Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren? Kosten, Vorteile und Förderung 2026
Wenn Sie eine Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren, können Sie Ihren Netzstrombezug reduzieren und Ihren eigenen Solarstrom effizienter nutzen. Die Investitionskosten für ein solches Komplettsystem inklusive Speicher liegen zwischen 40.000 und 80.000 Euro, können jedoch durch attraktive Förderungen gesenkt werden.
Warum Wärmepumpe und Photovoltaik so gut zusammenpassen
Eine Wärmepumpe benötigt Strom, um der Umwelt Wärme zu entziehen und diese für Ihr Heizsystem nutzbar zu machen. Doch Strom vom Netzbetreiber kann teuer sein. Zudem handelt es sich dabei nur selten um 100-prozentigen Ökostrom. Wenn Sie dagegen Ihre Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren, können Sie einen Teil des benötigten Stroms mit Ihrem eigenen Sonnenstromertrag decken. Damit senken Sie sowohl die CO₂-Emissionen als auch die Betriebskosten der Wärmepumpe.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick
Kostenersparnis: Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik reduziert Ihre jährlichen Energiekosten deutlich, da selbst erzeugter Sonnenstrom günstiger ist als Netzstrom.
Mehr Unabhängigkeit: Sie machen sich langfristig unabhängiger von steigenden und schwankenden Energiepreisen am Markt.
Schnellere Amortisation: Sie nutzen mehr von Ihrem eigenen Sonnenstrom selbst, wodurch sich die anfänglichen Anschaffungskosten durch die eingesparten Stromkosten deutlich schneller wieder einspielen.
Klimaschutz: Sie heizen besonders umweltfreundlich und senken die CO₂-Emissionen Ihres Gebäudes.
Kühlung im Sommer: Viele Wärmepumpen können Ihr Haus an heißen Tagen auch kühlen. Da Ihre PV-Anlage genau in dieser Zeit den meisten Strom produziert, profitieren Sie im Sommer von einer sehr günstigen Klimatisierung.
Wertsteigerung: Durch die Kombination der beiden Systeme bringen Sie Ihr Haus energetisch auf den neuesten Stand. Sie erfüllen aktuelle gesetzliche Vorgaben und steigern den Marktwert Ihrer Liegenschaft.
Wie funktioniert die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaik technisch?
Stromerzeugung: Auf die PV-Module fällt Sonnenlicht, das von den Solarzellen in elektrischen Gleichstrom umgewandelt wird.
Umwandlung: Ein Wechselrichter wandelt diesen Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um, damit Ihre Geräte ihn nutzen können.
Messung und Steuerung: Ein Stromzähler misst, wie viel Strom Ihr Haushalt aktuell verbraucht oder ins Netz einspeist. Ein Energiemanagementsystem gleicht diese Werte mit der Sonnenstromproduktion ab. Über eine SG-Ready-Schnittstelle kann es der Wärmepumpe Steuersignale senden, zum Beispiel wann zusätzlicher Sonnenstrom zur Verfügung steht.
Verteilung des Sonnenstroms: Der Sonnenstrom deckt zunächst den aktuellen Bedarf im Haushalt. Ein Überschuss kann anschließend die Wärmepumpe versorgen. Verbleibender Strom lädt den Batteriespeicher. Ist dieser voll, wird der weitere Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist. Wenn die Photovoltaikanlage nicht genug Strom produziert, bezieht die Wärmepumpe die fehlende Energie aus dem Batteriespeicher oder dem Stromnetz.
Wärmepumpen-Funktion: Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Erdreich oder Wasser) Wärme. Ein Kältemittel nimmt diese Wärme auf und verdampft dabei. Der elektrisch betriebene Verdichter erhöht anschließend den Druck und die Temperatur des Kältemittels auf das für die Heizung erforderliche Niveau.
Wärmeverteilung: Die gewonnene Wärme wird an das Heizungswasser abgegeben und über Heizkörper, eine Fußboden- oder Wandheizung im Gebäude verteilt. Ein Pufferspeicher kann die erzeugte Wärme zwischenspeichern, ist aber nicht in jedem System erforderlich.
Welche Wärmepumpentypen passen am besten zur PV-Anlage?
