Wann lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
Wärmepumpen im Altbau können eine hohe Heizleistung erzielen – unter den richtigen Voraussetzungen. Finden Sie heraus, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist und mit welchen Kosten Sie für den Einbau der klimafreundlichen Heizung rechnen müssen.
Ist eine Wärmepumpe im Altbau wirklich sinnvoll?
In den meisten Fällen eignet sich eine Wärmepumpe für den Altbau, teilweise auch ohne größere Sanierungsmaßnahmen. Entscheidend sind unter anderem der Wärmebedarf, die erforderliche Vorlauftemperatur und die richtige Auslegung der Anlage.
Im Wärmepumpentest 2025 untersuchte Stiftung Warentest fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen für Einfamilienhäuser. Alle getesteten Geräte konnten einen mäßig gedämmten Altbau auch mit herkömmlichen Heizkörpern beheizen. Mit einer Fußbodenheizung arbeiteten die Geräte jedoch effizienter, weil niedrigere Vorlauftemperaturen möglich waren. Für den österreichischen Markt bietet die Wärmepumpen-Datenbank „Topprodukte“ von klimaaktiv, der Klimaschutzinitiative des Bundes, eine gute Übersicht. Dort finden Sie die energieeffizientesten Geräte, streng ausgewählt nach Herstellerangaben, europäischen Normen und offiziellen Prüfberichten.
Auch im Aroundhome-Experteninterview bestätigt Dr. Richard Lucht, VP Communications & Brands beim Heizungsbauer Thermondo, dass in über 80 Prozent der Fälle eine Fußbodenheizung oder energetische Sanierung keine zwingenden Voraussetzungen dafür sind, dass eine Wärmepumpe im Altbau gut funktioniert.
Vorteile der Wärmepumpe im Altbau gegenüber herkömmlichen Heizsystemen
Einsparungen bei den Heizkosten: Eine Auswertung des deutschen Ariadne-Reports (2026) zeigt, dass die Wärmepumpe im Betrieb deutlich günstiger als Gas- oder Ölheizungen ist. Mit 12,20 Euro/m² liegen ihre jährlichen Heizkosten unter Erdgas (16,20 Euro/m²) und Heizöl (17,10 Euro/m²). In Kombination mit einer Solaranlage können Sie im Altbau noch mehr sparen. Dieser Kostenvorteil vergrößert sich künftig weiter, da die steigende CO₂-Bepreisung fossile Brennstoffe zusätzlich verteuert.
Zukunftssichere Versorgung: Österreich verfolgt das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Nach dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG) gilt für den Neubau bereits ein Verbot für die Errichtung von fossilen Heizungsanlagen. Für bestehende Gebäude gibt es derzeit noch keine bundesweite Austausch- oder Stilllegungspflicht und kein fixes Enddatum für funktionierende Öl- oder Gasheizungen. Einzelne Bundesländer können jedoch zusätzliche Anforderungen beim Kesseltausch vorsehen.
Wenige Umbauarbeiten nötig: Wenn Sie eine Ölheizung auf eine Gasheizung umrüsten, sind eine Kaminsanierung und die Einrichtung eines Gasanschlusses erforderlich. Bei einer Luftwärmepumpe benötigen Sie dagegen keinen Kamin, keinen Lagerraum und keine Gasleitung, nur einen geeigneten Platz für die Außenanlage.
Kühlfunktion im Sommer: Die Funktion der Wärmepumpe kann im Sommer einfach umgedreht werden. Je nach Modell können Sie mit einer passiven oder aktiven Kühlung die Temperatur in aufgeheizten Altbauräumen angenehm senken. Voraussetzung ist ein geeignetes Wärmeabgabesystem, etwa eine Fußboden- oder Wandheizung. Mit herkömmlichen Heizkörpern ist eine wirksame Raumkühlung in der Regel nicht möglich.
