Welche Heizungsarten gibt es? Alle Heizungssysteme im Vergleich (2026)
Die Auswahl ist groß: Wärmepumpe, Gasheizung, Ölheizung, Pelletheizung, Solarthermie, Fernwärme, Elektroheizung, Brennstoffzelle, Hybridheizung oder doch ein Blockheizkraftwerk? Es gibt über zehn verschiedene Heizungsarten, die sich in Bezug auf den Energieträger, die Kosten und die Umweltfreundlichkeit unterscheiden. Lesen Sie alle Heizarten im Überblick.
Heizungsarten im Überblick
Um zu entscheiden, welche Heizung zu Ihrem Haus passt, sollten Sie nicht nur auf die Anschaffungskosten schauen. Entscheidend sind auch die laufenden Energiekosten, die CO2-Bilanz, die Förderfähigkeit und ob das System zum Gebäude passt.
Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die gängigsten Heizungsarten in Österreich.
* Preise sind branchenübliche Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.
** Richtwerte für einen Wärmebedarf von 20.000 kWh/Jahr (Stand September 2026).
*** Quelle: Heizspiegel
Wärmepumpen und Fernwärme verursachen durch ihren aktuellen Strom- und Wärmemix indirekt CO₂. Doch mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien sollen sie schrittweise komplett emissionsfrei werden. Während Kommunen die Wärmenetze zunehmend klimafreundlich gestalten, können Eigentümer:innen ihre Wärmepumpe schon heute über Ökostrom oder eine eigene Photovoltaikanlage emissionsarm betreiben.
Welche Heizungsarten sind 2026 in Österreich noch erlaubt?
Im Jahr 2026 sind in Österreich grundsätzlich alle erneuerbaren Heizsysteme wie Wärmepumpen, Pelletheizungen, Solarthermie oder Fernwärme erlaubt. Bei fossilen Systemen unterscheidet der Gesetzgeber: Im Neubau sind Öl- oder Gasheizungen nicht mehr zulässig. In Bestandsgebäuden sind fossile Heizungen weiterhin erlaubt. Sie dürfen eine funktionierende Öl- oder Gasheizung im Altbau also weiter betreiben und bei einem Defekt reparieren lassen. Ob und unter welchen Auflagen Sie eine neue fossile Heizung im Bestand einbauen dürfen, regeln die jeweiligen Bestimmungen Ihres Bundeslandes.
Dürfen neue Öl- und Gasheizungen im Altbau eingebaut werden?
Es gibt in Österreich kein generelles Verbot für den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen in bestehenden Gebäuden. Allerdings ist die Installation je nach Bundesland oft nur unter bestimmten Auflagen gestattet. So kann für eine Kesselerneuerung beispielsweise eine Baubewilligung erforderlich sein oder eine Pflicht zur Alternativenprüfung gelten. Die genauen Bedingungen und möglichen weiteren Vorgaben hängen stark von Ihrem jeweiligen Bundesland ab.
Zudem sollten Sie bei der Planung die klimapolitischen Ziele berücksichtigen. Österreich verfolgt das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden und keine fossilen Brennstoffe mehr zu nutzen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten Gas- und Ölheizungen ab diesem Zeitpunkt entweder ausgetauscht oder mit erneuerbaren Energieträgern wie Biomethan, grünem Wasserstoff oder Bio-Öl betrieben werden.
Dürfen Öl- und Gasheizungen im Neubau eingebaut werden?
Der Einbau von fossilen Öl- und Gasheizungen ist in Neubauten grundsätzlich nicht mehr gestattet. Grundlage hierfür ist das österreichische Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG), das den Einsatz von fossilen Heizsystemen in neuen Gebäuden ausschließt. Wenn Sie also einen Neubau planen, sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, von vornherein auf erneuerbare Heizsysteme wie beispielsweise eine Wärmepumpe, eine Holzheizung oder Fernwärme zu setzen.
Wie wähle ich das richtige Heizungssystem?
