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Wärmepumpe statt Ölheizung: So gelingt die Umrüstung

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Ölheizungen werden in Deutschland auf lange Sicht verboten; daher ist jetzt die Zeit zur Umrüstung gekommen. Die Wärmepumpe ist eine klimafreundliche Alternative, die bei vielen Eigentümer:innen beliebt ist. Doch wie funktioniert der Heizungstausch genau und welche Kosteneinsparungen lassen sich damit erzielen? Erfahren Sie die Vorteile, wenn Sie Ihre Ölheizung umrüsten auf eine Wärmepumpe.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Wärmepumpe vor Einfamilienhaus
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Womit möchten Sie in Zukunft heizen?

Ölheizung auf Wärmepumpe umrüsten: Wann lohnt es sich?

Die Umrüstung von einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe lohnt sich in fast allen Bestandsgebäuden und zwar am besten sofort. Wer jetzt wechselt, entgeht teuren Kostenfallen und strengen gesetzlichen Einschränkungen für fossile Brennstoffe.

Dafür sprechen folgende Gründe:

  • Kostenfalle „Biotreppe“: Neue Ölheizungen müssen laut dem Gebäudemodernisierungsgesetz einen stetig steigenden Anteil an erneuerbaren Brennstoffen (z. B. Bioöl) nutzen: 15 % ab 2029, 30 % ab 2035 und 60 % ab 2040. Da diese grünen Brennstoffe knapp und teuer sind, wird der Betrieb einer Ölheizung zunehmend teurer.

  • Endgültiges Betriebsverbot: Ab 2045 dürfen fossile Heizungen nicht mehr betrieben werden. Eine neue Ölheizung kann ihre typische Lebensdauer also nicht mehr erreichen.

  • Niedrigere Betriebskosten: Laut Ariadne-Report (2026) heizen Wärmepumpen deutlich günstiger als Ölheizungen. 2025 zahlten Haushalte mit Öl durchschnittlich 17,10 Euro pro m² Heizkosten, mit einer Wärmepumpe jedoch nur 12,20 Euro pro m².

  • Steigender CO₂-Preis: Auf Heizöl wird eine staatliche CO₂-Abgabe fällig. Weil dieser Aufpreis Jahr für Jahr steigt, wird klimaschädliches Heizen in Zukunft noch teurer.

  • Zukunftssicherheit: Eine Wärmepumpe lohnt sich fast immer, da sie schon heute alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt, hocheffizient arbeitet und Sie unabhängiger von Energiekonzernen macht.

  • Sinkende Fördersätze: Derzeit gibt es einen Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent, wenn Sie Ihre Ölheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten. Ab dem 1. Februar 2027 verringert sich dieser Bonus jedoch alle sechs Monate um weitere vier Prozentpunkte.

Wärmepumpe einfach erklärt

Die Wärmepumpe ist sehr effizient und funktioniert nach einem simplen Prinzip: Sie entzieht ihrer Umgebung Wärme und wandelt diese in Heizwärme um. Als Quelle nutzt sie je nach Technologie die Wärme aus der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich. Zum Betrieb braucht sie nur eine geringe Menge Strom – die meiste Energie, die sie nutzt, ist kostenlos und regenerativ.

Welche Möglichkeiten der Umrüstung gibt es?

Das Heizen mit fossilen Brennstoffen ist nicht mehr zeitgemäß. Spätestens ab Mitte 2028 müssen Hausbesitzer:innen mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien heizen. Bis 2045 sollen Heizungen in Deutschland klimaneutral laufen. Eine Heizung, mit der Sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen können, ist die Wärmepumpe. Für die Umrüstung gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Sie kombinieren die Ölheizung mit einer Wärmepumpe zur Hybridheizung.

  • Sie tauschen Ihre Ölheizung komplett gegen eine Wärmepumpe aus.

Sehen Sie im Video, wie man von einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe umrüstet.

Was kostet der Umstieg von einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe?

Die Kosten für die Umrüstung einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe können unterschiedlich hoch ausfallen. Je nach Umfang Ihres Projekts müssen Sie mit einem Betrag zwischen 12.500 Euro und 56.000 Euro (ohne Förderung) rechnen. Hinzukommen können noch weitere Kosten, falls zum Beispiel eine energetische Sanierung erforderlich ist.

Folgende Kostenfaktoren sind entscheidend:

  • Anschaffung der Wärmepumpe: ca. 9.000–25.000 Euro

  • Erschließung/Installation: ca. 2.000–25.000 Euro

  • Ausbau und Entsorgung des Öltanks: 1.500–3.000 Euro

  • Pufferspeicher: ca. 1.000–3.000 Euro

  • Wärmedämmung: ca. 20–250 Euro pro Quadratmeter

Energetische Sanierung: Ja oder nein?

