Zum Hauptinhalt
Erfolgreiche Projekte, echte Geschichten

So haben Kundinnen und Kunden ihre Projekte erfolgreich mit Aroundhome umgesetzt.

Erfahrungsberichte entdecken
Sie sind Handwerker oder Makler und auf Kundensuche?
Jetzt Partner werden
Auf der Suche nach der passenden Fachfirma für Ihr Hausprojekt?
Jetzt Fachfirmen finden
Logo von Aroundhome mit der Tagline "Denn es ist Ihr Zuhause."Aroundhome Logo

Mit einem Pufferspeicher effizient heizen

Brauchen Sie passende Empfehlungen für Fachfirmen?

Ein Pufferspeicher ist die ideale Ergänzung für die meisten Heizsysteme. Er speichert überschüssige Wärmeenergie, bis diese tatsächlich benötigt wird. Das sorgt für einen geringeren Verschleiß der Anlage und eine deutlich effizientere Nutzung der Heizenergie.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Pufferspeicher
Finden Sie die passende Fachfirma für Heizungen aus Ihrer Region
Womit möchten Sie in Zukunft heizen?

Wie funktioniert ein Pufferspeicher?

Ein Pufferspeicher funktioniert wie ein großer Vorratsbehälter. Wenn Ihr Heizsystem mehr Wärme produziert, als sofort genutzt werden kann, wird diese an das Wasser im Pufferspeicher abgegeben und in einem gut isolierten Stahlbehälter gesammelt. So lässt sich die Energie über einige Stunden bis zu wenigen Tagen zwischenspeichern, bis sie tatsächlich benötigt wird.

Damit löst der Pufferspeicher ein Problem vieler Heizungsanlagen, die die Wärme zeitlich versetzt zu Ihrem tatsächlichen Bedarf produzieren. Eine Solaranlage liefert beispielsweise nur bei Sonnenschein Energie und eine Holzheizung nur während des aktiven Brennvorgangs. Ohne einen Pufferspeicher würde diese überschüssige Wärmeenergie verloren gehen. Der Speicher fängt sie auf und speichert das heiße Wasser zwischen. Sobald Ihr Wärmebedarf steigt, wird die gespeicherte Energie an das Heizsystem abgegeben – selbst dann, wenn die Heizung gerade nicht aktiv läuft.

Heizungsanlage mit Pufferspeicher
Ein Pufferspeicher kann eine sinnvolle Ergänzung zu Ihrer Heizung sein.

Für welche Heizsysteme ist ein Pufferspeicher sinnvoll?

Für Holzheizungen, Pelletheizungen und Solarthermieanlagen stellt ein Pufferspeicher die ideale Ergänzung dar. Solarthermieanlagen werden beispielsweise selten mit Pufferspeicher installiert, da eine Warmwasserversorgung für die Heizung bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit sonst nicht möglich wäre. Ein gut gedämmter Pufferspeicher hält die Wärme dann über viele Stunden bis zu einem oder zwei Tagen im System vor.

Doch nicht jedes Heizsystem benötigt einen Pufferspeicher. Bei Wärmepumpen ist ein Pufferspeicher vor allem dann sinnvoll, wenn Sie klassische Wandheizkörper haben. Bei einer Fußbodenheizung speichert bereits der dicke Estrichboden die Wärme, weshalb ein zusätzlicher Pufferspeicher nicht in jedem Fall nötig ist.

Öl- oder Gasheizungen kommen ganz ohne Pufferspeicher aus. Sie sind so konzipiert, dass sie immer dann Wärme erzeugen, wenn die verfügbare Wärmeenergie unter ein definiertes Niveau fällt. Ein Thermostat sorgt dafür, dass diese Heizsysteme sofort anspringen, wenn Wärme benötigt wird.

Heizungsregler aus Bauplänen neben Sparschwein und Münzen.
Neue Heizung gesucht?
Wir vermitteln Ihnen schnell, einfach und kostenlos passende Fachfirmen aus Ihrer Region!

Welche Arten von Pufferspeichern gibt es?

Kombispeicher

Kombispeicher trennen Heizungs- und Trinkwasser in zwei separate Kreisläufe, die beide permanent warmes Wasser vorhalten. Die Wärmeerzeuger erhitzen es kontinuierlich. Kombispeicher haben einen geringen Platzbedarf und kleinen Montageaufwand. Nachteilig ist, dass warmes Wasser auf Vorrat gehalten wird, wodurch sich Bakterien bilden können.