Wärmepumpe für ein altes Haus – Besonderheiten und Herausforderungen
Altes Heizsystem: Bevor die Wärmepumpe eingebaut wird, muss das alte Heizgerät fachgerecht demontiert und entsorgt werden. Für die Tankleerung eines Ölkessels sowie für die Umrüstung einer Nachtspeicherheizung, die mit Asbest belastet ist, ist ein zertifizierter Fachbetrieb erforderlich. Die alten Heizkörper können Sie dagegen oft mit der Wärmepumpe weiter nutzen.
Begrenzte Platzverhältnisse: In alten Häusern kann es eine Herausforderung sein, den idealen Standort für eine Wärmepumpe zu finden. Außengeräte von Luftwärmepumpen müssen Abstandsregeln einhalten. Für eine Wasser- oder Erdwärmepumpe muss es genügend Platz für die Erdarbeiten geben.
Hohe Vorlauftemperaturen: In vielen Altbauten sind Vorlauftemperaturen zwischen 70 und 90 °C eingestellt. Eine Wärmepumpe läuft aber effizienter mit niedrigen Vorlaufemperaturen, von z. B. 30 bis 75 °C. Daher muss die Vorlauftemperatur in vielen Fällen gesenkt werden. Das lässt sich oft bereits ohne große Umbaumaßnahmen realisieren.
Voraussetzungen für den Einbau einer Wärmepumpe im Altbau
Bewilligungen: Die Tiefenbohrung einer Erdwärmepumpe sowie die Brunnenbohrung einer Wasserwärmepumpe können wasser- oder baurechtliche Bewilligungen erforderlich sein. Auch für Luft-Wasser-Wärmepumpen und Erdkollektoren gelten je nach Standort Bau-, Schall- oder Abstandsregeln. Prüfen Sie die Anforderungen bei der zuständigen Behörde.
Niedrige Vorlauftemperaturen: Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten mit einer Vorlauftemperatur von 30 bis 40 °C. Als Obergrenze wird häufig 55 °C genannt. Moderne Wärmepumpen können aber auch eine Vorlauftemperatur von bis zu 75 °C erreichen, spezielle Modelle sogar bis zu 100 °C.
Wärmedämmung: Modernisierungsmaßnahmen wie ein Heizkörpertausch, Fenstertausch oder eine Fassadendämmung steigern die Energieeffizienz des Altbaus und können den Heizbedarf und damit die Betriebskosten erheblich senken. Sie sind entgegen vieler Vorbehalte jedoch keine zwingende Voraussetzung für eine Wärmepumpe im Altbau.
Ist eine Wärmepumpe für einen Altbau ohne Fußbodenheizung möglich?
Ja, eine Wärmepumpe ist auch im Altbau ohne Fußbodenheizung möglich. Entscheidend sind nicht die Heizkörperart oder das Baujahr allein, sondern vor allem
der Wärmebedarf des Gebäudes,
die erforderliche Vorlauftemperatur und
die fachgerechte Planung.
Wärmepumpen-Experte Lucht betont im Video-Interview mit Aroundhome, dass in 87 Prozent der Praxisfälle die Wärmepumpe im Altbau ohne Fußbodenheizung eingebaut wird und gut funktioniert. In 84 Prozent der Fälle war auch kein Heizkörpertausch erforderlich. Lucht widerlegt auch den typischen Vorbehalt, dass eine Fußbodenheizung Voraussetzung für eine Wärmepumpe in alten Häusern ist:
Am besten lassen Sie sich von Energieberater:innen oder einer Heizungsfachfirma beraten, welche Maßnahmen für Ihr Haus empfehlenswert sind.
Welche Wärmepumpe ist die beste für einen Altbau?
Welche Wärmepumpe für einen Altbau geeignet ist, hängt vor allem vom Wärmebedarf, der benötigten Vorlauftemperatur und den örtlichen Möglichkeiten für die Wärmequelle ab. Eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von etwa 3 bis 5 kann dabei als grobe Orientierung dienen. Die JAZ ist eine Kennzahl für die Effizienz einer Wärmepumpe über ein Jahr gesehen. Je höher sie ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe im Jahresbetrieb. Eine Langzeitfeldstudie des Fraunhofer ISE zur Effizienz von Wärmepumpen im Altbau zeigte, dass alle 77 getesteten Geräte eine JAZ zwischen 2,6 und 5,4 erreichten.