Ist die Energieeffizienz Ihres Hauses sehr schlecht, lohnt sich eine energetische Sanierung in vielen Fällen, um die Heizkosten zu senken. Daher kann es im Zuge der Umrüstung auf eine Wärmepumpe sinnvoll sein, das Haus zu dämmen oder die Fenster zu tauschen. Nehmen Sie am besten eine Energieberatung in Anspruch, um einen individuellen Sanierungsfahrplan zu erhalten.

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Förderung für die Umrüstung einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe

Die Bundesregierung bietet attraktive Förderungen, wenn Sie Ihre alte Ölheizung auf eine klimafreundliche Wärmepumpe umrüsten. Die Wärmepumpenförderung deckt bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten ab. Auch für begleitende Modernisierungen, die im Zuge des Umbaus anfallen können, gibt es finanzielle Unterstützung, wie beispielsweise Förderprogramme für eine energetische Sanierung.

Um die Heizungsförderung der KfW zu beantragen, benötigen Sie einen Lieferungs- oder Leistungs­vertrag, der eine aufschiebende oder auflösende Bedingung enthält. So tritt der Vertrag erst in Kraft, wenn Sie die Förder­zusage erhalten haben. Zudem muss das voraussichtliche Datum der Um­setzung der beantragten Maß­nahme ersichtlich werden.

Wann amortisiert sich die Umrüstung auf eine Wärmepumpe?

Die Umrüstung amortisiert sich bereits nach wenigen Jahren. Das hat mehrere Gründe:

  • Eine Wärmepumpe ist im Vergleich zur Ölheizung effizienter und sparsamer. Sie benötigt lediglich eine Einheit Strom, um drei bis fünf Einheiten Wärme zu erzeugen.

  • Daher sinken die jährlichen Energiekosten in der Regel deutlich, wenn Sie mit einer Wärmepumpe statt einer Ölheizung heizen.

  • Die CO2-Preise und -Steuer werden in den kommenden Jahren steigen, während Energieversorger vergünstigte Stromtarife für Wärmepumpen anbieten.

  • Für den Austausch Ihrer Ölheizung und die Installation einer Wärmepumpe erhalten Sie hohe staatliche Förderungen.

Amortisation Ölheizung vs. Wärmepumpe berechnen

Nach welcher Zeit sich die Umrüstung Ihrer Ölheizung auf eine Wärmepumpe bereits rentiert, berechnen Sie mit dieser Formel:

Amortisationszeit = Kapitalgebundene Mehrkosten / Ersparnis variable Kosten

Beispielrechnung für die Amortisationszeit ohne Förderung

Kosten

Wärmepumpe

Ölheizung

Anschaffungskosten

30.000 €

18.000 €

Heizkosten pro m²*

12,20 €

17,10 €

Betriebskosten (bei 130 m²)

1.586 €

2.223 €

* Quelle: Ariadne-Report 2026

Kapitalgebundene Mehrkosten: 30.000 € - 18.000 € = 12.000 €

Jährliche Ersparnis: 2.223 € - 1.586 € = 637 €

Amortisationszeit: 12.000 € / 637 € = ca. 19 Jahre

Ohne Förderung hätte sich die Wärmepumpe nach rund 19 Jahren amortisiert. Da der CO₂-Preis auf Heizöl in Zukunft jedoch weiter steigt, wird die Ersparnis jährlich größer und diese Zeitspanne in der Realität wahrscheinlich deutlich kürzer ausfallen.

Beispielrechnung für die Amortisationszeit mit Förderung (z. B. 40 % Zuschuss)

Kosten

Wärmepumpe (mit 40 % Förderung)

Ölheizung

Anschaffungskosten

18.800 €

18.000 €

Heizkosten pro m²*

12,20 €

17,10 €

Betriebskosten (bei 130 m²)

1.586 €

2.223 €

* Quelle: Ariadne-Report 2026

Kapitalgebundene Mehrkosten: 18.800 € - 18.000 € = 800 €

Jährliche Ersparnis: 2.223 € - 1.586 € = 637 €

Amortisationszeit: 800 € / 637 € = ca. 1,25 Jahre

Dank der Förderung ist der Preisunterschied bei der Anschaffung von Wärmepumpe und Ölheizung minimal. Durch die deutlich geringeren Betriebskosten hat sich die Wärmepumpe bereits nach gut einem Jahr amortisiert.

Mit eigenem Solarstrom noch mehr sparen

Der Betrieb einer Wärmepumpe wird noch günstiger, wenn Sie Ihren eigenen eigenen Solarstrom mit einer Photovoltaikanlage produzieren. Dadurch verkürzt sich die Amortisationszeit zusätzlich. Zudem machen Sie sich noch unabhängiger von Energieversorgern und optimieren die Klimabilanz Ihrer Heizung.

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Wichtige Fragen, bevor Sie die Ölheizung umrüsten

Bevor Sie Ihre alte Ölheizung mit einer Wärmepumpe nachrüsten oder komplett zur Wärmepumpe wechseln, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

Sind die vorhandenen Heizkörper geeignet?

Ist Ihr Haus mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, ist dies ideal für die niedrigen Vorlauftemperaturen, mit denen Wärmepumpen laufen. Doch auch ohne Installation einer Flächenheizung lässt sich die Vorlauftemperatur senken, zum Beispiel mithilfe spezieller Niedertemperatur-Heizkörper.