Hygienespeicher

Ein Hygienespeicher ist ein Kombispeicher mit zwei voneinander getrennten Kreisläufen. Während das warme Heizungswasser in einem isolierten Behälter gespeichert wird, erzeugt das Gerät warmes Brauchwasser nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers.

Wenn jemand warmes Trinkwasser z. B. über den Wasserhahn anfordert, wird es über einen Wärmetauscher mit der gespeicherten Wärme im Hygienespeicher erwärmt und zur Zapfstelle geführt. Es wird kein warmes Trinkwasser bevorratet und die Gefahr von Keim- und Legionellenbildung sinkt.

Kombispeicher Grafik
Aufbau eines Kombispeichers

Solarspeicher

Solarspeicher verfügen selbst über einen Wasserkreislauf, der mit einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel gefüllt ist. Da die Wasserleitungen direkt unter dem Solarkollektor vorbeiführen, würden sie sonst bei niedrigen Temperaturen gefrieren. Dieses Gemisch darf jedoch nicht mit dem Heizungswasser vermischt werden. Daher ist der Solarspeicher mit einer Rohrschlange ausgerüstet, in der das erwärmte Solarwassergemisch durch den Heizungswasserbehälter geführt wird, um das umgebende Wasser zu erhitzen.

Schichtenspeicher

Ein Schichtenspeicher kann dann sinnvoll sein, wenn mehrere Wärmequellen zusammengeführt werden, beispielsweise Wärme aus einer Gasheizung und aus einer Solaranlage. Dazu nutzt der Schichtenspeicher ein einfaches physikalisches Prinzip: Warmes Wasser ist leichter als kaltes und steigt nach oben. Dadurch bilden sich im Behälter getrennte Temperaturschichten. Das Wasser kann so auf der jeweils idealen Höhe eingespeist oder entnommen werden, was die Effizienz Ihres Heizsystems deutlich erhöht.

Grafik Heizung Pufferspeicher Schichtenspeicher
Aufbau eines Schichtenspeichers

Pufferspeicher: Die Systeme im Vergleich

Speicherart

Vorteile

Nachteile

Hygienespeicher

hygienisch einwandfreies Warmwasser

doppelter Wartungsaufwand

hohe Anschaffungskosten

Solarspeicher

Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen

für Solobetrieb sehr viel Solarfläche nötig

Kombispeicher

Heizungswasser und Trinkwasser in einem System

braucht viel Platz

Schichtladespeicher

höchste Effizienz

viel Sparpotenzial

hohe Anschaffungskosten

Heizungsanlagen im Heizungskeller
Welche Heizung passt zu Ihrem Haus?
Finden Sie eine Fachfirma aus der Nähe, die Sie umfassend berät.

Wie groß sollte ein Pufferspeicher sein?

Als Faustregel gilt: Pro Kilowatt Heizleistung sollte der Pufferspeicher ca. 50 bis 100 Liter Speichervolumen haben. Die genaue Menge richtet sich nach der Art des Pufferspeichers, dem Heizsystem und dem individuellen Wärmebedarf Ihres Hauses.

Ein typisches Beispiel: Für ein Einfamilienhaus mit einer Wärmepumpe oder Pelletheizung von 10 kW Heizleistung bedeutet das eine Speichergröße von etwa 500 bis 1.000 Litern.

Spätestens bei der Frage zur Bemessung Ihres Pufferspeichers sollten Sie daher eine Fachberaterin oder einen Fachberater hinzuziehen. Schon die hier vorgestellten unterschiedlichen Systeme sind so verschieden, dass nur Expert:innen Ihnen eine exakte Berechnung liefern können.

Empfehlungen, um die richtige Pufferspeichergröße zu finden

Heizungsart

Empfohlene Größe des Pufferspeichers

Holz- oder Pelletheizung

55 Liter pro kW

Solar-Heizungsanlage

ca. 60 Liter/m² Solarmodulfläche

Warmwasser-Solaranlage

75 Liter pro Person/Haushalt

Die Größe Ihrer Anlage hängt auch davon ab, ob der Pufferspeicher lediglich das Heizwasser einlagert oder ob Sie zusätzlich auch das Trinkwasser erwärmen wollen. Solarspeicher werden dabei in Relation zur Fläche der Solarmodule berechnet, während Kombi-, Hygiene- und Schichtladespeicher sich in ihrer Größe nach der Kilowatt-Leistung der Heizungsanlage richten.