Luft-Wasser-Wärmepumpe im Altbau – flexibel einsetzbar
Luft-Wasser-Wärmepumpen benötigen keine Erdsonden oder Brunnenbohrungen und sind deshalb häufig einfacher zu installieren als erd- oder grundwassergekoppelte Systeme. Benötigt werden ein geeigneter Aufstellort für das Außengerät sowie ein festes Wärmepumpen-Fundament. Dabei müssen Sie die örtlichen Bau-, Schall- und Abstandsregeln beachten.
Erdwärmepumpe im Altbau – Effizient bei ausreichend Platz
Eine Erdwärmepumpe arbeitet im Altbau sehr effizient. In der Langzeitstudie des Fraunhofer ISE erreichten sie eine JAZ zwischen 3,6 und 5,4. Erdwärmepumpen nutzen entweder Erdkollektoren oder Erdsonden. Wie viel Platz für Erdkollektoren erforderlich ist, hängt unter anderem von der Heizlast und den Bodenverhältnissen ab. Für Erdsonden können je nach Standort wasser- oder baurechtliche Bewilligungen erforderlich sein. Die konkreten Anforderungen sollten Sie bei der zuständigen Behörde prüfen.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe im Altbau – hohe Effizienz, aber aufwändig
Wasser-Wasser-Wärmepumpen können im Altbau besonders effizient arbeiten, weil das Grundwasser ganzjährig vergleichsweise konstante Temperaturen bietet. Dadurch ist eine JAZ von 5 und mehr möglich. Allerdings ist die Erschließung aufwändiger. Es werden zwei Brunnenbohrungen (Saug- und Schluckbrunnen) benötigt. Je nach Standort können wasserrechtliche Bewilligungen und weitere behördliche Vorgaben gelten. Zuständig ist die jeweilige Wasserrechtsbehörde.
Hochtemperatur-Wärmepumpe – für unsanierte Altbauten
Hochtemperatur-Wärmepumpen nutzen die gleichen Wärmequellen wie herkömmliche Modelle. Sie können jedoch je nach Modell Vorlauftemperaturen von 90 bis 100 °C erreichen, ohne dass der Stromverbrauch unwirtschaftlich wird. Diese Wärmepumpenart eignet sich daher für unsanierte Altbauten, in denen herkömmliche Modelle mit niedrigeren Vorlauftemperaturen die Räume nicht ausreichend erwärmen können. Allerdings sollte sie nur dann infrage kommen, wenn keine Modernisierungsmaßnahmen geplant sind. Vor dem Einsatz sollte daher geprüft werden, ob sich der Wärmebedarf durch Dämmmaßnahmen, eine Anpassung der Heizkurve, einen hydraulischen Abgleich oder den Austausch einzelner Heizkörper reduzieren lässt.
Hybrid-Wärmepumpe – Übergangslösung mit Gasunterstützung
Eine Gas-Hybridheizung kombiniert eine elektrische Wärmepumpe mit einer Gasheizung. Dabei deckt die Wärmepumpe den Großteil der Heizlast, während bei zusätzlichem Bedarf der Gaskessel zugeschaltet wird. Diese Kombination eignet sich vor allem als Übergangslösung, bevor Sie die alte Gasheizung komplett auf eine Wärmepumpe umrüsten. So können Sie Emissionen und Betriebskosten gegenüber reinen Gasheizungen senken und weitere Sanierungsmaßnahmen im Altbau auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
Tipps für die Auswahl der besten Wärmepumpe im Altbau
Wärmepumpen-Tests: Um das richtige Modell für Ihren Altbau zu finden, können Sie sich an mehreren Wärmepumpentests orientieren. Sowohl Tests von Stiftung Warentest als auch Langzeitfeldstudien wie der Wärmepumpen-Systemtest des Fraunhofer ISE belegen, dass sich viele Wärmepumpen für den Altbau eignen.