Wie hoch muss die Heizleistung sein?

Für die richtige Dimensionierung der Wärmepumpe sollte ein Fachbetrieb die Heizlast Ihres Hauses berechnen. Je nachdem, wie hoch die Heizleistung sein muss, kann entschieden werden, ob eine Hybridlösung oder ein kompletter Heizungswechsel sinnvoller ist und ob sich eine energetische Sanierung lohnt.

Ist die Wärmedämmung ausreichend?

Je besser die Wärmedämmung Ihres Hauses ist, desto weniger Leistung muss Ihre Wärmepumpe erbringen. Dann arbeiten bereits günstigere Luftwärmepumpen effizient. Ist Ihr Haus schlecht isoliert, kann es sich in vielen Fällen lohnen, die Wände, Türen oder Fenster zu dämmen.

Welche Wärmepumpe passt zum Haus und Grundstück?

Welche Wärmepumpe zu welchem Haus passt, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. Ob eine Luft-, Wasser- oder Erdwärmepumpe sinnvoll ist, entscheidet sich zum Beispiel daran, wie viel Platz auf Ihrem Grundstück für Erdarbeiten oder die Außenaufstellung vorhanden ist, ob das Grundwasser genutzt werden darf, wie gut das Gebäude gedämmt ist und welche Heizkörper verbaut sind. Ihre Fachfirma rät Ihnen zum passenden Modell.

Kostenvergleich: Ölheizung und Wärmepumpe

Die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe liegen ohne Förderung über denen einer Ölheizung: Statt 11.000 bis 23.000 Euro für die Ölheizung fallen je nach Wärmepumpen-Art 11.000 bis 50.000 Euro an. Durch die aktuelle Heizungsförderung reduziert sich diese Differenz jedoch erheblich.

Während Ölheizungen bei der Erstanschaffung geringere Kosten verursachen, weist die Wärmepumpe im laufenden Betrieb deutliche Kostenvorteile auf. Laut den Daten des Ariadne-Reports (2026) beliefen sich die durchschnittlichen Heizkosten für Ölheizungen im Jahr 2025 auf 17,10 Euro pro Quadratmeter. Bei Wärmepumpen lagen die Kosten im gleichen Zeitraum bei 12,20 Euro pro Quadratmeter. Dieser Preisabstand wird sich durch die schrittweise ansteigende CO₂-Bepreisung auf fossile Brennstoffe in den kommenden Jahren weiter vergrößern.

Anschaffungskosten (ohne Förderung)

  • Luft-Luft-Wärmepumpe: ca. 11.000 - 21.000 Euro (inkl. Montage)

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: ca. 22.000 - 35.000 Euro (inkl. Montage)

  • Erd-/Wasser-Wasser-Wärmepumpe: ca. 25.000 - 50.000 Euro (inkl. Erschließung)

  • Ölheizung: 11.000 - 23.000 Euro (inkl. Montage)

Vergleich der Betriebskosten pro Jahr (bei 15.000 kWh)

  • Luft-Luft-Wärmepumpe (JAZ 2,5): ca. 1.500 Euro im Jahr

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe (JAZ 3): 1.250 Euro im Jahr

  • Erdwärmepumpe (JAZ 4): ca. 938 Euro im Jahr

  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe (JAZ 5): ca. 750 Euro im Jahr

  • Ölheizung: ca. 2.250 Euro im Jahr

Das ist Aroundhome

Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.

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Häufig gestellte Fragen

Kann man eine Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen?

Ja, in vielen Fällen ist es möglich und sinnvoll, eine alte Ölheizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. Ob Ihr Haus und Grundstück die Voraussetzungen erfüllt, kann Ihnen eine Fachfirma zuverlässig beantworten.

Was kostet es, eine Ölheizung auf eine Wärmepumpe umzurüsten?

Die Umrüstungskosten von einer Ölheizung zur Wärmepumpe hängen vom Umfang Ihres Projekts ab. Bei einer gängigen Luft-Wasser-Wärmepumpe müssen Sie inklusive Montage und Tankentsorgung mit Kosten zwischen 25.000 Euro und 40.000 Euro rechnen – ohne Förderung. Durch die staatliche KfW-Heizungsförderung von bis zu 80 Prozent reduziert sich dieser Eigenanteil jedoch erheblich.

Kann man eine alte Ölheizung mit einer Wärmepumpe kombinieren?

Ja, häufig ist es möglich, die alte Ölheizung nachzurüsten und mit einer Wärmepumpe zu kombinieren. Achten Sie darauf, dass der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Hybridlösung bei mindestens 65 Prozent liegt. Damit erfüllen Sie die Vorgaben der Bundesregierung.

Wie läuft die Entsorgung der alten Ölheizung ab?

Zunächst wird das Restöl im Tank von einer Fachfirma entsorgt, um anschließend den Kessel abzubauen und abzutransportieren.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.

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