Technisch gesehen können Sie jede elektrisch angetriebene Wärmepumpe mit Sonnenstrom versorgen. Wie hoch Ihre Ersparnis am Ende tatsächlich ausfällt, hängt von der Effizienz der Wärmepumpe ab. Je geringer der Gesamtstrombedarf ist, desto höher ist der Anteil an günstigem Sonnenstrom und desto weniger Netzstrom muss hinzugekauft werden.
Welcher Wärmepumpentyp für Sie infrage kommt, hängt vor allem von den örtlichen Gegebenheiten und dem vorhandenen Heizsystem ab.
Planung: Wie gross muss eine Photovoltaikanlage sein, um eine Wärmepumpe zu betreiben?
Eine Photovoltaikanlage sollte groß genug sein, um den bisherigen Strombedarf zu decken und zusätzlichen Strom für den Verbrauch der Wärmepumpe zu bieten. Ein gängiger Praxiswert für ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe ist eine PV-Anlage mit ca. 10 bis 16 kWp Leistung. Die tatsächlich erforderliche Größe Ihrer PV-Anlage hängt jedoch immer vom individuellen Strombedarf Ihres Haushalts, der Heizlast des Gebäudes und dem Stromverbrauch der Wärmepumpe ab. Daher sollte die Größe der Photovoltaikanlage von Ihrer Fachfirma ermittelt werden.
Grobe Richtwerte für einen 4-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus:
Ohne Wärmepumpe: PV-Anlage mit ca. 5 bis 10 kWp Leistung
Mit Wärmepumpe: PV-Anlage mit ca. 10 bis 16 kWp Leistung
Mit Wärmepumpe und E-Auto: PV-Anlage mit ca. 16 bis 21 kWp Leistung
Die richtige Größe der PV-Anlage für eine Wärmepumpe berechnen
Die Anlagengröße richtet sich nach Ihrem gesamten Strombedarf. Eine bewährte Faustformel zur Berechnung der PV-Anlagengröße lautet:
Jährlicher Stromverbrauch (in kWh) × 2 ÷ 1.000 = empfohlene Anlagenleistung in kWp.
Beispiel: Liegt Ihr Gesamtverbrauch für Haushalt und Wärmepumpe bei 8.000 kWh im Jahr, rechnen Sie: 8.000 × 2 ÷ 1.000. Die empfohlene Anlagengröße liegt in diesem Fall bei etwa 16 kWp.
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Richtwerte für den Leistungs- und Platzbedarf einer PV-Anlage:
* Die Richtwerte basieren auf modernen PV-Modulen mit einer Leistung von ca. 400 bis 450 Watt Peak, die jeweils rund 2 m² Dachfläche benötigen. In der Praxis sollten Sie die Werte immer individuell bestimmen lassen.
Welcher Batteriespeicher passt zur Kombination Wärmepumpe + PV?
Ein Batteriespeicher ist ideal, um den Sonnenstrom vom Tag für die abendlichen Stunden nutzbar zu machen. Er kann jedoch nicht den Ertrag des Sommers bis in den Winter speichern. Der Batteriespeicher sollte nicht zu groß gewählt werden, sondern passend zum Bedarf. Denn wenn er im Winter nicht voll wird, arbeitet er unwirtschaftlich.
Die Faustregel: Pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch (Haushalt + Wärmepumpe) reicht etwa 1 kWh Speicherkapazität.
Beispiel: Verbrauchen Sie jährlich 4.000 kWh Haushaltsstrom und zusätzlich 4.000 kWh für die Wärmepumpe, liegt Ihr Gesamtverbrauch bei 8.000 kWh. In diesem Fall ist ein Batteriespeicher mit etwa 8 kWh Kapazität die richtige Wahl.
Der Praxiswert: Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Wärmepumpe ist ein Batteriespeicher mit 5 bis 10 kWh in vielen Fällen optimal dimensioniert. Ihre Fachfirma ermittelt für Sie den richtigen Wert.
Smart-Grid-Steuerung: Die Wärmepumpe intelligenter betreiben
Ein Energiemanagementsystem (EMS) stimmt PV-Anlage, Hausverbrauch und Wärmepumpe optimal aufeinander ab. Über eine sogenannte „Smart Grid Ready“-Schnittstelle (SG-Ready) signalisiert das EMS der Wärmepumpe, wenn gerade eigener Sonnenstrom zur Verfügung steht. Die Wärmepumpe nutzt diesen Strom dann, um auf Vorrat Wärme zu erzeugen und im Pufferspeicher zwischenzuspeichern.
