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Etagenheizung – Kosten und Funktion im Überblick

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Eine Etagenheizung heizt dezentral nur ein Stockwerk oder eine Wohneinheit. Meistens wird sie mit Gas oder Öl betrieben. Die Kosten für eine neue Gasetagenheizung beginnen bei 5.500 Euro. Erfahren Sie, welche gesetzlichen Regelungen Sie bei Etagenheizungen beachten müssen und welche umweltfreundlichen Alternativen und Fördermöglichkeiten es gibt.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
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Was ist eine Etagenheizung?

Eine Etagenheizung ist eine Heizungsanlage, die ein einzelnes Stockwerk oder eine Wohneinheit mit Wärme versorgt. Zum Einsatz kommen Kombithermen (für Heizung und Warmwasser) oder Umlaufwasserheizungen (nur Heizung).

Es gibt z. B. folgende Arten von Etagenheizungen:

  • Gas-Etagenheizung

  • Gas-Kombitherme

  • Öl-Etagenheizung

  • Elektrische Etagenheizung

  • Luft-Luft-Wärmepumpe

Die Etagenheizung ist besonders in Mehrfamilienhäusern beliebt. Die Geräte sind platzsparender als eine Zentralheizung und werden meist im Bad, in der Küche oder im Flur installiert. Wichtig ist eine ausreichende Luftzufuhr, die oft schon durch Türschlitze gewährleistet ist.

Am besten kann Sie eine Fachfirma vor Ort beraten, welche Etagenheizung zu Ihrem Zuhause und Ihren Bedürfnissen passt.

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So funktioniert eine Etagenheizung

  • Versorgung mit Gas oder Öl: Die Etagenheizung erhält Gas über eine separate Leitung und ist mit einem eigenen Gaszähler verbunden, der den Verbrauch in der Wohnung misst. Gibt es keinen Gasanschluss, kann Flüssiggas aus einem Außentank bezogen werden. Bei Ölheizungen kommt das Öl auch aus einem eigenen Tank.

  • Wärmeerzeugung vor Ort: Eine kompakte Heizungsanlage erzeugt Wärme direkt auf der Etage, indem Gas oder Öl verbrannt wird.

  • Wärmetauscher: Das Heizungswasser strömt durch den Wärmetauscher und nimmt die erzeugte Wärme auf.

  • Verteilung in der Wohnung: Das erwärmte Wasser wird mithilfe einer Umwälzpumpe über Rohre zu den Heizkörpern geleitet und gibt dort die Wärme in den Raum ab.

  • Heizkreis: Das Wasser fließt schließlich abgekühlt zurück zur Therme. Dort wird es erneut erwärmt – der Kreislauf beginnt von vorne.

  • Warmwasserbereitung (bei Kombithermen): Wird Warmwasser benötigt, erhitzt die Kombitherme das Trinkwasser im Durchflussprinzip – also genau dann, wenn Sie es brauchen, etwa zum Duschen oder Waschen.

Etagenheizung Funktion

Nutzen Sie eine Gasetagenheizung mit Brennwertkessel, können Sie die Emissionen reduzieren und die Energieeffizienz erhöhen. Da der Brennwertkessel die Kondensationswärme des Abgaswasserdampfes nutzt, um das kalte Heizwasser vorzuwärmen, muss der Brenner weniger Energie aufwenden.

Die Vor- und Nachteile einer Etagenheizung

Vorteile

Nachteile

Individuelle Steuerung von Heizung und Warmwasser pro Etage

Jede Etage braucht Platz im Bad oder Küche für eine eigene Heizungsanlage

Heizkostenabrechnung nach tatsächlichem Verbrauch

Höhere Anschaffungs- und Wartungskosten als bei Zentralheizung

Kürzere Leitungswege reduzieren Verteilungsverluste

Begrenzte Einbindung erneuerbarer Energien

Platzsparende und flexible Installation, kein zentraler Heizraum nötig

Keine Förderung für fossile Brennstoffe

Nutzung mit Brennwerttherme möglich

Begrenzt geeignet für große Wohnflächen oder hohen Warmwasserbedarf

Steigende Kosten für CO2-Preis und Bio-Brennstoffe

Der größte Vorteil einer Etagenheizung ist die individuelle Kontrolle über den Energieverbrauch und die Heizkosten bei mehreren Wohneinheiten im Haus.