Effizienznachweise: In Praxistests wird nur eine begrenzte Auswahl an Wärmepumpen-Modellen getestet. Dagegen können Sie mit Prüf- und Effizienznachweisen anhand der Herstellerangaben sehr viele Wärmepumpen vergleichen. Als Kennzahlen eignen sich z.B. die JAZ oder der Wert für jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz (ETAs/ηs-Wert).
Produktlisten und Gütesiegel: Prüfen Sie, ob das gewünschte Modell in der österreichischen Gebäudeenergietechnikprodukte-Datenbank (GET) gelistet ist und die Anforderungen des jeweiligen Förderprogramms erfüllt. Das EHPA-Gütesiegel weist auf eine unabhängige technische Prüfung und definierte Qualitätsanforderungen hin. Die Listung ersetzt jedoch keine individuelle Planung.
Kombinationsmöglichkeiten: Alle Arten von Wärmepumpen haben im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen wie Gas- oder Ölheizungen einen sehr hohen Wirkungsgrad. In Kombination mit Solarthermie oder Solarstrom können Sie die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe noch weiter steigern.
Fachberatung: Um die beste Wärmepumpe für Ihren Altbau zu finden, sollten Sie sich von einer Fachfirma beraten lassen. Die Expert:innen ermitteln den Wärmebedarf des Hauses, prüfen die Voraussetzungen und können genau einschätzen, welche Lösungen am besten sind.
Was kostet eine Wärmepumpe für den Altbau?
Wenn Sie eine Wärmepumpe im Altbau einbauen lassen, können die Gesamtkosten bei ca. 16.000 bis 70.000 Euro liegen. Darin enthalten sind die Demontage der alten Heizung, eine Wärmepumpe inklusive Einbau, der hydraulische Abgleich sowie die Dämmung der Heizungsrohre.
Wie hoch die Summe genau ausfällt, hängt stark von der gewählten Technologie ab: Eine Luftwärmepumpe kostet laut der Österreichischen Energieagentur im Durchschnitt ca. 33.000 Euro. Eine Erdwärmepumpe ist durch die erforderlichen Erdarbeiten oder Tiefenbohrungen dagegen teurer und kostet durchschnittlich ca. 55.000 Euro.
Entscheiden Sie sich zusätzlich für Modernisierungsmaßnahmen am Altbau, wie den Austausch von Heizkörpern und Fenstern oder eine Fassadendämmung, kann das Gesamtbudget über 100.000 Euro steigen.
Preisübersicht für eine Luftwärmepumpe mit Einbau und Modernisierungsmaßnahmen in einem 120 m² großen Altbau:
* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026
Anschaffungs- und Installationskosten einer Wärmepumpe im Altbau
Die Kosten für den Einbau und die Installation einer Wärmepumpe im Altbau liegen je nach System zwischen 16.000 und 70.000 Euro. Die Tabelle zeigt die Kosten für unterschiedliche Wärmepumpenarten:
* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026
Wie hoch sind die Stromkosten einer Wärmepumpe im Altbau?
In einem ungedämmten Altbau betragen die Stromkosten einer Wärmepumpe mit einer eher niedrigen JAZ von 3 ca. 1.200 bis 2.400 Euro. Angenommen wird ein hoher Stromverbrauch der Wärmepumpe von 5.000 bis 10.000 kWh in einem ungedämmten Einfamilienhaus mit 130 m² und einem durchschnittlichen Strompreis von 24 Cent pro Kilowattstunde (Stand: September 2026).
Wärmepumpe für Altbau ohne Fußbodenheizung – Kosten
Der Einbau einer Wärmepumpe für den Altbau kostet ohne Fußbodenheizung oder Heizkörpertausch etwa 16.000 bis 70.000 Euro. Darin enthalten sind
der Ausbau der alten Heizung,
die neue Wärmepumpe inklusive Einbau und Erschließungsarbeiten
sowie notwendige Maßnahmen zur Heizungsoptimierung, wie die Einstellung der Heizkurve.