Checkliste: Das müssen Sie vor der Installation klären
Eignung des Dachs: Gibt es ausreichend große, möglichst unverschattete Flächen für die geplante Photovoltaikanlage? Eignet sich die Dachausrichtung für Photovoltaik?
Heizung und Gebäude: Kommt Ihr Haus mit einer niedrigen Vorlauftemperatur aus? Eine gute Isolierung und ausreichend große Heizflächen verbessern die Effizienz der Wärmepumpe.
Zählerschrank: Ist der vorhandene Zählerschrank für Photovoltaikanlage, Wärmepumpe und die erforderliche Messtechnik geeignet? Das sollte ein Professionist prüfen.
Aufstellort und Bewilligungen: Gibt es für die Außeneinheit einer Luftwärmepumpe einen geeigneten Platz, der Abstands- und Schallschutzanforderungen erfüllt? Für Grundwasser- und Erdwärmepumpen müssen die Voraussetzungen auf der Liegenschaft sowie mögliche Bewilligungen geprüft werden.
Was kostet eine Wärmepumpe mit Photovoltaik in Österreich?
Die Kosten für eine Wärmepumpe mit Photovoltaik und Speicher liegen vor der Heizungsförderung bei etwa 40.000 bis 80.000 Euro, wobei diese Summe je nach Modell und Ausstattung variieren kann. Mit Förderungen können Sie die Investitionskosten senken.
Was kostet eine PV-Anlage für die Wärmepumpe?
Die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage hängen maßgeblich von der installierten Leistung (in kWp) ab. Im Schnitt liegt der Preis für private PV-Anlagen in Österreich ohne Batteriespeicher zwischen 1.300 und 1.600 Euro pro kWp.
* Preise sind Durchschnittswerte in Österreich und dienen zur Orientierung.
Was kostet eine Wärmepumpe in Österreich?
Die Gesamtkosten der Heizung setzen sich aus den Anschaffungskosten der Wärmepumpe, den Installationsarbeiten sowie der Erschließung der jeweiligen Wärmequelle zusammen.
* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026
Zusatzkosten: Batteriespeicher, Smart-Home-Steuerung und Installation
Für ein optimal vernetztes Gesamtsystem fallen mehrere Komponenten an:
Batteriespeicher: Ein typischer Speicher für Wärmepumpen-Systeme (5 bis 10 kWh) liegt in Österreich inklusive Einbau bei ca. 4.000 bis 10.000 Euro.
Smart-Home-Steuerung / EMS: Ein übergeordnetes Energiemanagementsystem zur SG-Ready-Steuerung kostet etwa 1.000 bis 1.500 Euro.
Zählpunkt und Elektroinstallation: Wenn der Zählpunkt für den Anschluss von Wärmepumpe, PV-Anlage und Smart Metern angepasst oder erneuert werden muss, fallen zusätzlich ca. 1.500 bis 3.000 Euro an.
Gesamtkosten: Wärmepumpe mit Photovoltaik – Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus
Für einen 4-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus mit Luft-Wasser-Wärmepumpe und einer passenden PV-Anlage mit 12 kWp ergibt sich folgende Rechnung:
* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026
Förderung für Wärmepumpe mit Photovoltaik 2026 in Österreich
Wer in eine Wärmepumpe und Photovoltaik investiert, profitiert in Österreich von staatlichen und regionalen Zuschüssen, zinsgünstigen Krediten und Steuervorteilen.
Die wichtigsten Anlaufstellen sind die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) für die Heizungsförderung („Sanierungsoffensive“) sowie die EAG-Abwicklungsstelle (OeMAG) für PV-Anlagen. Zudem sichern Ihnen Marktprämien und Einspeisetarife der Energieversorger eine Vergütung für Ihren überschüssigen Sonnenstrom.
Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Bundesfördertöpfe der „Sanierungsoffensive 2026“ und „Sauber Heizen für Alle“ aktuell ausgeschöpft (Stand: September 2026). Die Konditionen dienen als Richtwert. Neue Budgets werden für 2027 erwartet.
