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Grundstückspreise 2026: Aktuelle Quadratmeterpreise, Entwicklung und regionale Unterschiede

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Zwischen 2015 und 2025 sind Preise von bebaubaren Grundstücken in Österreich um 87,5 Prozent gestiegen. Wie hoch sind die Quadratmeterpreise für Grundstücke aktuell und welche Faktoren wirken sich auf den Preis aus?

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Das Wichtigste in Kürze
  • Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für ein Baugrundstück liegt in Österreich aktuell bei 135 €/m².

  • Unter allen Bundesländern gibt es im Burgenland die geringsten durchschnittlichen Grundstückspreise.

  • Die höchsten durchschnittlichen Preise für Baugrundstücke finden sich in Wien und Vorarlberg, wobei die teuersten Gemeinden in Tirol liegen.

Was kostet ein Quadratmeter Grundstück in Österreich aktuell?

Aktuelle Grundstückspreise in den Bundesländern

Die aktuellsten Zahlen zu den Grundstückspreisen in Österreich hat Statistik Austria im Mai 2026 veröffentlicht. Sie beziehen sich auf das Jahr 2025. Demnach lag der durchschnittliche Grundstückspreis österreichweit bei 135 €/m². Die Preise in den Bundesländern unterscheiden sich dabei deutlich:

Bundesland

Ø Quadratmeterpreis*

Burgenland

77 €/m²

Kärnten

88 €/m²

Niederösterreich

116 €/m²

Oberösterreich

139 €/m²

Salzburg

383 €/m²

Steiermark

90 €/m²

Tirol

391 €/m²

Vorarlberg

640 €/m²

Wien

799 €/m²

* Quelle: Statistik Austria (Stand 28.05.2026), Werte für 2025

Die Gemeinden mit den höchsten Grundstückspreisen in Österreich

Die Grundstückspreise unterscheiden sich je nach Gemeinde stark. In welchen Gemeinden es die höchsten Preise für Bauland gibt, sehen Sie in folgender Tabelle:

Gemeinde

Bundesland

Ø Quadratmeterpreis*

Reith bei Kitzbühel

Tirol

2.742 €/m²

Kitzbühel

Tirol

2.617 €/m²

Lech

Vorarlberg

2.108 €/m²

Jochberg

Tirol

2.100 €/m²

Aurach bei Kitzbühel

Tirol

2.100 €/m²

Going am Wilden Kaiser

Tirol

1.864 €/m²

Anif

Salzburg

1.851 €/m²

St. Johann in Tirol

Tirol

1.430 €/m²

Oberndorf in Tirol

Tirol

1.430 €/m²

Serfaus

Tirol

1.368 €/m²

* Quelle: Statistik Austria (Stand: 28.05.2026), geometrische Mittel 2021–2025 auf das Preisniveau 2025 angepasst

Die Gemeinden mit den niedrigsten Grundstückspreisen in Österreich

Besonders niedrige Grundstückspreise befinden sich im Burgenland und in Niederösterreich:

Gemeinde

Bundesland

Ø Quadratmeterpreis*

Nikitsch

Burgenland

12 €/m²

Großharras

Niederösterreich

12 €/m²

Minihof-Liebau

Burgenland

12 €/m²

Mühlgraben

Burgenland

12 €/m²

Neuhaus am Klausenbach

Burgenland

12 €/m²

Sankt Martin an der Raab

Burgenland

12 €/m²

St. Martin

Niederösterreich

13 €/m²

Güttenbach

Burgenland

15 €/m²

Neuberg im Burgenland

Burgenland

15 €/m²

Oberdorf im Burgenland

Burgenland

15 €/m²

* Quelle: Statistik Austria (Stand: 28.05.2026), geometrische Mittel 2021–2025 auf das Preisniveau 2025 angepasst

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Grundstückspreisentwicklung 2026: Was bringt die Zukunft?

Für 2026 wird bei den Grundstückspreisen bundesweit ein Anstieg um 3 bis 3,5 Prozent erwartet. Zu den besonders gefragten Lagen zählen Ballungsräume, Universitätsstädte und Tourismus-Hotspots wie Tirol und Salzburg. In ländlicheren oder infrastrukturschwächeren Regionen bleibt dagegen ein gewisser Preisdruck bestehen. Zwar bleibt die Nachfrage grundsätzlich hoch, wird jedoch durch hohe Baukosten und die weiterhin konservativen Finanzierungsstandards der Banken gebremst.

Auch die allgemeine Immobilienpreisentwicklung zeigt einen positiven Trend: Laut dem Häuser- und Wohnungspreisindex (HPI) stiegen die Immobilienpreise seit dem ersten Quartal 2025 wieder an und erreichten im zweiten Quartal 2026 einen neuen Höchststand.

Welche Faktoren beeinflussen Grundstückspreise?

Der Grundstückspreis wird durch mehrere Faktoren bestimmt. Wenn Sie Ihr Grundstück verkaufen möchten, können Ihnen Immobilienmakler:innen aus Ihrer Region eine Einschätzung zum Wert geben und Ihnen professionell beim Verkauf helfen. Vergleichen Sie mehrere Angebote, um das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Zuvor können Sie den Wert Ihres Grundstücks bereits selbst grob einordnen. Neben den durchschnittlichen Preisen in Ihrer Region sollten Sie dabei vor allem folgende Punkte beachten:

  • Lage: In ländlichen Gebieten kosten Grundstücke weniger als in Großstädten. Entscheidend ist auch das Image der Gegend. Wertsteigernd wirken sich eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen in der Nähe aus.

  • Einwohnerzahl: Mit einem Grundstück in einer Stadt mit einer hohen Kaufkraft, wie zum Beispiel Wien, Salzburg oder Innsbruck, können Sie Spitzenpreise erzielen. Im Gegensatz dazu sinken die Grundstückspreise in Gegenden, aus denen mehr Menschen wegziehen.

  • Bodenbeschaffenheit: Grundstücke, auf denen ohne Weiteres ein Bau beginnen kann, sind teurer als solche, auf denen erst vorbereitende Arbeiten durchgeführt werden müssen. Erfordert der Boden aufwendigere Erdarbeiten, erhöht das die Baukosten einer Immobilie und wirkt sich auch auf den Grundstückspreis aus.

  • Grundstück: Auch die Eigenschaften des Grundstücks selbst beeinflussen den Preis. Dieser kann je nach Größe und Schnitt des Grundstücks stark schwanken. Ein verwinkeltes Grundstück, auf dem es wenig Möglichkeiten für einen Immobilienbau gibt, ist entsprechend günstig.

Wie werden Grundstückspreise ermittelt?

Sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf eines Grundstücks ist die Wertermittlung ein zentraler, erster Schritt. Dafür kommen insbesondere drei Verfahren infrage:

  • Vergleichswertverfahren: Dieses Verfahren eignet sich besonders für unbebaute Grundstücke. Dabei werden die Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke herangezogen. Unterschiede etwa bei Lage, Größe und Widmung werden bei der Bewertung berücksichtigt.

  • Ertragswertverfahren: Hier steht der nachhaltig erzielbare Ertrag im Mittelpunkt. Das Verfahren kommt vor allem bei Liegenschaften infrage, bei denen regelmäßige Erträge durch Vermietung oder Verpachtung erzielt werden.

  • Sachwertverfahren: Bei bebauten Grundstücken wird der Wert des Bodens zusammen mit dem Wert der darauf befindlichen Gebäude und baulichen Anlagen betrachtet. Der Bodenwert wird dabei in der Regel anhand von Kaufpreisen vergleichbarer unbebauter Grundstücke ermittelt.

Der Grundstückspreis ist dagegen der tatsächliche Betrag, der beim Kauf eines Grundstücks gezahlt und im Kaufvertrag festgehalten wird. Er kann vom ermittelten Grundstückswert abweichen, da auch Angebot und Nachfrage, das Verhandlungsergebnis und individuelle Eigenschaften des Grundstücks eine Rolle spielen.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein 400 m² Grundstück?

Der Preis für ein 400 m² großes Grundstück variiert stark je nach Lage und Bundesland. Im österreichischen Durchschnitt kostete ein Quadratmeter Bauland im Jahr 2025 etwa 135 Euro, was für 400 m² einen Preis von 54.000 Euro ergibt. In Wien oder Kitzbühel liegt dieser Wert um ein Vielfaches höher, im Burgenland teils deutlich darunter.

Wie kann ich den Wert meiner Liegenschaft berechnen?

Der Wert einer Liegenschaft kann mithilfe verschiedener Bewertungsverfahren wie dem Vergleichs-, Ertragswert- oder Sachwertverfahren ermittelt werden. Eine genaue Einschätzung erhalten Sie durch ein Gutachten durch eine Fachperson. Auch Immobilienmakler:innen können eine Werteinschätzung abgeben.

Werden die Grundstückspreise wieder sinken?

Die Prognosen für die Entwicklung der Grundstückspreise in Österreich deuten aktuell nicht auf Preisrückgänge hin. Expert:innen gehen für 2026 von durchschnittlichen Preissteigerungen zwischen 3 und 3,5 Prozent aus. Je nach Region kann die Preisentwicklung jedoch auch anders ausfallen.

Wann steigt der Wert eines Grundstücks?

Der Wert eines Grundstücks steigt, wenn die Lage an Attraktivität gewinnt, etwa durch neue Infrastruktur, gute Verkehrsanbindung oder wirtschaftliches Wachstum in der Region. Auch eine bauliche Aufschließung und eine steigende Nachfrage nach Wohnraum können den Wert der Liegenschaft erhöhen.

Was mindert den Wert eines Grundstücks?

Den Wert eines Grundstücks mindern Faktoren wie Lärmbelastung oder eine ungünstige Lage, etwa an stark befahrenen Straßen. Negativ wirken sich auch Einschränkungen laut Flächenwidmungs- und Bebauungsplan aus. Weitere Faktoren können eine fehlende Aufschließung, eine sinkende Nachfrage in der Region und Altlasten im Boden sein.

Können Grundstücke an Wert verlieren?

Ja, Grundstücke können an Wert verlieren. Ursachen dafür sind zum Beispiel eine nachlassende Nachfrage, ein wirtschaftlicher Abschwung, Einschränkungen durch neue Flächenwidmungen oder Umweltbelastungen.

Wie berechnet man den Grundstückswert ohne Gutachten?

Den Wert eines Grundstücks können Sie ohne Gutachten zunächst grob einschätzen. Dafür multiplizieren Sie die Grundstücksgröße mit einem passenden Quadratmeterpreis für die Region. Als Orientierung können Sie beispielsweise den Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) oder andere aktuelle Marktdaten heranziehen. Die so ermittelte Summe ist allerdings nur eine grobe Orientierung. Der tatsächliche Wert kann je nach Lage, Widmung, Grundstücksgröße, Erschließung und weiteren Eigenschaften deutlich abweichen.

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