensdauer

- teuer in der Anschaffung

- aufwendiges Herstellungsverfahren

- höheres Eigengewicht

- leistungsanfällig bei diffusem Licht

- temperaturempfindlich

Polykristalline Module

+ hoher Wirkungsgrad

+ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

+ gute Alternative zu anderen beiden Modularten

+ relativ robust gegenüber Witterungseinflüssen

+ hohe Lebensdauer

- kann weniger leistungsstark sein

- relativ aufwendiges Herstellungsverfahren

- höheres Eigengewicht

- leistungsanfällig bei diffusem Licht

- temperaturempfindlich

Dünnschichtmodule

+ preisgünstig

+ einfaches Herstellungsverfahren

+ geringes Eigengewicht

+ flexibel einsetzbar, z. B. auch an Fassaden

+ nur geringe Einbußen bei diffusem Licht

+ temperaturbeständig

- geringerer Wirkungsgrad

- größere Montagefläche nötig

- wenig Anbieter und Auswahl

- erschwerte Montage, da kein Rahmen vorhanden

- weniger stabil und haltbar

- nicht mit allen Wechselrichtern kompatibel

Solarmodule Vergleich nach Leistungsdaten

Ein hoher Wirkungsgrad ist nicht immer das wichtigste Kriterium. Diese Kennzahlen sind beim Kauf entscheidend:

Wirkungsgrad und Effizienz der PV-Module

Der Wirkungsgrad zeigt, wie viel Sonnenlicht ein Modul in Strom umwandelt. Ein Wert von 19 Prozent bedeutet: 19 Prozent der eingestrahlten Energie werden zu Strom. Der Rest geht als Wärme oder Reflexion verloren. Monokristalline Module liegen vorne, Dünnschichtmodule am Ende.

Modulart

Wirkungsgrad

Monokristalline Solarmodule

19 - 24 Prozent

Polykristalline Module

15 - 20 Prozent

Dünnschichtmodule

10 - 14 Prozent

Temperaturbeständigkeit der PV-Module

Solarmodule arbeiten am effizientesten bei etwa 25 °C und klarem Sonnenschein. Sowohl Hitze als auch extreme Kälte senken die Leistung. Kristalline Module reagieren empfindlicher auf Temperaturschwankungen als Dünnschichtmodule, liefern aber übers Jahr dennoch mehr Ertrag.

Eine wichtige Kennzahl für die Temperaturbeständigkeit ist der Temperaturkoeffizient: Je niedriger er ist, desto weniger empfindlich reagiert das Modul auf Temperaturschwankungen.

Modulart

Temperaturkoeffizient

Kristalline Module

0,3 - 0,5 Prozent

Dünnschichtmodule

0,1 - 0,3 Prozent

Nennleistung und Leistungstoleranz

Die Nennleistung ist die maximale Leistung unter Laborbedingungen. Im realen Betrieb weicht sie ab beispielsweise durch Verschattung. Wie stark, gibt die Leistungstoleranz an. Üblich sind ±3 Prozent.

Bei hochwertigen Modulen gilt heute oft nur noch eine positive Toleranz. Ein 200-Watt-Modul mit +3 Prozent Toleranz liefert also mindestens 200 bis 206 Watt, auch im realen Betrieb.

Leistungsgarantie

Die Leistungsgarantie sichert zu, dass ein Modul über Jahrzehnte einen Mindestanteil seiner Nennleistung erbringt. Der Leistungsverlust über die Zeit heißt Degradation.

  • Gute Module: ca. 0,15 Prozent Degradation pro Jahr

  • Günstige Module: bis zu 0,7 Prozent pro Jahr

  • Gute Leistungsgarantie: 85 – 90 Prozent Restleistung nach 25 – 30 Jahren

Laut des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) altern mono- und polykristalline Wafer-Module so langsam, dass Leistungsverluste wissenschaftlich kaum messbar sind.

Produktgarantie für Solarmodule

Die Produktgarantie deckt physische Defekte ab wie z. B. am Rahmen, Solarglas, der Rückseitenfolie oder der Anschlussdose. Sie greift bei Material- und Herstellungsfehlern und ist von der Leistungsgarantie getrennt zu betrachten.

Folgende Produktgarantien sind üblich für PV-Module:

  • Standard-Produktgarantie: 10 bis 12 Jahre

  • Gute Produktgarantie: 15 bis 20 Jahre

  • Sehr gute Produktgarantie: ab 25 Jahre

Mechanische Belastbarkeit von PV-Modulen

PV-Module müssen Hagel, Schneelasten und Wind standhalten, insbesondere in Österreich mit alpinen Wetterlagen. Dünnschichtmodule sind hier am anfälligsten, da sie ohne Rahmen gefertigt werden. Am stabilsten sind Glas-Glas-Module. Sie sind ideal für Solar-Terrassenüberdachungen oder Solar-Carports. Sie schützen beidseitig vor Witterung und spenden gleichzeitig angenehmen Halbschatten.

Eine Überdachung für die Terrasse besteht aus halbtransparenten Solarpanels, die auf einer begrünten Terrasse Schatten spenden.

Solar-Überdachungen spenden einen angenehmen Halbschatten, müssen aber auch besonders belastbar sein.

Größe und Leistung von Dünnschicht- und Dickschichtmodulen

Für monokristalline Module hat sich die Größe M10 (ca. 1,72–1,78 m Länge) als Standard für Hausdächer etabliert. Auf einer typischen Dachfläche von 50 m² passen ca. 28 Module (je 1,7 m²), inklusive Abstandshalter.

Dünnschichtmodule haben keine festen Größen und brauchen für die gleiche Leistung 1,5- bis 2-fach mehr Fläche.

Leistungsvergleich bei 50 m² Dachfläche:

Leistung pro Modul

Dachfläche

Solarmodul Anzahl

Mögliche Leistung

150 Wp

50 m²

28

4,2 kWp

350 Wp

50 m²

28

9,8 kWp

450 Wp

50 m²

28

12,6 kWp

Ein 4-Personen-Haushalt in Österreich verbraucht durchschnittlich ca. 4.500 kWh pro Jahr. Dafür reicht eine PV-Anlage mit 5 kWp. Mit zunehmender Verbreitung von Wärmepumpen und E-Autos wächst der Bedarf. Anlagen ab 10 kWp werden zum neuen Standard.

Moduloptimierer bei Verschattungen

Wirft ein Baum oder Schornstein Schatten auf ein Modul, leidet die gesamte Modulreihe, denn alle Module in einem String hängen am selben Inverter. Das schwächste Modul begrenzt die Leistung aller anderen.

Lösung: Moduloptimierer

  • Überbrücken das schwächere Modul elektrisch

  • Halten die Leistung der anderen Module aufrecht

  • Bereits integriert in sogenannte Smart Module

  • Auch als Nachrüstung für bestehende PV-Anlagen verfügbar

Hersteller von PV-Modulen

Die Marktführer kommen aus China wie z. B. Longi Solar, Trina Solar oder Jinko Solar. Sie produzieren günstiger, sind technologisch führend und dominieren den Weltmarkt.

Rein österreichische Modulhersteller im klassischen Sinne gibt es derzeit nicht. Österreich ist aber ein wichtiger Standort für PV-Systemintegratoren, Installateure und Komponentenhändler. Folgende Hersteller sind in Österreich besonders verbreitet bzw. über den heimischen Fachhandel gut verfügbar:

Hersteller monokristalliner Solarmodule

Hersteller polykristalliner Solarmodule

Hersteller von Dünnschichtmodulen

Axitec Energy (Deutschland)

Heckert Solar (Deutschland)

Hanwha Q-Cells (Südkorea/Deutschland)

Antec Solar (Deutschland)

Solarwatt (Deutschland)

Jinko Solar (China)

Trina Solar (China)

Canadian Solar (Kanada)

Longi Solar (China)

Trina Solar (China)

First Solar (USA)

AE Solar (Deutschland)

Solarwatt (Deutschland)

Avancis (Deutschland)

Kostenvergleich für Solarmodule

Die Kosten für die Solarmodule in Österreich haben 2026 einen historischen Tiefstand erreicht. Die gilt besonders bei TOPCon-Modulen. Kurz zusammengefasst:

  • Dünnschichtmodule: günstigster Einstiegspreis, aber mehr Fläche nötig

  • Polykristalline Module: gutes Mittelfeld, aber kaum noch am Markt verfügbar

  • Monokristalline Module (TOPCon): 2026 der Standard, bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

  • Premium-Module (HJT/bifazial): teurer, aber höchste Effizienz und längste Garantien

Modulart

Kosten pro Modul*

Dünnschichtmodule

ca. 80 – 120 €

Polykristalline Module

ca. 120 – 160 €

Monokristallin (TOPCon)

ca. 103 – 110 €

Premium (HJT/bifazial)

ca. 145 – 170 €

*Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Quelle: mg-solar-shop.at, solarvie.at, Mai 2026. Basierend auf typischen Modulleistungen: Dünnschicht 200W, Polykristallin 400W, TOPCon 450–470W, Premium 475–495W.