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Fördertöpfe für 2026 auf einen Blick:
Steuerliche Vorteile für Wärmepumpe und Photovoltaik in Österreich
Bei der Anschaffung und dem Betrieb Ihrer Kombination aus Heizungswärmepumpe und PV-Anlage gelten in Österreich folgende steuerliche Besonderheiten:
Öko-Sonderausgabenpauschale (Kesseltausch): Der Staat bietet einen steuerlichen Anreiz für den Heizungstausch. Sie können die Ausgaben über fünf Jahre hinweg steuerlich absetzen. Beim Heizkesseltausch beträgt der Steuerbonus jährlich 400 Euro (insgesamt also 2.000 Euro).
Voraussetzung: Gekoppelt an die ausbezahlte Bundesförderung, Privatnutzung und die tatsächlichen Eigenkosten müssen (nach Förderung) über 2.000 Euro liegen. Die Pauschale wird automatisch in der Arbeitnehmerveranlagung berücksichtigt.
Wie viel bleibt nach der Förderung übrig? – Ein Rechenbeispiel
Die folgende Modellrechnung veranschaulicht, wie hoch Ihr Eigenanteil bei Beantragung der gängigen Bundesförderungen in Österreich ausfallen kann:
* Aktuell ist der Fördertopf ausgeschöpft (Stand: September 2026)
Zusätzlich profitieren Sie von der Öko-Sonderausgabenpauschale in Höhe von insgesamt 2.000 Euro (über 5 Jahre) sowie potenziellen regionalen Zuschüssen Ihres Bundeslandes, was den finalen Eigenanteil weiter senkt.
Wann lohnt sich eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?
Eine Wärmepumpe mit einer Sonnenstromanlage zu kombinieren, rechnet sich umso schneller, je höher Ihr Direktverbrauch ist. Da die staatliche Einspeisevergütung deutlich geringer ausfällt als die Kosten für Netzstrom, sparen Sie bares Geld, wenn Sie Ihren Sonnenstrom selbst nutzen, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Wenn Sie Ihren Sonnenstrom mithilfe der Wärmepumpe also auch zum Heizen nutzen, können Sie Ihre Direktverbrauchsquote deutlich erhöhen. Dadurch spielen sich die Investitionskosten häufig nach 10 bis 15 Jahren wieder ein.
Wichtige Voraussetzungen, um eine Wärmepumpe mit PV zu kombinieren
Gebäudezustand: Eine gute Dämmung und große Heizflächen ermöglichen niedrige Vorlauftemperaturen. Je niedriger die Vorlauftemperatur ist, desto effizienter und stromsparender arbeitet die Wärmepumpe. Eine Fußbodenheizung ist aber keine zwingende Voraussetzung für eine Wärmepumpe.
Ausreichend große PV-Anlage: In der Praxis wird oft empfohlen, das Dachpotenzial voll auszuschöpfen, wenn Sie eine Wärmepumpe mit Photovoltaik betreiben wollen. Für eine 16-kWp-Anlage benötigen Sie etwa 70 bis 80 m² freie Dachfläche. Neben einer Südausrichtung eignen sich auch Ost-West-Dächer.
Intelligente Steuerung: Damit die Wärmepumpe bevorzugt dann anspringt, wenn die Sonne scheint, verbindet ein Energiemanagementsystem (EMS) die PV-Anlage über eine SG-Ready-Schnittstelle mit der Heizung.
Stromzähler und Smart Meter: Bei einer PV-Anlage erfasst ein Zweirichtungszähler den Netzbezug und die Einspeisung. Ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) übermittelt Verbrauchsdaten digital und ist die technische Voraussetzung, falls Sie dynamische Stromtarife nutzen möchten.
Elektrische Infrastruktur: Ihr Hausanschluss muss für die zusätzliche Last ausgelegt sein. Zudem benötigen Wechselrichter, Steuerung, Speicher und Zähler ausreichend Platz im Technikraum und im Zählerschrank.
Deckt die PV-Anlage den Strombedarf der Wärmepumpe komplett?
Die PV-Anlage kann in den meisten Fällen den Strombedarf einer Wärmepumpe nicht zu 100 Prozent decken. Mit einem Stromspeicher können Sie den Anteil der Direktnutzung allerdings erhöhen. Laut der vierjährigen Feldstudie „WP-QS im Bestand“ (2025) des Fraunhofer-Instituts (ISE) deckt die eigene PV-Anlage folgenden Anteil des Wärmepumpen-Strombedarfs ab:
Ohne Speicher: 25 bis 40 Prozent Eigendeckung
Mit Stromspeicher: 32 bis 62 Prozent Eigendeckung
Was passiert im Winter?
