Dünnschichtmodule für Solaranlagen: Wann lohnt sich die Investition?
Dünnschichtmodule überzeugen durch ihr geringes Gewicht, ihre Flexibilität und niedrige Herstellungskosten. Allerdings ist ihr Wirkungsgrad geringer als der von kristallinen Modulen. Erfahren Sie, ob Dünnschichtmodule auch für private PV-Anlagen lohnenswert sind und mit welchen Preisen Sie derzeit rechnen müssen.
Was ist ein Dünnschichtmodul?
Ein Dünnschichtmodul ist ein leichtes PV-Modul mit einer sehr dünnen Halbleiterschicht. Diese wird auf Glas, Kunststoff oder Metall aufgebracht.
Typisch für Dünnschichtmodule:
geringes Gewicht
teils flexible Bauweise
guter Ertrag bei diffusem Licht
niedrigerer Wirkungsgrad als kristalline PV-Module
Im Unterschied dazu bestehen monokristalline PV-Module und polykristalline PV-Module aus dickeren, kristallinen Solarzellen. Sie sind meist schwerer, liefern aber mehr Leistung auf derselben Fläche.
Wie hoch ist der Wirkungsgrad von Dünnschichtmodulen?
Dünnschichtmodule erreichen meist einen Wirkungsgrad von etwa 10 bis 13 Prozent. Damit liegen sie unter kristallinen PV-Modulen.
Wie lange halten Dünnschichtmodule?
Dünnschichtmodule halten im Schnitt etwa 15 bis 25 Jahre. Kristalline PV-Module kommen häufig auf 20 bis 30 Jahre oder mehr.
Wann werden Dünnschichtmodule eingesetzt?
Dünnschichtmodule werden vor allem dort eingesetzt, wo geringes Gewicht oder Flexibilität wichtiger sind als ein hoher Wirkungsgrad. Für klassische Einfamilienhäuser sind sie meist nur in Sonderfällen sinnvoll.
Typische Einsatzgebiete:
Fassaden
Dächer mit statischen Einschränkungen
Dächer mit ungünstiger Ausrichtung
beschattete Flächen
große Solarfelder
Spezialanwendungen in Fensterflächen
Kleingeräte wie Taschenrechner
Vor- und Nachteile von Dünnschichtmodulen
Dünnschichtmodule sind leicht und vielseitig, brauchen aber mehr Fläche.
Vorteile
vergleichsweise preisgünstig
tiefes Eigengewicht
geringer Rohstoffverbrauch
gute Leistung bei diffusem Licht
tendenziell weniger empfindlich bei hohen Temperaturen
vielseitig einsetzbar
Nachteile
geringerer Wirkungsgrad
mehr Fläche für die gleiche Leistung nötig
oft weniger robust als gerahmte kristalline Module
teils anspruchsvollere Montage
meist kürzere Lebensdauer
kleinere Produktauswahl für Privathäuser
Was kosten Dünnschichtmodule in Österreich?
Dünnschichtmodule kosten in Österreich aktuell etwa 80 bis 120 Euro pro Modul oder rund 400 bis 600 Euro pro kWp. Damit sind sie in der Anschaffung oft günstiger als viele andere PV-Module, liefern aber auch weniger Leistung pro Quadratmeter.
Preise von PV-Modulen im Überblick:
* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Quelle: mg-solar-shop.at, solarvie.at, Mai 2026. Basierend auf typischen Modulleistungen: Dünnschicht 200W, Polykristallin 400W, TOPCon 450-470W, Premium 475-495W
Fazit: Lohnen sich Dünnschichtmodule auf Privathäusern?
Für die meisten Privathäuser in Österreich lohnen sich Dünnschichtmodule eher nicht. Sie sind vor allem dann sinnvoll, wenn das Dach leicht sein muss oder die Lichtverhältnisse schwierig sind.
Dünnschichtmodule können sinnvoll sein bei:
geringer Tragfähigkeit des Dachs
speziellen Fassadenlösungen
ungünstiger Dachausrichtung
diffusem Licht oder Teilverschattung
besonderen architektonischen Anforderungen
In den meisten Fällen sind jedoch monokristalline PV-Module wirtschaftlicher, weil sie auf derselben Fläche deutlich mehr Leistung liefern.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel Leistung bringen Dünnschichtmodule auf 50 m²?
Auf 50 m² Dachfläche erreichen Dünnschichtmodule meist etwa 5 bis 6,5 kWp. Kristalline Module kommen auf derselben Fläche oft auf 6,5 bis 12,5 kWp.
Wo werden Dünnschichtmodule eingesetzt?
Dünnschichtmodule werden vor allem bei Spezialanwendungen eingesetzt. Dazu gehören Fassaden, große Solarfelder, Dächer mit statischen Einschränkungen oder Flächen mit ungünstiger Ausrichtung.
Was kosten Dünnschichtmodule in Österreich aktuell?
Dünnschichtmodule kosten in Österreich aktuell meist etwa 80 bis 120 Euro pro Modul. Das entspricht grob 400 bis 600 Euro pro kWp.
Aus welchem Material bestehen Dünnschichtmodule?
Dünnschichtmodule bestehen häufig aus amorphem Silizium. Daneben gibt es auch Cadmiumtellurid-Dünnschichtzellen (CdTe) sowie CIGS-Dünnschichtzellen aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen.