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Lohnt sich Solarthermie fürs Eigenheim in Österreich?

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Ob sich Solarthermie lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren wie den Kosten, den Erträgen und dem Wärmebedarf ab. Anhand von Rechenbeispielen für verschiedene Haushaltsgrößen zeigen wir Ihnen, wann Solarthermie in Österreich wirtschaftlich sein kann und in welchen Situationen sich die Investition eher nicht lohnt.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Solarthermie mit Röhrenkollektoren auf dem Hausdach
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Lohnt sich Solarthermie auch in 2026 in Österreich?

Solarthermie kann sich auch 2026 für Eigenheimbesitzer:innen in Österreich lohnen. Vor allem dann, wenn ein hoher Warmwasserbedarf besteht, die Anlage zusätzlich zur Heizung eingesetzt wird und gute Dachbedingungen vorliegen.

Während Heizungen mit fossilen Brennstoffen, wie Gas- und Ölheizungen, häufig niedrigere Anschaffungskosten haben, können Solarthermieanlagen und Wärmepumpen langfristig den Verbrauch fossiler Energieträger und die laufenden Energiekosten reduzieren.

Herausforderungen bei der Installation von Solarthermie können die Montage und die Integration in bestehende Heizsysteme sein. Eine sorgfältige Planung ist wichtig, um die optimale Größe der Anlage zu finden und so die Erträge zu maximieren.

Solarthermie lohnt sich 2026 in Österreich besonders dann, wenn:

  • Sie eine Kombinationsanlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung planen

  • Ihr Haushalt einen hohen Warmwasserbedarf hat (ab 3-4 Personen)

  • Sie langfristige Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern anstreben

  • Optimale Dachbedingungen vorliegen (Südausrichtung, keine Verschattung)

  • Sie einen Neubau planen und Solarthermie von Anfang an integrieren können

  • Sie Wert auf Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung legen

Moderne Solarthermie-Kollektoren sind effizienter und zuverlässiger als frühere Generationen. Zudem kann eine Solarthermieanlage die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und deren Preisschwankungen reduzieren.

Aktueller Kostenvergleich verschiedener Heizsysteme

Unsere Tabelle hilft Ihnen, die Preise für die verschiedenen Heizungsanlagen zu vergleichen.

Heizungsanlage

Anschaffungskosten*

Weitere Informationen

Elektroheizung

2.000 - 18.000 €

Detaillierte Kosten einer Elektroheizung

Gasheizung

10.000 - 21.000 €

Detaillierte Kosten einer Gasheizung

Ölheizung

11.000 - 23.000 €

Detaillierte Kosten einer Ölheizung

Pelletheizung

18.000 - 29.000 €

Detaillierte Kosten einer Pelletheizung

Wärmepumpe

19.000 - 50.000 €

Detaillierte Kosten einer Wärmepumpe

Fernwärmeanschluss

6.000 - 19.000 €

Detaillierte Kosten von Fernwärme

Solarthermie

8.000 - 12.000 €

Detaillierte Kosten einer Solarthermieanlage

Brennstoffzellenheizung

29.000 - 49.000 €

Detaillierte Kosten einer Brennstoffzellenheizung

* Preise sind Durchschnittswerte für ein 120 m² großes Einfamilienhaus und dienen zur Orientierung. Stand: August 2026

Wichtig: Solarthermie wird in der Praxis fast immer als Ergänzung zu einem anderen Heizsystem eingesetzt. Das bestehende Heizsystem bleibt in der Regel für Zeiten mit geringer Sonneneinstrahlung erforderlich. Solarthermie kann beispielsweise mit einer Gas- oder Ölheizung, einer Pelletheizung oder einer Wärmepumpe kombiniert werden.

Solarmodule auf Hausdach bei blauem Himmel und Sonnenschein
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Wie viel sparen Sie mit Solarthermie?

Die Einsparungen durch Solarthermie-Kollektoren hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter von der Größe und den Kosten der Solarthermie-Anlage, die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, der Energiebedarf sowie die Erträge der Anlage.

Eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung kann im Durchschnitt rund 60 Prozent der dafür benötigten Energie bereitstellen. Das entspricht ungefähr 10 Prozent des gesamten Wärmebedarfs eines Haushalts. Wird die Anlage zusätzlich zur Heizungsunterstützung eingesetzt, können laut Energieinstitut Vorarlberg rund 20 Prozent des Gesamtwärmebedarfs durch Solarwärme gedeckt werden.

Beispielrechnungen für Solarthermie

In zwei Beispielen zeigen wir Ihnen die Wirtschaftlichkeit einer Solarthermieanlage für einen 2-Personen-Haushalt und einen 4-Personen-Haushalt.

Folgende Annahmen gelten für die Rechnung:

  • Betrachtungszeitraum: 30 Jahre

  • Finanzierung: aus Eigenkapital

  • Heizsystem: Zusätzlich zur Solarthermie ist eine Gasheizung vorhanden.

  • Gaspreis: Für die Modellrechnung wird ein Gaspreis von 12,5 Cent/kWh angesetzt.

  • Jährliche Betriebskosten (Strom für die Pumpe): ca. 39 Euro

  • Solarertrag: Für die Berechnung wird ein durchschnittlicher Solarertrag von 400 kWh pro m² Kollektorfläche und Jahr angesetzt.

  • Kollektorfläche: Für die Warmwasserbereitung werden als Orientierungswert 1 bis 1,5 m² Kollektorfläche pro Person angesetzt. Für eine zusätzliche Heizungsunterstützung kommen durchschnittlich weitere

    10 bis 12 m² hinzu.

  • Vereinfachend wird angenommen, dass 1 kWh Solarwärme 1 kWh Gasenergie ersetzt.

  • Solarbonus: Der Solarbonus von 2.500 Euro wird nicht pauschal angesetzt. Laut Austria Solar gilt er 2026 nur für bereits bestehende Registrierungen im Rahmen der Sanierungsoffensive. Neue Registrierungen waren nach Ausschöpfung der Fördermittel nicht mehr möglich.

Lohnt sich Solarthermie für einen 2-Personen-Haushalt?

Posten

Warmwasser

Warmwasser und Heizung

Investitionskosten inkl. Installation*

ca. 3.650 €

ca. 9.050 €

Betriebskosten Strom

1.170 € (39 € x 30 Jahre)

1.170 € (39 € x 30 Jahre)

Summe Ausgaben 30 Jahre

4.820 € (3.650 € + 1.170 €)

10.220 € (9.050 € + 1.170 €)

Angenommene Kollektorfläche

2,5 m²

13,5 m²

Jahresertrag Solarthermie

1.000 kWh

5.400 kWh

Jährliche Brennstoffersparnis bei 12,5 Cent/kWh

125 €

675 €

Brennstoffersparnis über 30 Jahre

3.750 €

20.250 €

Einsparüberschuss über 30 Jahre

−1.070 € (3.750 € − 4.820 €)

+10.030 € (20.250 € − 10.220 €)

Amortisationszeit

ca. 42 Jahre

ca. 14 Jahre

* Die Investitionskosten sind rechnerische Modellwerte. Sie wurden aus den von tarife.at genannten Orientierungswerten für Flachkollektoren, Speicher, weitere Komponenten und Montage abgeleitet. Sie stellen keine verbindlichen Komplettpreise dar. Stand: 2026. Quelle:tarife.at

Fazit für 2-Personen-Haushalte: Die Kombinationsanlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung amortisiert sich rechnerisch nach etwa 14 Jahren. Über 30 Jahre ergibt sich ein Einsparüberschuss von rund 10.030 Euro. Das Ergebnis fällt jedoch niedriger aus, wenn zusätzlich Wartungs-, Reparatur- und Austauschkosten berücksichtigt werden.

Lohnt sich Solarthermie für einen 4-Personen-Haushalt?

Posten

Warmwasser

Warmwasser und Heizung

Investitionskosten inkl. Installation*

ca. 4.400 €

ca. 9.800 €

Betriebskosten Strom

1.170 € (39 € x 30 Jahre)

1.170 € (39 € x 30 Jahre)

Summe Ausgaben 30 Jahre

5.570 € (4.400 € + 1.170 €)

10.970 € (9.800 € + 1.170 €)

Angenommene Kollektorfläche

5 m²

16 m²

Jahresertrag Solarthermie

2.000 kWh

6.400 kWh

Jährliche Brennstoffersparnis bei 12,5 Cent/kWh

250 €

800 €

Brennstoffersparnis über 30 Jahre

7.500 €

24.000 €

Einsparüberschuss über 30 Jahre

+1.930 € (7.500 € − 5.570 €)

+13.030 € (24.000 € − 10.970 €)

Amortisationszeit

ca. 21 Jahre

ca. 13 Jahre

* Die Investitionskosten sind rechnerische Modellwerte. Sie wurden aus den von tarife.at genannten Orientierungswerten für Flachkollektoren, Speicher, weitere Komponenten und Montage abgeleitet. Sie stellen keine verbindlichen Komplettpreise dar. Stand: 2026. Quelle:tarife.at

Fazit für 4-Personen-Haushalte: Die reine Warmwasseranlage amortisiert sich in dieser Modellrechnung nach etwa 21 Jahren. Über 30 Jahre ergibt sich ein Einsparüberschuss von rund 1.930 Euro. Die Kombinationsanlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung amortisiert sich nach etwa 13 Jahren. Über 30 Jahre ergibt sich ein Einsparüberschuss von rund 13.030 Euro. Damit ist die Kombinationsanlage in beiden Haushaltsgrößen die wirtschaftlichere Variante. Die höheren Investitionskosten werden durch den deutlich größeren Solarertrag ausgeglichen.

Wichtige Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit

  • Energiepreisentwicklung: Die Wirtschaftlichkeit hängt unter anderem von den Preisen für Gas, Öl und Strom ab. Steigen die Preise für fossile Energieträger, kann sich die Solarthermieanlage schneller amortisieren.

  • Wertsteigerung der Immobilie: Eine Solarthermieanlage kann die Energieeffizienz und Attraktivität Ihrer Immobilie verbessern.

  • CO2-Einsparung: Mit einer Kombinationsanlage reduzieren Sie den Verbrauch fossiler Brennstoffe und damit auch den CO2-Ausstoß.

  • Unabhängigkeit: Sie reduzieren Ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und schwankenden Energiemärkten.

  • Zuverlässigkeit: Moderne Solarthermieanlagen können eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren erreichen und gelten als wartungsarm. Regelmäßige Kontrollen und gegebenenfalls Wartungsarbeiten sollten dennoch eingeplant werden.

Zwei Arbeiter in gelben Warnwesten und weißen Helmen installieren ein Solarmodul auf einem Dach
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Wann lohnt sich Solarthermie nicht?

Trotz der Vorteile gibt es Situationen, in denen eine Solarthermieanlage wirtschaftlich oder technisch weniger sinnvoll ist.

Wann sich Solarthermie häufig nicht lohnt:

  • Nur Warmwasserbereitung: Bei den aktuellen Energiepreisen sind Anlagen zur reinen Warmwasserbereitung nicht mehr wirtschaftlich. Setzen Sie auf Kombianlagen mit Heizungsunterstützung.

  • Niedriger Energieverbrauch: In kleinen Haushalten (1-2 Personen) oder Ferienwohnungen mit geringem Warmwasser- und Heizenergieverbrauch sind die Einsparungen oft zu gering.

  • Lange Amortisationszeit: Wenn die Amortisationszeit deutlich über 25 Jahre liegt, sollten Sie alternative Heizsysteme wie Wärmepumpen in Betracht ziehen.

  • Ungeeignete Dachbedingungen: Starke Verschattung, ungünstige Dachausrichtung für Photovoltaik (z.B. Nordseite) oder zu kleine Dachflächen reduzieren den Ertrag erheblich.

  • Bereits effiziente Heizsysteme: Wenn bereits eine moderne Wärmepumpe installiert ist, bringt Solarthermie meist keinen zusätzlichen Nutzen.

  • Kurzfristige Wohnperspektive: Planen Sie, das Haus in den nächsten 10 Jahren zu verkaufen, rechnet sich die Investition möglicherweise nicht.

Solarthermie im Bestandsbau

Im Bestandsbau wird Solarthermie oft als nachträgliche Ergänzung zur bestehenden Heizungsanlage installiert. Die Entscheidung sollte gut überlegt sein, da die Nachrüstungskosten höher ausfallen können als die Integration in einen Neubau.

Wann lohnt sich Solarthermie im Bestandsbau?

  • Hohe Heiz- oder Warmwasserkosten: In Bestandsgebäuden mit hohem Energieverbrauch kann die Installation einer Solarthermie-Anlage erhebliche Einsparungen bei den Energiekosten ermöglichen. Dies ist besonders vorteilhaft in älteren Gebäuden mit ineffizienten Heizsystemen und schlecht gedämmten Häusern.

  • Fördermöglichkeiten: Förderungen für Solarthermie von Bund, Bundesland oder Gemeinde können die Anfangsinvestition reduzieren. Die Voraussetzungen sind in Österreich nicht einheitlich und sollten vor der Bestellung geprüft werden.

  • Optimale Dachbedingungen: Ein gut ausgerichtetes, unverschattetes Dach maximiert den Ertrag der Solarthermie-Anlage. Ideal sind Dächer mit einer Neigung nach Süden, die den ganzen Tag über Sonnenlicht empfangen können.

  • Geplante Sanierungen: Wenn ohnehin Arbeiten am Dach, an der Heizung oder am Warmwasserspeicher anstehen, kann die Solarthermieanlage leichter integriert werden. Dadurch lassen sich zusätzliche Montage- und Anpassungskosten unter Umständen reduzieren.

Wann lohnt sich Solarthermie im Bestandsbau nicht?

  • Hohe Nachrüstungskosten: Wenn die Kosten für die Nachrüstung einer Solarthermie-Anlage sehr hoch und keine ausreichenden Förderungen verfügbar sind, kann die Investition unwirtschaftlich sein.

  • Niedriger Energiebedarf: In kleinen Haushalten oder Ferienwohnungen, in denen der Energiebedarf gering ist, könnten die Einsparungen im Vergleich zu den Investitionskosten minimal sein, was die Installation weniger attraktiv macht.

  • Ungünstige Dachbedingungen: Eine ungünstige Dachausrichtung oder starke Verschattung kann die Effizienz der Anlage erheblich reduzieren, wodurch der Nutzen der Solarthermie minimiert wird.

  • Bereits effiziente Systeme vorhanden: Wenn das Bestandsgebäude bereits über ein modernes und effizientes Heizsystem verfügt, könnte der zusätzliche Nutzen durch Solarthermie gering sein.

Solarthermie im Neubau

Im Neubau kann Solarthermie von Anfang an in die Planung und Bauweise integriert werden. Dadurch lassen sich Kollektorfläche, Speicher, Leitungswege und Heizsystem optimal aufeinander abstimmen. Dabei spielt die Kombination mit modernen Heizsystemen eine wichtige Rolle.

Wann lohnt sich Solarthermie im Neubau?

  • Erfüllung energetischer Anforderungen: Je nach Projekt kann Solarthermie dazu beitragen, die Anforderungen an erneuerbare Energien und den Energieausweis zu erfüllen. Ob sie erforderlich ist oder die beste Lösung darstellt, hängt von den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes sowie dem Gesamtkonzept ab.

  • Geringere Zusatzkosten: Die Integration im Neubau kann günstiger sein als eine spätere Nachrüstung, weil Leitungen, Speicher und Technikraum von Anfang an eingeplant werden.

  • Kombination mit anderen Systemen: Solarthermie lässt sich hervorragend mit anderen erneuerbaren Energien, wie Photovoltaik und modernen Heizsystemen, wie Wärmepumpen, kombinieren. Dies kann die Gesamteffizienz des Energiesystems erheblich steigern und die Energiekosten weiter senken.

  • Langfristige Kosteneinsparungen: Durch die Nutzung von Sonnenenergie können die laufenden Energiekosten erheblich gesenkt werden, was langfristig zu Einsparungen führt.

Wann lohnt sich Solarthermie im Neubau nicht?

  • Eingeschränktes Budget: Wenn das Budget für den Neubau bereits stark belastet ist, könnten die zusätzlichen Kosten für die Installation einer Solarthermieanlage nicht durch spätere Einsparungen ausgeglichen werden.

  • Effizientere Alternativen: Wenn andere Heizsysteme wie Wärmepumpen oder Fernwärme wirtschaftlicher und effizienter sind, kann eine Investition in Solarthermie überflüssig erscheinen.

  • Niedriger Energiebedarf: In kleinen oder sehr effizienten Gebäuden ist der Wärmebedarf möglicherweise zu gering, um die Investition zu rechtfertigen.

  • Ungünstige Standortbedingungen: Wenn das Gebäude an einem Standort mit schlechter Sonneneinstrahlung liegt oder das Dach ungünstig ausgerichtet bzw. stark verschattet ist, kann die Effizienz der Solarthermieanlage erheblich beeinträchtigt werden.

Lohnt sich Solarthermie mit Wärmepumpe in Österreich?

Bei der Hybridheizung aus Wärmepumpe und Solarthermie können entweder beide Systeme Wärme für Heizung und Warmwasser erzeugen oder die Solarthermieanlage unterstützt die Wärmepumpe, indem sie das Wasser im Speicher vorwärmt, wodurch Stromkosten eingespart werden.

Dennoch ist die Kombination von Solarthermie und Wärmepumpe nicht automatisch wirtschaftlich. Die hohen Investitionskosten für beide Systeme machen die Anschaffung teurer. Wärmepumpen sind allein schon sehr effizient, wodurch der zusätzliche Nutzen durch Solarthermie begrenzt ist. Im Winter, wenn der Heizbedarf am höchsten ist, liefert die Solarthermieanlage nur wenig Wärme. Die Integration erfordert außerdem einen speziellen Wärmespeicher, was die Kosten und den Platzbedarf weiter erhöht.

Vorteile

  • Heizkosten sparen

  • weniger CO2-Emissionen

  • weniger Platzbedarf auf dem Dach als für eine PV-Anlage

Nachteile

  • hohe Investitionskosten

  • Wärmepumpen sind allein bereits sehr effizient

  • wenig Solarwärmeertrag im Winter bei höchstem Heizbedarf

  • spezieller Solarwärmespeicher nötig

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Solarthermieanlage für ein Einfamilienhaus?

Eine Solarthermieanlage für ein Einfamilienhaus kostet je nach Kollektorfläche, Speichergröße, Systemumfang und Montageaufwand grob etwa 4.000 bis 5.000 Euro für die Warmwasserbereitung. Eine Anlage mit zusätzlicher Heizungsunterstützung kostet etwa 9.000 bis 12.000 Euro. Die tatsächlichen Kosten können je nach Gebäude und Anlagengröße abweichen.

Wie viel Heizkosten lassen sich durch Solarthermie einsparen?

Solarthermieanlagen können rund 60 Prozent des Warmwasserbedarfs decken. Bei zusätzlicher Heizungsunterstützung sind laut Energieinstitut Vorarlberg rund 20 Prozent des gesamten Wärmebedarfs möglich. Gute Voraussetzungen sind eine unverschattete Dachfläche, Südausrichtung und etwa 35° Dachneigung. Die tatsächliche Ersparnis hängt vom Verbrauch, Solarertrag und Energiepreis ab.

Wann lohnt sich eine Gas-Hybridheizung?

Eine Gas-Hybridheizung mit Solarthermie lohnt sich bei hohem Energiebedarf, guten Dachbedingungen und vielen Sonnenstunden in Ihrer Region. Ideal ist die Kombination bei hohem Warmwasser- und Heizbedarf ab 3 bis 4 Personen, Südausrichtung ohne Verschattung und einer langfristigen Wohnperspektive von mindestens 20 bis 25 Jahren. Die Kombination reduziert Ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und schützt vor steigenden Gaspreisen.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Undine Tackmann hat sich bei Aroundhome auf den Energiebereich spezialisiert. Mit ihrer Expertise verfasst sie Artikel, die komplexe Energiethemen verständlich aufbereiten. Sie konzentriert sich auf nachhaltige Energielösungen und innovative Trends, um Leser:innen bei der Entscheidungsfindung für eine grünere Zukunft zu unterstützen.

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