Im Winter benötigt die Wärmepumpe viel Strom zum Heizen, während die Sonne weniger scheint. Reicht der selbst produzierte Sonnenstrom im Winter nicht aus, schaltet das System automatisch auf den Bezug aus dem öffentlichen Stromnetz um.
Wie viel spare ich, wenn ich eine Wärmepumpe mit Photovoltaik betreibe?
Jährliche Ersparnis: Bei einer Eigendeckung von 25 bis 62 Prozent ersetzen Sie 750 bis 3.720 kWh Netzstrom durch eigenen Sonnenstrom. Unter Berücksichtigung der Gestehungskosten reduzieren Sie Ihre jährlichen Energiekosten für die Heizung somit um etwa 150 bis 744 Euro.
Kosten für Netzstrom: ca. 29 Cent/kWh (Stand: September 2026). Ohne PV-Anlage zahlen Sie bei einem durchschnittlichen Wärmepumpen-Stromverbrauch von 3.000 bis 6.000 kWh jährlich zwischen 870 und 1.740 Euro für Netzstrom.
Stromgestehungskosten: Die Kosten für die Erzeugung von eigenem Sonnenstrom liegen bei etwa 9 Cent/kWh.
Wirtschaftlichkeit: Ersparnis und Amortisation im Vergleich
Um die Rentabilität einer Wärmepumpe mit Photovoltaik zu beurteilen, vergleichen wir drei typische Szenarien für ein Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Heizwärmebedarf und 4.000 kWh Haushaltsstrombedarf:
Szenario 1: Wärmepumpe + PV-Anlage + Speicher – Investition nach Förderung: ca. 40.000 €
Szenario 2: Wärmepumpe ohne PV-Anlage – Investition nach Förderung: ca. 20.000 €
Ausgehend von einem Direktverbrauch von 60 % und einer durchschnittlichen JAZ von 3,5 sowie Netzstromkosten von 29 Ct/kWh ergeben sich folgende Beispielwerte:
Gegenüber der reinen Wärmepumpe: Durch die Kombination mit der PV-Anlage und dem Batteriespeicher reduzieren sich Ihre jährlichen Stromkosten für Wärmepumpe und Haushalt um knapp 994 Euro.
Amortisation: Die höheren Anschaffungskosten für die Photovoltaikanlage und den Speicher (ca. 20.000 Euro Differenz) haben sich durch die jährliche Stromkostenersparnis nach etwa 20 Jahren vollständig abbezahlt.
Zusätzliches Plus: Vergütungen durch die Einspeisung von überschüssigem Sonnenstrom ins Netz sowie der Steuerbonus über die Öko-Sonderausgabenpauschale über 2.000 Euro sind in dieser Grundrechnung noch nicht enthalten und verkürzen die Amortisationszeit weiter.
Ist eine Wärmepumpe mit Solarthermie sinnvoll?
Solarthermie erzeugt im Gegensatz zu Photovoltaik keinen Strom, sondern Wärme für die Warmwasserbereitung und die Heizung. Die Kombination aus Solarthermie und Wärmepumpe kann daher vor allem bei einem sehr hohen Warmwasserbedarf sinnvoll sein, zum Beispiel in einem Mehrparteienhaus. Für viele Einfamilienhäuser ist es dagegen wirtschaftlich attraktiver, eine Wärmepumpe mit Photovoltaik zu kombinieren, da der erzeugte Solarstrom flexibler genutzt werden kann.
Wie funktionieren Wärmepumpe und Solarthermie zusammen?
Solarthermie lässt sich mit fast allen Wärmepumpen koppeln, ausgenommen reine Luft-Luft-Wärmepumpen. Die Solarkollektoren sammeln Sonnenwärme und übertragen sie an einen Speicher. Diese Wärme kann anschließend für das Warmwasser oder die Heizung genutzt werden. Reicht die Solarwärme nicht aus, springt die Wärmepumpe ein und erwärmt das Wasser weiter. Dadurch muss die Wärmepumpe weniger leisten und verbraucht weniger Strom aus dem Netz. Im Sommer kann die Solarthermie die Warmwasserbereitung häufig vollständig übernehmen, sodass die Wärmepumpe vorübergehend pausiert.
Was kostet eine Kombination aus Wärmepumpe und Solar?