Der größte Nachteil einer Etagenheizung, die mit Gas oder Öl betrieben wird, ist die schwierige Einbindung erneuerbarer Energien. Wenn Sie eine neue Etagenheizung einbauen, muss diese gemäß dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) einen zunehmend höheren Anteil an CO₂-neutralen Brennstoffen nutzen. Ab 2029 muss der Anteil mindestens 10 Prozent betragen und steigt bis zum Jahr 2045 auf 100 Prozent.

Fachfirmen können Sie dabei unterstützen, die für Ihre Gebäudestruktur, Ihren Energiebedarf und die gesetzlichen Vorschriften optimale Heizlösung zu finden.

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Was kostet eine Etagenheizung?

Eine klassische Etagenheizung mit Gas oder Öl kostet zwischen 6.500 und 20.000 Euro. Die Kosten hängen von der Art der Etagenheizung und den baulichen Voraussetzungen ab.

Was kostet eine Etagenheizung mit Brennwerttechnik?

Die Kosten für eine Etagenheizung mit Brennwerttechnik liegen bei insgesamt 8.000 bis 16.000 Euro pro Wohneinheit. Hinzu kommen Kosten für Wartung und Schornsteinfegerarbeiten von ca. 150 bis 300 Euro im Jahr.

Kostenstelle

Kosten* für Gas-Brennwertheizung

Gas-Brennwerttherme

ca. 2.500 - 6.000 Euro

Warmwasserspeicher

ca. 1.000 - 2.000 Euro

Installation

ca. 1.500 - 2.500 Euro

Schornsteinsanierung

ca. 1.000 - 2.500 Euro

Gasanschluss (falls nötig)

ca. 2.000 - 3.000 Euro

Wartung und Schornsteinfeger

ca. 150 - 250 Euro im Jahr

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: August 2026

Was kostet eine Etagenheizung mit Gas?

Eine Gasetagenheizung kostet mit Montage ca. 6.500 bis 11.000 Euro pro Wohneinheit. Die Kosten für Wartung und Schornsteinfeger liegen bei ca. 150 bis 250 Euro im Jahr.

Kostenstelle

Kosten* für Gas-Etagenheizung

Gastherme

ca. 2.000 - 3.500 Euro

Warmwasserspeicher

ca. 1.000 - 2.000 Euro

Gasanschluss (falls nötig)

ca. 2.000 - 3.000 Euro

Installation

ca. 1.500 - 2.500 Euro

Wartung und Schornsteinfeger

ca. 150 bis 250 Euro im Jahr

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: August 2026

Was kostet eine Etagenheizung mit Öl?

Eine neue Öl-Etagenheizung inklusive Montage kostet insgesamt zwischen 9.000 und 20.000 Euro. Die jährlichen Wartungs- und Schornsteinfegerkosten liegen bei 200 bis 300 Euro.

Kostenstelle

Kosten* für Öl-Etagenheizung

Öl-Brennwertkessel

ca. 3.500 - 9.000 Euro

Öl-Tank

ca. 2.000 - 4.000 Euro

Warmwasserspeicher

ca. 1.000 - 2.000 Euro

Installation

ca. 1.500 - 2.500 Euro

Schornsteinsanierung

ca. 1.000 - 2.500 Euro

Wartung und Schornsteinfeger

ca. 200 bis 300 Euro im Jahr

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: August 2026

Was kosten alternative Etagenheizungen?