Ist-Zustand des Gebäudes analysieren: Lassen Sie am besten von einer Fachfirma den energetischen Zustand und das alte Heizsystem Ihres Hauses begutachten. Sie sollten den Wärmebedarf kennen und wissen, welche Vorlauftemperaturen möglich sind.
Erschließung der Energieträger prüfen: Klären Sie, welche Ressourcen überhaupt an Ihrem Standort nutzbar sind. Prüfen Sie, ob sich Umweltwärme (Luft, Grundwasser, Erde) erschließen lässt, ob ein Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz möglich ist oder ob ausreichend trockener Platz für ein Biomasse-Lager zur Verfügung steht.
Heizungssysteme vergleichen: Wägen Sie die Vor- und Nachteile der Heizsysteme für Ihre individuelle Situation ab. Vergleichen Sie beispielsweise die hoch effiziente Wärmepumpe mit der klimafreundlichen, aber wartungsintensiveren Pelletheizung.
Kosten und Fördermittel checken: Vergleichen Sie die Anschaffungskosten und erkundigen Sie sich, welche Förderrabatte an Ihrem Standort verfügbar sind. Berechnen Sie auch die langfristigen Betriebsausgaben und bedenken Sie dabei die steigenden CO₂-Preise für fossile Brennstoffe.
Energieberatung nutzen: Energieberater:innen analysieren den Istzustand Ihres Gebäudes und beraten Sie über empfehlenswerte Maßnahmen.
Checkliste: Welche Heizung passt zu meinem Haus?
Klären Sie, ob Ihre Immobilie die nötigen Bedingungen erfüllt, um das gewünschte Heizungssystem zu betreiben. Folgende Aspekte sollten Sie vor der Entscheidung bedenken:
Altbau oder Neubau: Im Altbau sind oft Anpassungen des vorhandenen Heizsystems erforderlich, z.B. größere Heizkörper für Wärmepumpen, eine Kaminsanierung für moderne Brennwerttechnik oder die Umrüstung auf Bio-Brennstoffe.
Gasnetz: Wenn es keinen Gasanschluss gibt, ist der Einbau einer Wärmepumpe oft sinnvoller als neue Leitungen für eine Gasheizung zu verlegen.
Nah- oder Fernwärme: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob für Ihren Standort ein Nah- oder Fernwärmenetz verfügbar oder geplant ist.
Dämmung: Eine gute Dämmung ist für geringe Heizkosten bei allen Heizungsarten wichtig, besonders für Stromdirektheizungen und Wärmepumpen.
Lagerraumfläche: Für eine Holzheizung brauchen Sie genügend Platz für ein ca. 3,3 bis 4,6 m² großes Brennstofflager.
Abstand zum Nachbarn: Bei einer außen aufgestellten Wärmepumpe müssen Sie die Abstandsregeln und Schallvorschriften beachten.
Brennstoffversorgung: Die Versorgung mit Bio-Gas, Bio-Heizöl oder Wasserstoff kann nicht überall gewährleistet werden und ist oft sehr kostenintensiv.
Steigender CO₂-Preis: Durch die CO₂-Abgabe und den EU-Emissionshandel werden fossile Brennstoffe wie Gas und Öl tendenziell teurer, was die Betriebskosten in die Höhe treibt.
Förderung: Für Heizungssysteme, die erneuerbare Energien nutzen, können staatliche Förderungen verfügbar sein. Das heißt, auch wenn der Kaufpreis zunächst hoch erscheint, können Sie oft eine große Summe einsparen.
Welche Heizungsarten kommen für welches Haus infrage?
Die Tabelle zeigt eine Übersicht, welche Heizung zu welchem Haus passt.
Legende: ✔✔✔ = Sehr empfehlenswert; ✔✔ = Solide Lösung; ✔ = Nur in Ausnahmefällen sinnvoll
Wärmepumpe: Der neue Standard im Neubau, ist aber auch sehr gut in saniertem Bestand geeignet. Eine Wärmepumpe im Altbau kann effizient heizen, hat aber einen höheren Stromverbrauch.