Eine Kombination aus Wärmepumpe und Solarthermie kostet je nach Ausführung etwa 20.200 bis 62.000 Euro vor Förderung.
* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von der Größe und Art der Anlage, dem Gebäude, dem Installationsaufwand sowie der Förderhöhe ab.
Sowohl für die Wärmepumpe als auch für Solarthermie sind Förderungen in Österreich grundsätzlich verfügbar. Die Bundesfördertöpfe für 2026 sind derzeit ausgeschöpft, neue Mittel werden für 2027 erwartet. Regionale Förderungen der Bundesländer oder Gemeinden können Sie aktuell gegebenenfalls weiter beantragen. Ihre Fachfirma hilft Ihnen bei der Förderung.
Solarthermie oder Photovoltaik – was lohnt sich mehr in Kombination mit einer Wärmepumpe?
In den meisten Einfamilienhäusern ist eine Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe wirtschaftlich attraktiver als eine Kombination aus Solarthermie und Wärmepumpe. Photovoltaik erzeugt Strom, der nicht nur für die Wärmepumpe, sondern auch für Haushaltsgeräte, eine Wallbox oder einen Batteriespeicher genutzt werden kann. Überschüssiger Sonnenstrom lässt sich zudem ins Netz einspeisen.
Solarthermie erzeugt dagegen ausschließlich Wärme. Ist der Speicher voll und besteht kein weiterer Wärmebedarf, kann die zusätzliche Wärme nicht genutzt werden. Eine PV-Anlage ist daher in der Regel flexibler einsetzbar und kann die hohen Netzstromkosten der Wärmepumpe und des gesamten Haushalts senken.
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Kann ich eine bestehende Wärmepumpe mit einer PV-Anlage nachrüsten?
Ja, eine bestehende Wärmepumpe lässt sich mit einer Photovoltaikanlage nachrüsten. Für eine optimale Nutzung des produzierten Sonnenstroms empfiehlt sich die Vernetzung beider Systeme über einen intelligenten Energiemanager.
Lohnt sich eine Wärmepumpe mit Photovoltaik auch ohne Batteriespeicher?
Ja, auch ohne Batteriespeicher lohnt sich die Kombination, da die Photovoltaikanlage bereits ca. 25 bis 40 Prozent des Strombedarfs der Wärmepumpe abdeckt. Ein zusätzlicher Batteriespeicher ist zwar nicht zwingend erforderlich, kann den Eigendeckungsanteil jedoch laut einer Langzeitstudie des Fraunhofer ISE auf 32 bis 62 Prozent erhöhen.
Kann eine Wärmepumpe direkt mit Photovoltaik betrieben werden?
Ja, eine Wärmepumpe kann direkt mit dem Strom aus einer Photovoltaikanlage betrieben werden. Ein Energiemanager oder Wechselrichter sorgt dabei dafür, dass der erzeugte Sonnenstrom unmittelbar für den Betrieb der Heizung genutzt wird.
Kann man jede Wärmepumpe mit Photovoltaik betreiben?
Ja, grundsätzlich lässt sich jede elektrisch betriebene Wärmepumpe mit dem Strom aus einer Photovoltaikanlage nutzen. Für eine optimierte Steuerung und maximale Nutzung des eigenen Sonnenstroms sollte die Wärmepumpe jedoch idealerweise über eine SG-Ready-Schnittstelle verfügen.
Lohnt sich Wärmepumpe mit Photovoltaik auch im Altbau?
Ja, die Kombination mit Photovoltaik lohnt sich auch für eine Wärmepumpe im Altbau. Der selbst erzeugte Sonnenstrom hilft dabei, die im Altbau oft höheren Betriebskosten zu senken. Durch Sanierungen wie eine verbesserte Wärmedämmung oder den Austausch alter Heizkörper lässt sich die Effizienz der Heizung oft deutlich steigern und somit die Energiekosten senken.
Was ist der Unterschied zwischen Wärmepumpe mit PV und Wärmepumpe mit Solar (Solarthermie)?
Der Hauptunterschied liegt in der erzeugten Energie: Eine Photovoltaikanlage liefert Strom, der die Wärmepumpe antreibt. Eine Solarthermie-Anlage erzeugt hingegen Wärme, die das Wasser im Speicher erhitzt und der Wärmepumpe dadurch einen Teil ihrer Heizarbeit abnimmt.