Polykristallin oder monokristallin – was ist besser?

Monokristallin gewinnt ganz klar. Auf privaten Hausdächern ist die Fläche begrenzt. Monokristalline Module liefern mehr Leistung pro Quadratmeter. Wer langfristig plant und steigenden Strombedarf (Wärmepumpe, E-Auto) einkalkuliert, greift zu monokristallinen TOPCon-Modulen.

Grafische Darstellung eines Monokristallinen Moduls versus eines Polykristallinen Moduls

Ein monokristallines PV-Modul kann im Vergleich zu einem polykristallinen Solarmodul einen höheren Wirkungsgrad erreichen.

Was ist besser: Glas-Glas oder Glas-Folie-Solarmodule?

Glas-Glas-Module sind langlebiger, Glas-Folie ist leichter und günstiger.

  • Glas-Glas: robuster, höhere Lebensdauer, bessere Degradationswerte, aber teurer, schwerer, aufwendigere Montage

  • Glas-Folie: günstigere Anschaffung, geringeres Gewicht, aber weniger widerstandsfähig

Für Standarddächer reichen Glas-Folie-Module meist aus. Glas-Glas lohnt sich besonders bei langer Nutzungsdauer oder besonderen Anforderungen wie z. B. Carport oder Überdachungen.

Was ist besser: Halbzellen oder Vollzellen bei Solarmodulen?

Halbzellen sind besser. Die Solarzellen werden halbiert: Statt 60 oder 72 Vollzellen hat ein Modul 120 oder 144 Halbzellen. Kleinere Zellen erwärmen sich weniger, was die Leistungsverluste reduziert.

Das bringt:

  • 2 – 4 Prozent höheren Wirkungsgrad

  • bis zu 10 Prozent mehr Sonnenstrom bei gleicher Fläche

  • bessere Leistung bei Teilverschattung

Vollzellenmoduls mit 60 Solarzellen im Vergleich zu einem wirkungsstärkeren Halbzellenmodul mit 120 Solarzellen

Ein Vollzellenmodul mit 60 Solarzellen ist weniger leistungsstark als ein Halbzellenmodul mit 120 Solarzellen.

Was ist das beste Solarmodul?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Das beste Modul hängt von Ihrem Dach, Budget und Ziel ab. Als unabhängige Orientierung dient der Kiwa PVEL-Test (PV Evolution Labs), der weltweit als der renommierteste Unabhängigkeitstest für PV-Module gilt

Top-Performer-Hersteller 2025 - Auswahl in Österreich verfügbar:

  • Jinko Solar (China)

  • Trina Solar (China)

  • Ja Solar (China)

  • Qcells (Deutschland/Südkorea)

  • Canadian Solar (Kanada)

  • Risen Energy (China)

  • Hanwha (Südkorea)

  • DMEGC Solar (China)

  • Adani Solar (Indien)

  • First Solar (USA)

  • Longi Solar (China)

  • AE Solar (Deutschland)

  • Aiko (China)

  • Huasun (China)

Fazit: Welcher Photovoltaik-Modultyp schneidet im Vergleich am besten ab?

Monokristalline Module sind die beste Wahl für die meisten Haushalte in Österreich. Sie liefern auf begrenzter Dachfläche den höchsten Ertrag, was entscheidend ist für Eigentümer:innen, die Wärmepumpe, E-Auto oder Batteriespeicher betreiben wollen.

  • Polykristallin: günstiger, aber kaum noch verfügbar und leistungsschwächer

  • Dünnschichtmodule: nur sinnvoll bei besonderen Anforderungen (Gewicht, Flexibilität)

  • TOPCon (monokristallin): 2026 der Standard – bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

  • HJT/Premium: lohnt sich bei kleinen Dächern oder sehr langer Nutzungsdauer

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Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Undine Tackmann hat sich bei Aroundhome auf den Energiebereich spezialisiert. Mit ihrer Expertise verfasst sie Artikel, die komplexe Energiethemen verständlich aufbereiten. Sie konzentriert sich auf nachhaltige Energielösungen und innovative Trends, um Leser:innen bei der Entscheidungsfindung für eine grünere Zukunft zu unterstützen.

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