Pellet- und Hybridheizung: Eine gute Lösung für den unsanierten Altbau, da sie die nötigen hohen Vorlauftemperaturen schaffen. Im Neubau oft überdimensioniert oder zu platzintensiv.
Fernwärme: Wenn sie verfügbar ist, ist sie für jede Gebäudeart eine bequeme Lösung.
Elektroheizung: Nur in gut gedämmten Häusern zu empfehlen.
Gas- oder Ölheizung: Im Neubau nur in Ausnahmefällen. Im Altbau noch möglich, aber wegen steigender CO₂-Preise und teilweise strenger Gesetzesvorlagen nicht empfehlenswert.
Heizungsarten mit erneuerbaren Energien
Alternativ heizen ohne Gas und Öl ist nicht nur gut fürs Klima, sondern kann auch langfristig für niedrigere Heizkosten sorgen. Mit Heizarten wie der Wärmepumpe, Pelletheizungen oder solarthermischen Anlagen werden Sie unabhängiger von Energielieferanten und von schwankenden Energiepreisen.
Wärmepumpe
Wärmepumpen nutzen die kostenlose Wärme des Erdreichs, des Grundwassers oder der Luft, um zu heizen. Sie benötigen nur eine geringe Menge Strom als Antriebsenergie und sind sehr effizient. Erdwärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen erfordern aufwendige Erdarbeiten zur Erschließung der Wärmequelle, die genehmigt werden müssen. Luftwärmepumpen benötigen einen geeigneten Aufstellort im oder außerhalb des Hauses. Die Anschaffungskosten liegen je nach System bei ca. 16.000 bis 70.000 Euro, wobei Sie mit einer Wärmepumpenförderung die Kosten in vielen Fällen senken können.
Holzheizung
Holzheizungen verbrennen klimafreundliche Biomasse aus Holzabfällen. Unterschieden wird zwischen Pelletheizungen, Hackschnitzelheizungen und Holzvergasern. Da sie problemlos hohe Vorlauftemperaturen erreichen, lassen sie sich gut mit klassischen Heizkörpern kombinieren. Allerdings erfordern sie ausreichend Platz für das Brennstofflager. Zudem müssen strenge Emissionsauflagen bezüglich des Feinstaubausstoßes eingehalten werden. Die Anschaffungskosten liegen bei ca. 15.000 bis 45.000 Euro. Auch hier kann der Bund den Einbau unter den richtigen Voraussetzungen mit Fördergeldern unterstützen.
Solarthermie
Bei der Solarthermie, auch thermische Solaranlage genannt, wird Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung und zur Unterstützung der Raumheizung genutzt. Als Ergänzungssystem heizt sie idealerweise in Kombination mit einer Wärmepumpe, einer Holzheizung oder als Gas-Hybridheizung. Voraussetzung für einen lohnenswerten Betrieb ist eine ausreichend große, möglichst unbeschattete Dachfläche mit passender Ausrichtung zur Sonne. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf ca. 5.000 bis 15.000 Euro, wobei Sie auch von attraktiven Solarthermie-Förderungen profitieren.
Brennstoffzellenheizung
Eine Brennstoffzellenheizung erzeugt gleichzeitig Wärme und Strom in einem Gerät. Als Brennstoff wird meist Erdgas, Biogas oder Wasserstoff genutzt. Durch die eigene Stromproduktion machen Sie sich unabhängiger vom öffentlichen Netzstrom und senken Ihre Energiekosten. Die Anlage lohnt sich, wenn Sie das ganze Jahr über einen konstant hohen Energiebedarf haben, z.B. durch Homeoffice oder ein Elektroauto. Die Anschaffungskosten liegen bei ca. 25.000 bis 35.000 Euro.
Hybridheizung
Eine Hybridheizung kombiniert zwei verschiedene Heizarten, z.B. eine Gas-Brennwertheizung mit einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage. Eine automatische Regelung sorgt dafür, dass je nach Außentemperatur und Wärmebedarf stets der effizientere Energieträger genutzt wird. Das System ist besonders für teilsanierte Altbauten geeignet, in denen eine Wärmepumpe allein nicht wirtschaftlich arbeiten kann.
