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Dünnschichtmodule für Solaranlagen: Wann lohnt sich die Investition?

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Dünnschichtmodule überzeugen durch ihr geringes Gewicht, ihre Flexibilität und niedrige Herstellungskosten. Allerdings ist ihr Wirkungsgrad geringer als der von kristallinen Modulen. Erfahren Sie, ob Dünnschichtmodule auch für private PV-Anlagen lohnenswert sind und mit welchen Preisen Sie derzeit rechnen müssen.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Dünnschichtmodule auf dem Dach einer Solaranlage
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Was ist ein Dünnschichtmodul?

Ein Dünnschichtmodul ist ein leichtes PV-Modul mit einer sehr dünnen Halbleiterschicht. Diese wird auf Glas, Kunststoff oder Metall aufgebracht.

Typisch für Dünnschichtmodule:

  • geringes Gewicht

  • teils flexible Bauweise

  • guter Ertrag bei diffusem Licht

  • niedrigerer Wirkungsgrad als kristalline PV-Module

Im Unterschied dazu bestehen monokristalline PV-Module und polykristalline PV-Module aus dickeren, kristallinen Solarzellen. Sie sind meist schwerer, liefern aber mehr Leistung auf derselben Fläche.

Wie hoch ist der Wirkungsgrad von Dünnschichtmodulen?

Dünnschichtmodule erreichen meist einen Wirkungsgrad von etwa 10 bis 13 Prozent. Damit liegen sie unter kristallinen PV-Modulen.

Wie lange halten Dünnschichtmodule?

Dünnschichtmodule halten im Schnitt etwa 15 bis 25 Jahre. Kristalline PV-Module kommen häufig auf 20 bis 30 Jahre oder mehr.

Wann werden Dünnschichtmodule eingesetzt?

Dünnschichtmodule werden vor allem dort eingesetzt, wo geringes Gewicht oder Flexibilität wichtiger sind als ein hoher Wirkungsgrad. Für klassische Einfamilienhäuser sind sie meist nur in Sonderfällen sinnvoll.

Typische Einsatzgebiete:

  • Fassaden

  • Dächer mit statischen Einschränkungen

  • Dächer mit ungünstiger Ausrichtung

  • beschattete Flächen

  • große Solarfelder

  • Spezialanwendungen in Fensterflächen

  • Kleingeräte wie Taschenrechner

Vor- und Nachteile von Dünnschichtmodulen

Dünnschichtmodule sind leicht und vielseitig, brauchen aber mehr Fläche.

Vorteile

  • vergleichsweise preisgünstig

  • tiefes Eigengewicht

  • geringer Rohstoffverbrauch

  • gute Leistung bei diffusem Licht

  • tendenziell weniger empfindlich bei hohen Temperaturen

  • vielseitig einsetzbar

Nachteile

  • geringerer Wirkungsgrad

  • mehr Fläche für die gleiche Leistung nötig

  • oft weniger robust als gerahmte kristalline Module

  • teils anspruchsvollere Montage

  • meist kürzere Lebensdauer

  • kleinere Produktauswahl für Privathäuser

Was kosten Dünnschichtmodule in Österreich?

Dünnschichtmodule kosten in Österreich aktuell etwa 80 bis 120 Euro pro Modul oder rund 400 bis 600 Euro pro kWp. Damit sind sie in der Anschaffung oft günstiger als viele andere PV-Module, liefern aber auch weniger Leistung pro Quadratmeter.

Preise von PV-Modulen im Überblick:

Modulart

Kosten pro Modul*

Kosten pro kWp*

Dünnschichtmodule

ca. 80 - 120 €

ca. 400 - 600 €

Polykristalline Module

ca. 120 - 160 €

ca. 300 - 400 €

Monokristallin (TOPCon)

ca. 103 - 110 €

ca. 230 - 250 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Quelle: mg-solar-shop.at, solarvie.at, Mai 2026. Basierend auf typischen Modulleistungen: Dünnschicht 200W, Polykristallin 400W, TOPCon 450-470W, Premium 475-495W

Fazit: Lohnen sich Dünnschichtmodule auf Privathäusern?

Für die meisten Privathäuser in Österreich lohnen sich Dünnschichtmodule eher nicht. Sie sind vor allem dann sinnvoll, wenn das Dach leicht sein muss oder die Lichtverhältnisse schwierig sind.

Dünnschichtmodule können sinnvoll sein bei:

  • geringer Tragfähigkeit des Dachs

  • speziellen Fassadenlösungen

  • ungünstiger Dachausrichtung

  • diffusem Licht oder Teilverschattung

  • besonderen architektonischen Anforderungen

In den meisten Fällen sind jedoch monokristalline PV-Module wirtschaftlicher, weil sie auf derselben Fläche deutlich mehr Leistung liefern.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel Leistung bringen Dünnschichtmodule auf 50 m²?

Auf 50 m² Dachfläche erreichen Dünnschichtmodule meist etwa 5 bis 6,5 kWp. Kristalline Module kommen auf derselben Fläche oft auf 6,5 bis 12,5 kWp.

Wo werden Dünnschichtmodule eingesetzt?

Dünnschichtmodule werden vor allem bei Spezialanwendungen eingesetzt. Dazu gehören Fassaden, große Solarfelder, Dächer mit statischen Einschränkungen oder Flächen mit ungünstiger Ausrichtung.

Was kosten Dünnschichtmodule in Österreich aktuell?

Dünnschichtmodule kosten in Österreich aktuell meist etwa 80 bis 120 Euro pro Modul. Das entspricht grob 400 bis 600 Euro pro kWp.

Aus welchem Material bestehen Dünnschichtmodule?

Dünnschichtmodule bestehen häufig aus amorphem Silizium. Daneben gibt es auch Cadmiumtellurid-Dünnschichtzellen (CdTe) sowie CIGS-Dünnschichtzellen aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.

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