Was kostet ein Pufferspeicher?

Ein Pufferspeicher kostet zwischen 300 und 4.000 Euro, je nach Größe und Art. Einen kleinen Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 100 Litern erhalten Sie bereits ab 300 Euro. Ein Pufferspeicher für Heizung und Warmwasser in einem Einfamilienhaus kostet ca. 800 bis 2.000 Euro. Ein Solar-Pufferspeicher oder ein Kombispeicher kann hingegen bis zu 4.000 Euro kosten.

Die Kosten für einen Pufferspeicher im Vergleich:

Pufferspeicherart

Kosten*

Einfacher Pufferspeicher

ca. 300 - 1.500 €

Schichtladespeicher

ca. 800 - 3.000 €

Kombispeicher/Hygienespeicher

ca. 1.200 - 4.000 €

Solarspeicher

ca. 1.000 - 4.000 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: Oktober 2026

Bei richtiger Bemessung amortisiert sich der Pufferspeicher bereits nach wenigen Jahren, weil er Ihre Heizungsanlage spürbar effizienter macht und für weniger Verschleiß sorgt, da die Heizsysteme stark entlastet werden.

Gibt es Förderungen für Pufferspeicher?

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Sie Förderungen für Pufferspeicher erhalten. Als Einzelmaßnahme zur Heizungsoptimierung wird der Ersatz und erstmalige Einbau eines Pufferspeichers vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Bei einem umfangreichen Heizungstausch greift hingegen die staatliche Heizungsförderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), über die der Speicher als Teil der neuen Anlage mitfinanziert wird. Fachfirmen unterstützen Sie bei der Planung und der korrekten Beantragung der Förderung für Ihren Pufferspeicher.

Das ist Aroundhome

Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.

Jetzt Firma finden
  • > 500.000

    erfolgreich an Fachfirmen vermittelte Aufträge pro Jahr

  • 15

    Jahre Markterfahrung in verschiedensten Branchen

  • > 40

    Produkte und Dienstleistungen rund ums Eigenheim

Häufig gestellte Fragen

Wann ist ein Pufferspeicher sinnvoll?

Ein Pufferspeicher ist immer dann sinnvoll, wenn produzierte Wärme nicht sofort verbraucht wird. Das ist vor allem bei Holz-, Pellet- und Solarthermieanlagen der Fall. Bei Wärmepumpen lohnt er sich meist mit klassischen Heizkörpern, da bei Fußbodenheizungen auch der Estrich als Wärmespeicher dienen kann. Für reine Öl-, Gas- oder Elektroheizungen ist ein Pufferspeicher hingegen nicht erforderlich, da diese direkt nach Bedarf heizen.

Welcher Pufferspeicher ist der richtige?

Die Wahl hängt von Ihrem Bedarf ab: Für reines Heizungswasser genügt ein Pufferspeicher ohne Wärmetauscher. Wollen Sie zusätzlich Trinkwasser erwärmen, sind Kombispeicher, Hygienespeicher oder ein Standardspeicher mit Frischwasserstation ideal. Binden Sie mehrere Wärmequellen wie eine Solaranlage ein, empfiehlt sich ein spezieller Solarspeicher oder ein hocheffizienter Schichtladespeicher, um die Energie optimal zu nutzen.

Was ist der Unterschied zwischen Pufferspeicher und Boiler?

Ein Boiler ist ein Warmwasserspeicher, in dem das reine Trinkwasser zum Duschen oder Kochen erwärmt wird. Er wird meist elektrisch betrieben oder über das zentrale Heizsystem mitversorgt. Dagegen ist ein Pufferspeicher in das Heizsystem eingebunden und rein für die Speicherung des warmen Heizungswassers verantwortlich. Ein Kombispeicher vereint beides: Er speichert warmes Trinkwasser und Heizungswasser in einem Gerät, ohne dass sich die beiden Kreisläufe vermischen.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.

Weiterführende Artikel

© Adobe Stock - Studio Harmony | © Adobe Stock - Caifas | © iStock - Aramyan | © AdobeStock - Mister-G.C. | © AdobeStock - eloko67 | © GettyImages - rudolfgeiger | © iStock - Светлана Зайцева | © AdobeStock - caifas | © iStock - KangeStudio | © Adobe Stock - Ar To