Konventionelle und weitere Heizungsarten
Gasheizung
Eine Gasheizung erzeugt Heizwärme und Warmwasser, indem sie gasförmige Brennstoffe verbrennt, in der Praxis meist Erdgas, seltener Flüssiggas oder Biogas. Moderne Brennwerttechnik nutzt zusätzlich die Wärme aus den Abgasen und arbeitet dadurch effizienter als ältere Heizkessel. Da bei der Verbrennung fossiler Gase Emissionen entstehen, fallen diese in Österreich unter die CO₂-Bepreisung. Der Einbau einer neuen Gasheizung ist im Neubau nicht erlaubt. In Bestandsgebäuden müssen Sie die Bauordnungen und Auflagen Ihres Bundeslandes beachten. Beachten Sie zudem, dass Österreich ab 2040 den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen anstrebt. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Gasheizungen voraussichtlich nur noch mit klimaneutralen „grünen Gasen“ wie Biomethan oder grünem Wasserstoff betrieben werden. Da diese Alternativen derzeit noch knapp und teuer sind und der CO₂-Preis stetig steigt, birgt der Einbau einer neuen Gasheizung langfristig Kostenrisiken.
Ölheizung
Eine Ölheizung erzeugt Heizwärme durch die Verbrennung von Heizöl. Der Einbau von neuen, reinen Ölheizungen ist aufgrund der Klimaziele und steigender Brennstoffkosten vielerorts ein Auslaufmodell. Im Neubau ist der Einbau einer fossilen Ölheizung nicht mehr gestattet. Geht Ihre alte Ölheizung im Bestand kaputt, können Sie diese weiterhin reparieren oder aber auf eine klimafreundliche Alternative umrüsten. Dafür können Sie Fördermittel erhalten.
Fernwärme
Fernwärme nutzt ein externes Kraft- oder Heizwerk zur Wärmelieferung. Die Wärme ist oft ein Nebenprodukt von großen Industrie- oder Müllverbrennungsanlagen. Sie wird über Rohre direkt in die Häuser geleitet, so dass Sie keine eigene Heizanlage brauchen. Voraussetzung für Fernwärme ist, dass ein Wärmenetz in Ihrer Nähe vorhanden ist.
Elektroheizung / Infrarotheizung
Eine Elektroheizung ist eine Direktheizung, die Strom also direkt in Heizwärme umwandelt. Als Hauptheizung wird sie nur für sehr gut gedämmte Häuser empfohlen, am besten in Kombination mit einer Solaranlage. Als punktuelle Zusatzheizung kann z. B. eine kleine Infrarotheizung im Bad schnell für wohlige Wärme sorgen.
Blockheizkraftwerk (BHKW)
Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gleichzeitig Strom und Heizwärme. Da sich die Anlage nur bei konstant hohem Energiebedarf rechnet, eignet sie sich weniger für Einfamilienhäuser, sondern primär für Mehrfamilienhäuser oder Gewerbebetriebe. Da die meisten BHKWs mit Gas betrieben werden, müssen Sie langfristig auch auf Bio-Brennstoffe umrüsten.
Heizungsarten im Kostenvergleich
Die Kosten für neue Heizungen liegen zwischen 4.000 und 70.000 Euro, je nach gewähltem Brennstoff, der gewünschten Leistungsstärke und dem Aufwand für den Einbau bzw. Austausch der alten Heizung ab. Fossile Heizungssysteme sind oft günstiger in der Anschaffung als Wärmepumpen oder Pelletheizungen, aber teurer im Betrieb.