Die Verlegung einer Fußbodenheizung im Altbau ist aufwendig und kostet durchschnittlich ca. 100 Euro pro m². Bei einem 120 m² großen Einfamilienhaus wären das ca. 12.000 Euro insgesamt. Dieser Aufwand ist nicht in jedem Fall erforderlich, da eine Wärmepumpe auch in vielen älteren Häusern ohne Fußbodenheizung effizient heizen kann. Ihr Heizungsinstallateur kann Sie beraten, ob stattdessen einzelne Heizkörper gegen Niedertemperatur-Heizkörper ausgetauscht werden sollten (Kosten ca. 500 bis 1.000 Euro pro Stück) oder kleinere Maßnahmen zur Heizungsoptimierung genügen.
Fördermöglichkeiten und Zuschüsse für Wärmepumpen in Österreich
Es gibt verschiedene Förderungen für Wärmepumpen im Altbau. Aktuell sind die beliebten bundesweiten Heizungsförderungen wie die Sanierungsoffensive 2026 oder das Programm „Sauber Heizen für Alle“ ausgeschöpft. Für das nächste Jahr sind aber bereits wieder neue Fördertöpfe des Bundes geplant. Darüber hinaus können Sie sich nach zusätzlichen Förderprogrammen der einzelnen Bundesländer sowie der lokalen Gemeinden erkundigen. Da die genauen Fördersätze und Bedingungen vom Standort abhängen, kann Sie eine regionale Heizungsfirma optimal beraten.
So gelingt der Einbau einer Wärmepumpe im Altbau
Energieberatung und Expertenplanung
Im ersten Schritt sollten Sie sich einen zuverlässigen Partner suchen, der Sie zum Heizungstausch im Altbau beraten kann. Energieberater:innen und verfügbare Fachfirmen für Wärmepumpen finden Sie über ein Vermittlungsportal wie Aroundhome. Die Fachleute ermitteln den Wärmebedarf, beraten Sie zu Modernisierungsmaßnahmen und helfen Ihnen, die richtige Wärmepumpe für Ihren Altbau auszusuchen.
Anpassung der Heizflächen (Fußbodenheizung, Wandheizung, Heizkörper)
Um niedrigere Vorlauftemperaturen für die Wärmepumpe zu erreichen, können im Altbau Anpassungen der Heizflächen erforderlich sein. Ideal sind Flächenheizungen wie:
Fußbodenheizung
Wand- oder Deckenheizung
Niedertemperatur-Heizkörper
Für den Betrieb einer Wärmepumpe kann es aber auch genügen, einen hydraulischen Abgleich durchzuführen und die Heizkurve neu einzustellen.
Tipps zur Auswahl des richtigen Fachbetriebs
Angebote vergleichen: Holen Sie sich mehrere schriftliche Angebote ein und bewerten Sie Preis, Leistungsumfang, Garantien und Zeitplan.
Vermittlungsportal nutzen: Mit einem Vermittlungsportal wie Aroundhome finden Sie schnell und einfach passende und zeitnah verfügbare Fachfirmen.
Seriöse Beratung: Die Fachfirma sollte Sie sachlich beraten, die wirklich notwendigen Maßnahmen erklären und Sie nicht zu teuren, optionalen Sanierungsmaßnahmen drängen.
Hilfe bei Förderungen: Kompetente Fachfirmen kennen sich mit Fördermitteln aus und helfen auch bei der Antragstellung.
Transparenz: Achten Sie auf ein transparentes Angebot mit allen Kosten inklusive Einbau, Inbetriebnahme und Erschließung der Wärmequelle.
Referenzen: Prüfen Sie die Referenzen der Fachfirma, z.B. auf einem Vergleichsportal wie Aroundhome.