Eine alternative Etagenheizung, die ohne fossile Brennstoffe auskommt, ist die Luft-Luft-Wärmepumpe. Die Kosten für die Wärmepumpe liegen inklusive Installation bei 11.000 bis 21.000 Euro. Durch die attraktive Wärmepumpen-Förderung lassen sich die Kosten um 30 bis 80 Prozent senken.

Kostenstelle

Kosten* für Luft-Luft-Wärmepumpe

Anschaffung

9.000 - 16.000 Euro

Installation

2.000 - 5.000 Euro

Förderung

30 - 80 Prozent

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: August 2026

Eine weitere alternative Etagenheizung ist die Elektroheizung. Sie wandelt Strom direkt im Heizkörper in Wärme um. Für eine 100 m² große Wohnfläche liegen die Anschaffungskosten für eine Infrarotheizung bei ca. 1.000 bis 4.000 Euro.

Wann muss man eine alte (Gas-)Etagenheizung erneuern?

Bestehende Heizungen dürfen grundsätzlich weiter betrieben und repariert werden. Die frühere Austauschregelung für bestimmte alte Öl- und Gaskessel wurde im Zuge des neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verändert beziehungsweise aufgehoben. Ob ein konkreter Kessel weiter betrieben werden darf, hängt zusätzlich von den geltenden technischen, sicherheits- und emissionsrechtlichen Vorgaben ab. Sie dürfen Ihre bestehende Gasetagenheizung also reparieren und weiterbetreiben. Wenn Sie Ihre alte Heizung erneuern müssen, haben Sie die Wahl:

  • Alternativ heizen mit erneuerbaren Energien: Sie können Ihre Etagenheizung auf eine Elektroheizung, Biomasseheizung, Solarthermie, Hybridheizung oder auf eine Wärmepumpe umrüsten.

  • Anschluss an ein Wärmenetz: Sofern bei Ihnen ein Nah- oder Fernwärmenetz verfügbar ist, können Sie Ihre Heizung daran anschließen lassen. Damit erfüllen Sie alle gesetzlichen Vorgaben automatisch.

  • Neue Gas- oder Ölheizung: Der Einbau einer klassischen Heizung bleibt weiterhin erlaubt. Allerdings müssen Sie einen steigenden Anteil an klimafreundlichen Brennstoffen nutzen.

Förderung für klimafreundlichen Heizungstausch

Wenn Sie Ihre Etagenheizung gegen eine klimafreundliche Alternative austauschen, können Sie eine attraktive Heizungsförderung zwischen 30 und 80 Prozent erhalten.

Die „Biotreppe“ für Etagenheizungen

Entscheiden Sie sich für eine neue Etagenheizung, müssen Sie dem fossilen Brennstoff ab 2029 klimafreundliche Alternativen wie Biomethan, Bioöl oder Wasserstoff beimischen.

Die gesetzliche „Biotreppe“ steigt schrittweise an:

  • ab 2029: mind. 10 %

  • ab 2030: mind. 15 %

  • ab 2035: mind. 30 %

  • ab 2040: mind. 60 %

Die erforderlichen klimafreundlichen Brennstoffe sind allerdings teurer und nicht überall in ausreichender Menge verfügbar. Lassen Sie sich daher am besten vorher von Energieberater:innen oder Heizungsfachfirmen beraten, welche neue Heizung wirtschaftlich sinnvoll ist.

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Gas-Etagenheizung im Vergleich

Im Vergleich zur Zentralheizung benötigt eine Gas-Etagenheizung keinen zentralen Heizungsraum, wodurch weniger Wärme über die Leitungen verloren geht. Besonders in Mehrfamilienhäusern ermöglicht sie eine unabhängige Wärmeversorgung und Abrechnung. Bei einer Zentralheizung können die Wartungskosten allerdings auf alle Parteien verteilt werden.