* Preise sind Durchschnittswerte für ein 120 m² großes Einfamilienhaus und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026
Die Kosten für Wärmepumpen unterscheiden sich stark, je nach Aufwand der Installation und Erschließung der Wärmequelle. Wegen der erforderlichen Erdarbeiten oder Tiefenbohrungen sind Wasser- oder Erdwärmepumpen in der Regel teurer als Luftwärmepumpen. Die Gesamtkosten können Sie im AEA-Kostencheck der Österreichischen Energieagentur mit branchenüblichen Marktpreisen vergleichen.
Förderung für Heizungen 2026
Für den Austausch eines fossilen Heizsystems gegen eine klimafreundliche Alternative profitieren Sie in Österreich von attraktiven Heizungsförderungen. Wenn Sie z. B. Ihre alte Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen oder Ihre Ölheizung auf Pellets umrüsten, ist in vielen Bundesländern ein Zuschuss möglich. Allerdings kann als Voraussetzung zunächst geprüft werden, ob ein Nah- oder Fernwärmeanschluss möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Es gibt auch bundesweite Förderprogramme wie die Sanierungsoffensive oder die soziale Zusatzförderung „Sauber Heizen für Alle“. Hierfür ist das Budget für das Jahr 2026 allerdings bereits ausgeschöpft. Ihre Heizungsfirma berät Sie gerne und hilft Ihnen auch beim Förderantrag.
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Welche Heizungsarten gibt es?
Zu den gängigen Heizungsarten zählen Wärmepumpen, Holzheizungen wie Pelletanlagen, Fernwärme, Brennstoffzellenheizungen sowie Elektro- und Infrarotheizungen. Weiterhin gibt es klassische Gas- und Ölheizungen, Blockheizkraftwerke, Hybridheizungen, die zwei verschiedene Systeme kombinieren, und Solarthermie als ergänzende Wärmequelle.
Welche Heizung ist die beste für ein Einfamilienhaus?
In vielen Fällen ist die Wärmepumpe die beste Wahl für ein Einfamilienhaus, da sie besonders effizient und zukunftssicher ist. Je nach den individuellen Gegebenheiten vor Ort kann jedoch auch eine andere Heizungsart, wie beispielsweise eine Pelletheizung oder Fernwärme, sinnvoll sein. Weniger empfehlenswert sind hingegen fossile Systeme wie Öl- oder Gasheizungen, da diese klimaschädlich sind und langfristig auch hohe und unkalkulierbare Betriebskosten verursachen können.
Was ist die günstigste Heizung?
Bei den Anschaffungskosten ist die Elektroheizung (ab 4.000 €) am günstigsten, gefolgt von einem Fernwärmeanschluss (ab 8.000 €). Schaut man jedoch auf die jährlichen Betriebskosten, sind Wärmepumpen und Pelletheizungen mit durchschnittlich 1.600 € am günstigsten, während die Elektroheizung mit rund 4.800 € im Jahr die höchsten laufenden Kosten verursacht.
Welche Heizung ist am umweltfreundlichsten?
Am umweltfreundlichsten ist die Pelletheizung mit einem CO₂-Ausstoß von nur 28 g/kWh, dicht gefolgt von der Solarthermie (24 g/kWh), die allerdings nur als ergänzendes System genutzt werden kann. Auch die Wärmepumpe gehört mit 171 bis 191 g/kWh zu den sehr klimafreundlichen Systemen, da sie hauptsächlich kostenlose Umweltwärme nutzt und ihr CO₂-Ausstoß mit dem Ausbau von grünem Strom kontinuierlich weiter sinkt.
Welche Heizungsart ist am besten?
Für Neubauten und gut sanierte Gebäude ist die Wärmepumpe aktuell der Standard und besonders zu empfehlen. In unsanierten Altbauten punkten hingegen Pellet- und Hybridheizungen, da sie die dort nötigen hohen Vorlauftemperaturen erreichen. Falls an Ihrem Wohnort ein Anschluss möglich ist, stellt Fernwärme für jede Gebäudeart eine komfortable Lösung dar. Von reinen Öl- und Gasheizungen wird hingegen wegen kontinuierlich steigender CO₂-Preise und gesetzlicher Vorgaben häufig abgeraten.