Ablauf der Installation einer Wärmepumpe im Altbau
Grundvoraussetzungen checken: Denkmalschutz, Aufstellort, Bewilligungen und Förderungen
Heizlast ermitteln: Erforderliche Leistungsanforderungen der Wärmepumpe durch Fachbetrieb oder Online-Tools herausfinden
Ggfs. energetische Sanierung durchführen lassen: Zum Beispiel Dämmung, Austausch der Fenster und Haustür
Vorlauftemperatur optimieren: Hydraulischer Abgleich, Heizkurve, neue Flächenheizung oder Niedertemperatur-Heizkörper
Wärmepumpentyp auswählen: Je nach Standortvoraussetzungen, Wärmebedarf und individuellen Wünschen
Ggfs. Wärmespeicher installieren: Bringt konstante Wassertemperatur über Tage zur Verbesserung der Wärmepumpenleistung
Wann ist eine Wärmepumpe im Altbau nicht sinnvoll?
Eine Wärmepumpe eignet sich zwar für die meisten Altbauten, in folgenden Fällen kann eine andere Heizoption jedoch besser sein:
Nah- oder Fernwärme ist verfügbar: Es ist sinnvoll, vorab zu prüfen, ob ein Anschluss an ein lokales Wärmenetz möglich und wirtschaftlich ist. In Österreich ist dies oft sogar eine zwingende Voraussetzung für Förderungen, da bestehende Wärmenetze Vorrang vor neuen Einzellösungen haben.
Zu hohe Kosten: Das Haus hat einen sehr hohen Energiebedarf und es gibt kein Budget für eine Sanierung oder Solaranlage, sodass die Stromkosten der Wärmepumpe die erwarteten Einsparungen weit übersteigen.
Denkmalschutz: Die strengen Auflagen des Denkmalschutzes verhindern den Einbau einer Wärmepumpe (z. B. wegen der Optik des Außengeräts).
Platzmangel: Es gibt keinen geeigneten Aufstellort für die Wärmepumpe.
Keine Bewilligung: Eine Erschließung der Wärmequelle, z. B. die Tiefenbohrung für Erdwärme, ist technisch nicht möglich oder wird nicht bewilligt.
Fazit: Eine Wärmepumpe für den Altbau lohnt sich in den meisten Fällen
Wärmepumpen sind im Neubau längst Standard und auch im Altbau lohnt sich der Umstieg in vielen Fällen. Vorbehalte, dass eine Wärmepumpe in alten Häusern nur mit Flächenheizung funktioniert, haben sich in der Praxis nicht bewahrheitet. Erfahrungen zeigen, dass eine Wärmepumpe im Altbau auch oft ohne Fußbodenheizung und ohne Heizkörpertausch effizient und zuverlässig heizt. Eine aufwendige Gesamtsanierung ist für die Umrüstung nicht unbedingt nötig. Gleichzeitig gilt jedoch: Jede energetische Verbesserung am Altbau senkt den Wärmebedarf und damit die Heizkosten. Das ist nicht nur bei Wärmepumpen, sondern bei jeder Heizungsart der Fall.
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Häufig gestellte Fragen
Ist eine Wärmepumpe im Altbau auch ohne Dämmung möglich?
Ja, eine Wärmepumpe ist im Altbau auch ohne Dämmung möglich. Wärmepumpen laufen zwar optimal in gedämmten Häusern, da sie sich bei niedrigen Vorlauftemperaturen bis etwa 55 °C besonders rechnen. Dank moderner Wärmepumpentechnik sind inzwischen aber auch Vorlauftemperaturen bis 75 °C und sogar 100 °C möglich.
In welchen Häusern scheitert die Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe scheitert meist in Häusern mit strengen Denkmalschutzauflagen, fehlendem Platz für die Aufstellung eines Außengeräts der Luft-Wasser-Wärmepumpe und wenn es keine Möglichkeit zur Erschließung einer anderen Wärmequelle wie Erdwärme oder Grundwasser gibt.
Ist eine Wärmepumpe für ein altes Haus gut?
Ja, in den meisten Fällen ist eine Wärmepumpe auch für alte Häuser gut geeignet und kann effizient heizen. Maßnahmen wie ein hydraulischer Abgleich oder einzelne Niedertemperatur-Heizkörper verbessern die Effizienz der Wärmepumpe zusätzlich.