Wollen Sie eine Etagenheizung mit Strom betreiben, ist die Infrarotheizung ideal geeignet. Im Gegensatz zur Gas-Etagenheizung erwärmt sie direkt die Flächen, ohne dass Heizrohre verlegt werden müssen. Sie ist einfach zu installieren, kann aber bei schlechter Dämmung höhere Betriebskosten verursachen. Die Gas-Etagenheizung ist meist günstiger im Verbrauch, benötigt jedoch einen Gasanschluss oder einen Gastank.

Wärmepumpen sind deutlich umweltfreundlicher als Gas-Etagenheizungen, da sie erneuerbare Energie nutzen. Sie sind allerdings teurer in der Anschaffung und Installation. Während Gasheizungen günstiger sind, zahlen sich bei der Wärmepumpe die niedrigeren Betriebskosten und attraktiven Förderungen aus.

Kann ich eine Etagenheizung mit Wärmepumpe betreiben?

Ja, eine Etagenheizung lässt sich mit einer Wärmepumpe betreiben. Dafür eignet sich die Luft-Luft-Wärmepumpe. Sie benötigt keine aufwendigen Erdarbeiten und kann platzsparend in einzelnen Wohnungen installiert werden. Allerdings hängt ihre Leistung stark von der Außentemperatur ab, weshalb eine sehr gute Wärmedämmung wichtig ist.

Fazit – Wann ist eine Etagenheizung sinnvoll?

Eine Etagenheizung ermöglicht eine individuelle Wärmeversorgung und Kostenkontrolle für einzelne Wohneinheiten. Sie ist besonders sinnvoll in Mehrfamilienhäusern, in denen die einzelnen Parteien ihren Verbrauch selbst steuern möchten. Mit Anschaffungskosten zwischen 5.500 und 20.000 Euro ist die Etagenheizung eine flexible Lösung, für die kein zentraler Heizraum benötigt wird. Allerdings muss sie die gesetzlichen Vorgaben zur Nutzung erneuerbarer Energien erfüllen. Ab 2029 müssen neue Gas- und Ölheizungen einen steigenden Anteil erneuerbarer Energien nutzen. Bio-Brennstoffe können aber sehr teuer werden. Eine zukunftssichere Option ist die Luft-Luft-Wärmepumpe als alternative Etagenheizung. Für eine optimale und gesetzeskonforme Heizlösung ist die Beratung durch eine Fachfirma unerlässlich. Aroundhome vermittelt Ihnen unverbindlich bis zu drei Fachfirmen aus Ihrer Region.

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Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist besser Zentral- oder Etagenheizung?

Oft ist es bei einer Zentralheizung einfacher, die gesetzlichen Vorgaben des klimafreundlichen Heizens umzusetzen, weswegen sie besser bei einer Neuanschaffung ist. Die Etagenheizung punktet allerdings mit der Möglichkeit einer individuellen Regelung und Kostenabrechnung. Das ist oft einfacher für Vermieter:innen oder Wohnungseigentümergemeinschaften.

Wie teuer ist eine Etagenheizung?

Eine Etagenheizung kostet je nach Art und Ausführung inklusive Montage zwischen 6.500 und 20.000 Euro pro Wohneinheit.

Ist eine Etagenheizung gut?

Eine Etagenheizung ist gut, wenn Sie eine individuelle Wärmeversorgung und Kostenkontrolle für einzelne Wohneinheiten wünschen, allerdings muss sie die gesetzlichen Vorgaben zu erneuerbaren Energien erfüllen und ist bei großen Wohnflächen oder hohem Warmwasserbedarf weniger geeignet

Ist eine Gasetagenheizung effizient?

Eine Gasetagenheizung ist effizient, da sie Wärme direkt vor Ort ohne Leitungsverluste erzeugt und mit moderner Brennwerttechnik den Energieverbrauch sowie die Emissionen weiter senken kann. Besonders effizient ist die Luft-Luft-Wärmepumpe als alternative Etagenheizung.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.

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